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Ophthalmopathologisches Labor

 

 

Pilzkeratitis_

 

 

Ophthalmopathologisches Labor

Im Tübinger ophthalmopathologischen Labor werden derzeit jährlich etwa 1.200 Gewebeproben von etwa 600 Patienten (zumeist der Augenklinik) untersucht. Gelegentlich werden Einsendungen von anderen Kliniken oder Institutionen außerhalb Tübingens bearbeitet.

 

Unter den Gewebeproben sind ca. 30-40 ganze, entfernte Augen und ca. 150-200 im Rahmen einer Transplantation entfernte Hornhäute oder Teile davon.

 

Daneben werden zahlreiche Gewebeproben von der Bindehaut, aus der Augenhöhle und dem Augeninneren (z.B. Netzhaut-Membranen) begutachtet.

 

Die meisten Proben stammen von den Lidern. Gewebeproben, die einer ganz speziellen, aufwändigen Diagnostik unterzogen werden müssen (z.B. bei Lymphom-Verdacht), oder sehr eilige Gewebeproben werden in der Regel an das Pathologische Institut des Universitäts-Klinikums Tübingen abgegeben, mit dem - wie auch mit dem dermatopathologischen Labor der Universitäts-Hautklinik - eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht.

 

 
 

 

Kontakt

 

Universitäts-Augenklinik Tübingen

- Ophthalmopathologisches Labor -

 

Elfriede-Aulhorn-Str. 7

72076 Tübingen

 

Tel. 07071 29-83724

Fax. 07071 29-4935 


(Link zu )

 

Aufgaben

Das ophthalmopathologische Labor trägt wesentlich zur Erkennung (Diagnostik) von Erkrankungen des Auges und seiner Anhangsgebilde bei. Manche Erkrankung lässt sich nur durch eine feingewebliche Untersuchung einer entnommenen Gewebeprobe einordnen.

 

Schwerpunktmäßig werden Tumoren begutachtet, wobei es vor allem um die Frage "Gut- oder Bösartigkeit" geht. Oft werden auch entzündliche Prozesse und - bei ganzen Augen - Glaukome beurteilt. Ganz entscheidend ist ferner die Untersuchung von Operations- und Verletzungsfolgen (am Auge insgesamt oder an der Hornhaut) sowie die Reaktion der Augengewebe auf Fremdmaterial (insbesondere Implantate und Hilfsmittel für Operationen) und Veränderungen der Implantate selbst.

 

Damit leisten die ophthalmopathologischen Untersuchungen einen ganz wesentlichen Beitrag zur Überprüfung und Verbesserung der (operativen) Therapie von Augenerkrankungen und insofern zur Qualitätssicherung. Gelegentlich wird das Tübinger ophthalmopathologische Labor auch von Staatsanwaltschaften oder dem Institut für Rechtsmedizin der Universität Tübingen beauftragt, so z.B. bei tödlichen, kindlichen Schüttelverletzungen, die oft mit typischen Veränderungen an den Augen einhergehen. Damit ist das Labor (wenngleich nur in geringem Umfang) auch ein Instrument der Rechtspflege.

 

Des Weiteren erfüllt das Labor wichtige Zwecke im Rahmen des studentischen Unterrichts sowie der Ausbildung von Augenärzten. Schließlich unterstützt es zahlreiche wissenschaftliche Forschungsprojekte der Tübinger Augenklinik und führt selbst Forschungen an Gewebeproben durch.

 

 

 

 

 
 

 

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Diagnostisches Spektrum

 

  • Inspektion mit bloßem Auge (Makroskopie) und Fotodokumentation
  • Lichtmikroskopie mit Routinefärbungen
  • Lichtmikroskopie mit Spezialfärbungen
  • Immunhistochemie (Antikörper-gebundene Färbungen)
 

 

Prinzipiell besteht auch die Möglichkeit einer elektronenmikroskopischen (ultrastrukturellen) Untersuchung von Gewebeproben, welche allerdings heutzutage für die Diagnostik nur noch sehr selten benötigt wird. Molekulargenetische Untersuchungen (z.B. auf Gendefekte oder Viruspartikel) führt das Labor nicht routinemäßig durch, auch wenn diese Methoden für wissenschaftliche Fragestellungen teilweise verfügbar sind.

Ansprechpartner

Rohrbach_90x90

Prof. Dr. med. Jens Martin Rohrbach

Leitung

 

Tel. 07071 29-84006

Fax 07071 29-4762

 

 

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Ophthalmopathologie in Tübingen
Bulbus Sammlung Stock_

In Tübingen hat die Ophthalmopathologie lange Tradition.

 

Die erste Gewebsprobe wurde in der Universitäts-Augenklinik bereits im Jahre 1867 befundet.

 

Blütezeiten des ophthalmopathologischen Labors waren die Direktorate der Professoren und Lehrstuhlinhaber Wolfgang Stock (geb. 1874, gest. 1956; Klinikdirektor 1921-1952), der eine umfangreiche Sammlung anlegte, und

 

 

Gottfried Naumann (geb. 1935; Klinikdirektor 1975-1980), der während seiner Tübinger Zeit die "Bibel der Ophthalmopathologie", die "Pathologie des Auges" (Springer-Verlag Heidelberg, 1. Auflage 1980), herausgab. Die Tübinger Augenklinik besitzt damit eines der traditionsreichsten ophthalmopathologischen Labors in Deutschland. Gegenwärtig gibt es neben dem Tübinger noch etwa 10 weitere, aktive ophthalmopathologische Labors an deutschen Universitäts-Augenkliniken.

 

 

Weiterführende Literatur

 

Rohrbach JM. Albrecht von Graefe (1828-1870) und die Ophthalmopathologie. Klin Monatsbl Augenheilkd 2015; 232:1101-1104

 

Voykov B, Rohrbach JM. Histopathological findings of a 1-month old Ologen implant. Clin Experiment Ophthalmol 2015;43:604-605

 

Suesskind D, Ziemssen F, Rohrbach JM. Conjunctival amyloidosis – clinical and histopathologic features. Graefe’s Arch Clin Exp Ophthalmol 2015;253:1377-1383

 

Rohrbach JM. Ophthalmologische Embryologie und Teratologie – einst und jetzt (Editorial). Klin Monatsbl Augenheilkd 2014;231:718-719

 

Süsskind D, Rohrbach JM, Aisenbrey S, Coupland SE, Bartz-Schmidt KU. Seltener pigmentierter Fundustumor. Ophthalmologe. 2014 May;111(5):475-8.

 

Neuhann IM, Neuhann TF, Rohrbach JM. Intraocular lens calcification after keratoplasty. Cornea 2013;32:6-10

 

Rohrbach JM, Harbeck M, Holzhauser P, Tekeva-Rohrbach CI, Mach M,Codreanu-Windauer S. Römisches Orbitaimplantat? Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde 2012;229:1138-41

 

Rohrbach JM, Süsskind D, Dzhelebov DN, Tekeva-Rohrbach CI, Spitzer MS. Archäologische und forensische Ophthalmopathologie. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde 2011;228:1009-1014

 

Süsskind D, Rohrbach JM, Besch D, Jaissle GB. Bilaterale Augenbrauentumore. Ophthalmologe. 2010 Jun;107(6):558-61.

 

Suesskind D, Paulsen F, Buchgeister M, Spitzer B, Rohrbach JM, Bartz-Schmidt KU, Spitzer MS. Cyclo-oxygenase-2 expression in photon-radiated and non-radiated uveal melanomas. Acta Ophthalmol. 2010 Aug;88(5):582-7.

 

Süsskind D, Gelisken F, Rohrbach J. Asteroide Hyalose in einer epiretinalen Membran. Klin Monbl Augenheilkd. 2008 Aug;225(8):735-8.

 

Süsskind D, Aisenbrey S, Metzler G, Rohrbach JM. Langsam wachsender Lidtumor. Ophthalmologe. 2008 Jan;105(1):74-7.

 

 

Süsskind D, Rohrbach JM. Aderhautmelanom bei okulärer Melanozytose. Klin Monbl Augenheilkd. 2007 Mar;224(3):211-3. 

 

Rohrbach JM, Neuhann I, Lüke M, Aisenbrey S. Tödlicher Unfall oder Kindesmißhandlung mit Todesfolge: Die Netzhaut als "letzter Zeuge". Zeitschrift für praktische Augenheilkunde 2007;28:440-450

 

Süsskind D, Aisenbrey S, Rohrbach JM. Multiple Lidkantentumore. Ophthalmologe. 2006 May;103(5):421-3.

 

Suesskind D, Auw-Haedrich C, Schorderet DF, Munier FL, Loeffler KU. Keratoepithelin in secondary corneal amyloidosis. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2006 Jun;244(6):725-31.

 

Rohrbach JM. Ophthalmopathologie zwischen gestern und morgen. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde 2004;221:87-91

 

Rohrbach JM, Seitz B, Holbach LM. Zum gegenwärtigen Stand der Hornhautpathologie in Deutschland: Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedern der Sektion Kornea in der DOG. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde. 2003;220:682-8

 

Rohrbach JM, Schlote T, Thiel H-J. Wolfgang Stock, seine ophthalmopathologische Sammlung und der Fortschritt in der Glaukombehandlung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde 1998;213:87-92

 

Rohrbach JM, Lieb WE. Tumoren des Auges und seiner Adnexe. Schattauer-Verlag Stuttgart, 1998

 

Rohrbach JM. Morphologische Studien zum Wachstum des malignen Aderhautmelanoms. Universitas-Verlag Tübingen, 1993

 

Rohrbach JM, Steuhl KP, Thiel H-J. 125 Jahre Ophthalmopathologie in Tübingen - Wandel der Zeiten und der Befundspektren. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde 1992;201:200-205.

 

 

 

 
 

  

 Letzte Änderung: 05.10.2016

 

 

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