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Alkohol

 

Quicklinks zum Thema
Diagnose Historisches Risikoarmer Konsum von Alkohol
(Empfehlung nach WHO)
Kurzintervention Epidemiologie Alkoholgehalt verschiedener Spirituosen 
Konsiliardienst Wirkung Kurzinterventionen im Krankenhaus 

 

Historisches 

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Erfahrungen mit Alkohol dürften so alt sein wie die Menschheitsgeschichte. Alkoholräusche entstanden vermutlich anfänglich zufällig durch den Konsum vergorener Früchte. Erste Hinweise auf die gezielte Herstellung von Alkohol gehen auf die Zeit 10.000 v. Chr. zurück. Alkohol wurden zu dieser Zeit hauptsächlich für rituelle und medizinische Zwecke genutzt.
 

 

Doch schon zu Zeiten der Germanen, Ägypter und Griechen diente der Konsum von Alkohol auch zunehmend dem bewussten Herbeiführen von Rauscherfahrungen. Zudem wurde Alkohol in vielen Kulturkreisen zum integralen Bestandteil der täglichen Ernährung. Löhne wurden häufig in Form von alkoholhaltigen Getränken ausbezahlt. Die gebräuchlichsten Alkoholika zu dieser Zeit waren Met, Bier und Wein, die durch natürliche Gärungsprozesse hergestellt wurden und im Alkoholgehalt unter 15 Vol.% lagen.

 

Durch die Entwicklung von Verfahren zur Destillation gelang es im frühen Mittelalter, hochprozentige Alkoholika herzustellen. In der Folge nahmen die negativen Konsequenzen des Alkoholkonsums zu. So kam es zu einer stetigen Zunahme übermäßigen Konsums in weiten Teilen der Bevölkerung. Während im Adel eher genussvoller Alkoholkonsum betrieben wurde, war es in der arbeitenden Schicht üblich, exzessiv und regelmäßig zu trinken. Einen Höhepunkt erreichte der Alkoholkonsum in Deutschland in der Industrialisierung. Ende des 18. Jh. waren große Teile der Arbeiterklasse von der "Trunksucht" befallen. Erst Bemühungen des Staates, der Kirche und der Ärzteschaft (die sog. "Abstinenzbewegung") führten zu einer Abnahme des Konsums.

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Epidemiologie
 

Etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind akut alkoholabhängig. Alkoholmissbrauch liegt aktuell bei ca. 2,65 Millionen Menschen vor. Das sind zusammen 6,4 Prozent der Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.

 

 
Wirkung
 

Alkohol dringt über die Schleimhäute rasch in die Blutbahn und durchströmt den gesamten Organismus. Er beeinflusst vor allem die Zentren des Gehirns, die das Bewusstsein und die Gefühle steuern und wirkt zunächst anregend, später betäubend. Ab ca. 0,2 Promille verändern sich subjektives Erleben und persönliches Verhalten. Man fühlt sich zwangloser und freier. Der Widerstand gegen weiteren Alkoholkonsum sinkt. Sehfähigkeit, Konzentrationsvermögen und Bewegungskoordination lassen nach. Bei ca. einem Promille Blutalkoholkonzentration beginnt das Rauschstadium mit läppisch-heiterer oder depressiver Stimmung. Es kommt zu Gleichgewichts- und Sprachstörungen (Torkeln, Lallen). Bei ca. zwei Promille wird das Betäubungsstadium erreicht. Störungen des Gedächtnisses und der Orientierung treten auf.

 

 
Risikoarmer Konsum von Alkohol (Empfehlung nach WHO)
 

Als Faustregel für einen risikoarmen Konsum nach WHO gilt: Frauen sollten täglich nicht mehr als zwei kleine Gläser (0,2 Liter) Bier oder ein kleines Glas Wein (0,125 Liter). Männer sollten täglich nicht mehr als drei kleine Gläser (0,2 Liter) Bier trinken oder ca. 0,2 Liter Wein. Ergänzend gilt die Empfehlung an mindestens zwei bis drei Tagen pro Woche auf Alkohol ganz zu verzichten, um eine Gewöhnung zu vermeiden.

 

 
Alkoholgehalt verschiedener Spirituosen
Getränk Alkoholgehalt Menge Reiner Alkohol
Bier ca. 5 Vol. % 0,2 l ca. 8,0 g
Wein ca. 10 Vol. % 0,1 l ca. 8,0 g
Fruchtlikör ca. 30 Vol. % 2 cl ca. 4,8 g
Korn ca. 32 Vol. % 2 cl ca. 5,0 g
Obstler ca. 35 Vol. % 2 cl ca. 5,6 g
Weinbrand ca. 40 Vol. % 2 cl ca. 6,4 g

 

 
Kurzinterventionen im Krankenhaus
 

Alle Patienten sollten über ihren Alkoholkonsum befragt werden.

Siehe auch Kurzintervention

 

Gegebenenfalls sollte der Rat zur Reduktion der Alkoholkonsums empfohlen werden oder eine Beratung über die Suchtambulanz der Psychiatrischen Klinik eingeleitet werden. Kurzinterventionen können sowohl von einem Arzt als auch von Angehörigen anderer Berufsgruppen (Arzthelferin, Krankenschwester etc.) durchgeführt werden. Eine Reduktion des Alkoholkonsums (Häufigkeit, Menge, binge drinking) sowie schadensmindernde Effekte (Ausmaß der negativen Konsequenzen eines fortgesetzten exzessiven Gebrauchs, zum Beispiel Anzahl der Tage in stationärer Behandlung oder der Notfallaufnahmen) lassen sich bis zu 48 Monate nach Durchführung einer Kurzintervention nachweisen.

 

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Zum Thema
Allgemeine Informationen über Alkoholabhängigkeit und ihre Behandlung (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.)
Broschüre Alkoholabhängigkeit (DHS)
Siehe auch


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