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PET/CT Zentrum Tübingen - Radiologische Klinik
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem interdisziplinären Zentrum. Hier finden Sie eine Übersicht der Inhalte dieser Seite:
| Themen | |
|---|---|
| Anmeldung / Download Formulare | |
| Technik der PET/CT Untersuchung | Details |
| Untersuchungsindikation | Details |
| Radiopharmaka | Details |
| Patientenvorbereitung | Details |
| Untersuchungsablauf | Details |
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Technik der PET/CT Untersuchung
Der in der Uniklinik Tübingen installierte Biograph 16 vereint modernste PET-Detektor Technologie mit einem hochauflösenden LSO-Kristall (Cerium-dotiertes Lutetium-Oxyorthosilikat) und einem 16 Zeilen Multi-Detektor CT.
Dies drückt sich in der zusätzlichen Firmenbezeichnung HiREZ (High resolution) aus. Hierdurch können Herde kleiner als 1 cm noch erkannt werden. Gerade in der Ausbreitungsdiagnostik z.B. eines Lymphknotenbefalls im Rahmen eines malignen Grundleidens ist das PET/CT ein wichtiges Werkzeug, womit pathologische Befunde zu einem frühen Zeitpunkt in ihrer Dignität (gut- oder bösartig) beurteilt werden können.
Der LSO Kristall bietet gegenüber anderen Kristallen (z.B. BGO) die Fähigkeit, hohe Zählraten in relativ kurzer Zeit aufnehmen zu können, mit einem deutlichen Effekt auf die Untersuchungszeit und die Bildauflösung. Die Kombination mit einem 16 Zeilen Multi-Detektor CT Scanner erlaubt eine ultraschnelle anatomische Bildgebung, die es unter anderem ermöglicht, genaue Abbildungen sich bewegender Organe zu erzeugen, und diese mit den entsprechenden PET Aufnahmen zu überlagern.
Der große Vorteil der PET/CT Untersuchung ist die Kombination zweier Untersuchungen in einem Untersuchungsgang. Hierdurch vermindert sich für den Patienten der Zeitaufwand und gleichzeitig ist die kombinierte Untersuchung genauer als zwei einzelne Untersuchungen.
Die Positronen Emissions Tomographie benutzt geringe Mengen eines radioaktiven Präparates, um Stoffwechselvorgänge im Körper nachzuweisen. Hierbei wird meistens eine radioaktive Zuckerlösung mit kurzer Halbwertszeit über eine Vene injiziert. Diese reichert sich an Stellen hoher Stoffwechselaktivität an und emitiert von dort Strahlung, die durch die Detekrorringe des PET-Scanners aufgefangen und in ein Schnittbild verarbeitet wird. Der Detektor selbst besteht aus einzelnen Kristallen, die bei Anregung durch die vom Körper emittierte Strahlung Signale aussenden, die in einem aufwendigen technischen Verfahren digitalisiert und zu Bildern verarbeitet werden.
Die Computertomographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, mit der Körperregionen schichtweise geröntgt und als Querschnittbilder dargestellt werden können. So lässt sich beispielsweise die Lage und Größe eines Krankheitsherdes (z.B. Tumor, Infektion) genau bestimmen, vor allem auch im Hinblick auf die umliegenden Organe. Dies ist für die Planung gezielter Behandlungsmaßnahmen oft von erheblicher Bedeutung. Die Röntgenröhre bewegt sich hierbei spiralförmig (Spiral-CT) mit hoher Geschwindigkeit um den Patienten, so dass in kurzer Zeit große Bereiche des Körpers abgebildet werden können. Zur Reduktion von Bewegungsunschärfen, der Strahlendosis und der Untersuchungszeit benutzen moderne CT-Geräte die sogenannte Mehrzeilentechnik. Hierbei werden mehrere Schichten innerhalb einer Röhrenumdrehung erzeugt, im Gegensatz zu früheren Geräten mit sogenannter Einzeilen-Technologie. Die hohe Geschwindigkeit, mit der Patienten untersucht werden, ermöglicht die Bildgebung der Anatomie auf eine Art und Weise, die vorher nicht möglich war.
Prinzipiell sollte der Patient zusammen mit seinem behandelnden Arzt besprechen, ob die Indikation für eine PET-CT-Untersuchung gegeben ist.
Um den möglichen Nutzen einer PET-CT-Untersuchung richtig einschätzen zu können, helfen uns folgende Informationen:
Bei Krebserkrankungen:
- Ist die Diagnose "Krebs" bereits gesichert?
- Ist ein Primärtumor bekannt?
- Welche Untersuchungen wurden bisher durchgeführt?
- Wie ist der feingewebliche Tumortyp?
- Ist die Tumorausbreitung bekannt?
- Wie lange liegen therapeutische Maßnahmen zurück, z.B. Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung?
- Wird derzeit eine Hormontherapie durchgeführt (speziell beim Prostatakarzinom)?
Allgemein:
- Gibt es Faktoren, die den Ablauf der Untersuchung erschweren könnten (z.B. bei Schmerzen, Platzangst, Demenzerkrankungen)?
- Bei Minderjährigen muß zumindest ein Elternteil / ein Sorgeberechtigter beim Aufklärungsgespräch anwesend sein. Falls bei Volljährigen ein Betreuer bestellt wurde, muß dieser anwesend sein.
Zu Informationen über den Ablauf der Untersuchung, bitte hier klicken.
Für die Diagnosefindung ist die Überlassung von Befunden vorangegangener Untersuchungen, von Arztbriefen, Operationsberichten und insbesondere von Untersuchungsbildern hilfreich und wichtig (z.B. PET- oder PET-CT-Untersuchung, Computertomographie, Kernspintomographie, Szintigramme, Operationsberichte, feingeweblicher Befund).
Entsprechende Vorbefunde sollten daher zur Untersuchung mitgebracht werden.
Die untenstehende Tabelle beinhaltet sinnvolle Indikationen von PET-CT- Untersuchungen, die bei unterschiedlichen bösartigen Tumorerkrankungen dienen.
(In Anlehnung an die interdisziplinäre Konsensus-Konferenz "Onko-PET III", 2000.)
| Gesicherte Indikationen | |
|---|---|
|
Lungenkrebs Bronchialkarzinom (nicht kleinzellig) |
Ausbreitungsdiagnostik vor Therapie (Primärstaging), Diagnose, Therapiekontrolle und Rezidivdiagnostik |
| solitärer Lungenrundherd (SPN) | Beurteilung der Gut- oder Bösartigkeit, Charakterisierung |
| Darmkrebs Kolorektales Karzinom |
Rezidivdiagnostik bei Wiederanstieg des Tumormarkers |
| Speiseröhrenkrebs Oesophaguskarzinom | Ausbreitungsdiagnostik vor und nach Therapie und im Rezidivfall |
| Brustkrebs Mamma-Karzinom |
Bei fortgeschrittenem Brustkrebs (Metastasen, Lokalrezidiv) zusätzlich zu anderen bildgebenden Verfahren, zur Ausbreitungsdiagnostik und Therapieverlaufskontrolle |
| Lymphdrüsenkrebs Lymphome |
Ausbreitungsdiagnostik vor Therapie und im Rezidivfall, Therapiekontrolle |
| Schwarzer Hautkrebs Melanom |
In fortgeschrittenen Stadien und im Rezidivfall, Ausbreitungsdiagnostik, Operationsplanung |
| Kopf- und Halstumore | Ausbreitungsdiagnostik vor und nach Therapie und im Rezidivfall, Bestrahlungsplanung |
| Schilddrüsen-Karzinom | Ausbreitungsdiagnostik bei Tumormarkeranstieg und negativer Jod-Ganzkörperszintigraphie |
| Tumorsuche bei Metastase Unbekannten Ursprungs CUP |
Suche nach dem Primär-Tumor und Ausbreitungsdiagnostik, Therapieplanung |
| Bauchspeicheldrüsenkrebs Pankreaskarzinom |
Unterscheidung zwischen chronischer Entzündung und bösartigem Tumor |
Die PET/CT Untersuchung wird von einer überweisenden Ärztin/ einem überweisenden Arzt angefordert. Die im Internet verfügbare Anmeldung muss komplett ausgefüllt und mit evtl. Terminwunsch zu uns gefaxt werden.
Die Zuweiser oder die Patienten selbst haben die Möglichkeit die Anmeldung über den unten angegebenen Link herunterzuladen oder direkt bei uns anzufordern. Die Formulare werden dann auf dem Postweg zugesandt (Formulare werden nicht gefaxt).
| Anmeldeformulare | Link |
|---|---|
| deutsch | pdf (ca. 38 KB) |
| englisch | pdf (ca. 37 KB) |
| griechisch | pdf (ca. 185 KB) |
Nachdem Sie uns die Anmeldung zugefaxt haben, muss die Indikation von einem Nuklearmediziner und einem Radiologen überprüft und genehmigt werden ("rechtfertigende Indikation" nach Strahlenschutzverordnung).
Nach Überprüfung der Indikation und der Festlegung des zu verwendenden Radiopharmakons wird nach Absprache mit der Radiopharmazie der nächst mögliche Termin (unter Berücksichtigung des Terminwunsches) von den MTAs festgelegt. Da nicht jeden Tag alle Radiopharmaka zur Verfügung stehen, muss die Terminvergabe mit der Radiopharmazie koordiniert werden.
Anschließend lassen wir die Patienteninformation, auf welcher der Termin vermerkt ist, per Fax oder per Post dem Zuweiser oder falls erwünscht - dem Patienten direkt zukommen. Hierfür benötigen wir dann die entsprechenden Kontaktangaben. Entsprechend der geplanten Untersuchung sind die zu treffenden Vorbereitungsmaßnahmen aus den Patienteninformation ersichtlich.
Aus oben genannten Gründen und um einen reibungsfreien Untersuchungsablauf zu garantieren, ist eine schriftliche Anmeldung immer erforderlich, telefonisch können wirl eider keine Termine vorab vergeben.
Die PET/CT Untersuchung bedarf bestimmter Voraussetzungen und Vorbereitungen, die für eine gute Bildqualität und die Durchführung der Untersuchung entscheidend sind.
In der Regel muss eine Nüchternzeit von 12 Stunden vor Untersuchungsbeginn eingehalten werden, d.h. der Patient darf nach dem Abendessen am Vortag keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Am Untersuchungstag selbst können ungesüßte Getränke eingenommen werden. Zur Information erhalten die Patienten direkt von uns oder von ihrem Zuweiser im Vorfeld der Untersuchung eine Patienteninformation. Hier sind noch einmal in Kürze die Untersuchungsabfolge und Vorbereitungsmaßnahmen beschrieben. Bei Unklarheiten können Sie uns selbstverständlich über die angegebenen Telefonnummern kontaktieren.


Bei Schmerzen, Nervosität oder Angstzuständen können Beruhigungsmittel oder Schmerzmittel gegeben werden. Dies ist besonders wichtig, da die Patienten für die Untersuchung bis zu 50 Minuten ruhig liegen müssen. Wir versuchen mit einer Vakkuummatratze eine möglichst entspannte Lagerung zu erreichen. Während der Untersuchungs können die Patienten Musik hören, gerne auch eigene mitgebrachte CDs.
Medikamente können wie gewöhnlich eingenommen werden. Ausnahmen bestehen bei Medikamenten, die den Blutzucker stark beeinflussen können, wie z.B. Cortison-, Insulinpräparate oder orale Antidiabetika (z.B. Euglucon, Amaryl, Glucophage, Metformin ratiopharm etc.). Hier bitten wir im Vorfeld um Rücksprache, insbesondere bei Patienten mit diabetischen Erkrankungen. Eine spezielle Kleidung ist nicht erforderlich. Aufgrund des langen Aufenthaltes vor Ort sollten in dieser Zeit benötigte Medikamente bzw. Lesehilfen mitgebracht werden. Bettlägerige Patienten sollten bitte vor dem Termin nochmals telefonisch angekündigt werden. Die Patienten müssen die Patienteninformation unterschrieben mitbringen, sowie aktuelle Blutwerte (Creatinin, TSH), falls diese noch nicht bei der schriftlichen Anmeldung notiert wurden.


Daher bitten wir die Patientinnen/ Patienten, immer pünktlich zu dem Termin zu erscheinen. Falls der Termin nicht eingehalten werden kann, rufen Sie bitte spätestens am Vortag der Untersuchung an. Werden Termine nicht eingehalten, sehen wir uns aufgrund des aufwendigen Herstellungsverfahren des Radiopharmakons gezwungen, die anfallenden Kosten in Rechnung zu stellen.

Die Anmeldung befindet sich an der
Leitstelle Zentrales Röntgen
Ebene B03 der Crona Kliniken (Kliniken Berg)
Hoppe-Seyler-Strasse 3
72076 Tübingen
Sobald sich der Patient an der Leitstelle angemeldet hat, wird er im Wartebereich des Zentralen Röntgen abgeholt.

Dies richtet sich im Wesentlichen nach der vorangegangenen bildgebenden Diagnostik und wird im individuellen Fall vom Untersucher unter Einverständnis des Patienten festgelegt.
Der Patient wird über evtl. Nebenwirkungen als auch erforderliche Verhaltensweisen nach der Untersuchung aufgeklärt. Für zusätzlich erforderliche Medikamente werden die Kontraindikationen geprüft. Weiterhin dient das Gespräch zur Information über die Krankengeschichte, so dass der Untersucher ein umfassendes Bild der Erkrankung erhalten kann. Natürlich können auch eventuell anstehende Fragen der Patientinnen/des Patienten hierbei beantwortet werden.
Im Anschluß wird der Patient für die erforderlichen Injektionen vorbereitet. Es wird ein venöser Zugang gelegt. In einem mit Blei abgeschirmten Labor wird dann das Radiopharmakon über den venösen Zugang injiziert. Die Vorbereitungsphase beansprucht insgesamt ca. 30 min.

Um einen komfortablen Aufenthalt zu gewährleisten, stellen wir Lesematerial und Musik zur Verfügung. Gerne können sich die Patienten auch selbst eine CD nach Ihrem Geschmack mitbringen.

Unmittelbar im Anschluss an die CT-Untersuchung erfolgt die Positronen-Emissions-Tomografie über denselben Bereich wie zuvor die CT, (Patientin/Patient liegt immer in derselben Position). So können in der nachfolgenden Bildverarbeitung die Untersuchungen exakt überlagert werden. Nach ca. 50 minütiger Untersuchungszeit ist die Untersuchung beendet und es wird der venöse Zugang entfernt, falls er nicht mehr benötigt wird. Üblicherweise kann der Patient / die Patientin gleich nach der Untersuchung wieder nach Hause oder zurück zur Station gehen.
Da die Nachverarbeitung und Befundung einer PET/CT Untersuchung entsprechende Zeit beansprucht, können wir, unmittelbar nach Ende der Untersuchung in der Regel keine vorläufige Befundung oder Befundbesprechung mit dem Patienten durchführen. Wir bitten um Ihr Verständnis und um etwas Geduld. Der schriftliche Befund wird an den Zuweiser und bei Wunsch auch direkt an den Patienten geschickt.




