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Ein Streifzug durch Frauengeschichte, Frauenrechte, Frauenerwerbstätigkeit - 19. Jahrhundert

 

Über 100 Jahre Internationaler Frauentag - Ein Grund zu feiern?

Frauen haben vieles erreicht, aber nichts davon wurde ihnen in den Schoß gelegt, weder bei ihren politischen und privaten Rechte noch beim Recht auf Bildung, Erwerbstätigkeit, Bezahlung usw.

Deshalb ist die Geschichte des Internationalen Frauentags auch immer ein Stück der Geschichte der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung. Sie ist eng verknüpft mit der Geschichte der Erwerbstätigkeit von Frauen, gerade weil bis in die jüngste Vergangenheit Frauen als arbeitsmarktpolitische Verschiebemasse missbraucht wurden: beim Aufschwung rein, in der Krise raus.

 

Erwerbstätigkeit zu Beginn des 19. Jahrhundert
 

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Während bürgerliche Frauen nicht arbeiten dürfen, weil gesellschaftlich nicht toleriert, müssen Mädchen und Frauen der unteren gesellschaftlichen Schicht arbeiten, um mit ein paar zusätzlichen Münzen oder Lebensmittel das Überleben der Familien mitabzusichern. Sie arbeiten für sehr wenig Lohn v.a. in der Haus- und  Landwirtschaft als Magd, Zofe, Köchin usw.

Gleichzeitig nimmt die Industrialisierung, von Dampfmaschinen angetrieben, ihren Lauf. Die neuen Industriezentren, wie Bergbau, Stahl, Textil, bieten viel Arbeit, aber unter unvorstellbaren Bedingungen: 13, 14 Stunden oder länger in dunklen, überfüllten, staubigen, lauten Hallen, immer die gleichen Handgriffe, ohne die geringsten Arbeitsschutzmaßnahmen. Ebenso schlecht wie die Arbeitsbedingungen sind auch die Löhne, ganz besonders für Frauen und Kinder, die massenweise in Fabriken und Bergwerke geholt wurden, für etwa 1/3 der Männerlöhne.

Frauen mit kleinen Kindern sind häufig gezwungen Heimarbeit anzunehmen, wollten sie ihre kleinen Kinder nicht für 13 oder 14 Stunden am Tischbein festbinden. Heimarbeit ist jedoch noch schlechter bezahlt als Fabrikarbeit und ohne Arbeitszeitbegrenzung und zwingt die Frauen durch hohe Stückzahlforderungen, auf Schlaf zu verzichten und bis tief in die Nacht hinein zu arbeiten.

 

 

Mitte/Ende des 19. Jahrhundert:

Clara Zetkin  

In der Weltwirtschaftskrise (1857 bis 1859) und der folgenden wirtschaftlichen Depression verlieren die Arbeiterinnen ihre Arbeitsplätze in den Fabriken und werden zu ihren Kindern nach Hause geschickt. Dann, kurz vor der Jahrhundertwende: im wirtschaftlichen Aufschwung werden die Frauen wieder gebraucht und zurück in die Fabriken geholt.

 

In den 1880er Jahren erscheint Clara Zetkin auf der politischen Bühne: Sie ist bekannt als streitbare Frauenrechtlerin, als Begründerin der sozialistischen Frauenbewegung. Sie fordert politische Gleichberechtigung und setzt sich vehement für das Frauenwahlrecht ein. Noch haben Frauen weder aktives noch passives Wahlrecht. In politischen Gruppen, Verbänden, Gewerkschaften werden sie sich in Preußen erst ab 1908 organisieren dürfen. Clara Zetkin geht es auch immer um die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Diese waren schlecht, überall auf der Welt.

 Clara Zetkin (1857-1933)  

 

 
 

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