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Was tun bei einer Pilzvergiftung?

 − Ein Expertentipp aus der Reihe "Der Professor rät"

 

Tübingen, 26.05.2010

 

Herzrasen, Schwindel und Benommenheit nach dem Verzehr eines Pilzgerichts können auf eine Pilzvergiftung hindeuten. Dr. Joachim Riethmüller ist Facharzt für Pädiatrie, Intensivmediziner, Lungenspezialist und zugleich passionierter Pilzsammler. Zu Beginn der Sammelsaison gibt er Tipps zur Vermeidung und Behandlung von Pilzvergiftungen. 

 

Was sollten Pilzsammler beachten, um sich gar nicht erst in gefährliche Situationen zu bringen?

 

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(Bildquelle: fotolia/Maksim Pasko)

Noch häufiger als der Verzehr von Giftpilzen sind Magenprobleme wegen der Verwendung von zu alten oder falsch gelagerten Exemplaren, bei denen sich das Eiweiß zersetzt hat.
Deshalb sollten Pilze immer kühl und luftig aufbewahrt und frisch zubereitet werden. Außerdem sollten Sammler immer nur solche Pilzsorten essen, die sie zweifelsfrei identifizieren können.
 

 

Für Anfänger gilt: Keine Lamellenpilze sammeln, sondern nur Röhrenpilze. Unter diesen gibt es lediglich zwei giftige, aber nicht lebensbedrohliche Sorten.

 

Und wenn doch der Verdacht auf eine Pilzvergiftung besteht?

 

Zunächst einmal gilt es, keine Zeit zu verlieren. Die Symptome einer Pilzvergiftung treten frühzeitig genug auf, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten, im Extremfall einer Knollenblätterpilzvergiftung zum Beispiel eine Art Blutwäsche. Vergeht aber zu viel Zeit, können Leber oder Niere unwiederbringlich geschädigt werden. Bei entsprechendem Verdacht sollte also sofort ein Arzt oder eine Notfallambulanz aufgesucht werden. Auf keinen Fall sollte man sich darauf verlassen, dass eine Vergiftung nach einmaligem Erbrechen oder Durchfall ausgestanden ist. Besondere Eile ist bei Störungen des vegetativen Nervensystems geboten.

 

Wie können die Pilze und damit das Gift nachträglich identifiziert werden? 

 

Anhand der Sporen, mit denen Pilze sich vermehren, können Pilzsachverständige oder Botaniker die Gattung sehr schnell feststellen. Deshalb sollten Reste, die beim Putzen und Zubereiten von Pilzen anfallen, noch ein paar Tage aufbewahrt werden. Zudem sind die Symptome in der Regel recht typisch für bestimmte Giftpilze, so dass Experten rasch die richtige Therapie veranlassen können. In Zweifelsfällen bringen laborchemische Untersuchungen Klarheit.

 

Welches sind die häufigsten Verursacher von Pilzvergiftungen?

 

Überdurchschnittlich häufig betroffen sind Spätaussiedlerfamilien aus den früheren Sowjetrepubliken. Sie kennen sich in der Regel sehr gut mit Pilzen aus. Ausgerechnet der gefährlichste unter den hiesigen Giftpilzen, der Knollenblätterpilz, kommt aber in ihrer früheren Heimat nicht vor und kann mit Champignons oder Täublingen verwechselt werden. Kein Problem ist es übrigens entgegen einer weit verbreiteten Meinung, ein Pilzgericht wieder aufzuwärmen - vorausgesetzt, es wurde gut durchgekocht und es stand nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank.

 

 

Im Interview: 

 
 
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Dr. Joachim Riethmüller, Facharzt für Pädiatrie, Intensivmediziner, Lungenspezialist und passionierter Pilzsammler
 

 

 
 

Alle Expertentipps zum Nachlesen

 






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