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Solar-Strom vom Schnarrenberg

Universitätsklinikum, Stadtwerke und Bürgerenergie starten größte Tübinger Photovoltaikanlage

14.10.2011

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Sie blitzt und blinkt im Sonnenlicht: die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Parkhauses Crona auf dem Schnarrenberg. Bei der offiziellen Inbetriebnahme begrüßten Prof. Dr. Michael Bamberg, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Tübingen (UKT) und Vorsitzender des Klinikumsvorstandes, gemeinsam mit Gabriele Sonntag, 
 

 

Verwaltungsdirektorin des UKT in Anwesenheit des Tübinger Oberbürgermeisters und Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtwerke Tübingen GmbH (swt), Boris Palmer, den erfolgreichen Abschluß der ersten Klima-Kooperation zwischen UKT, swt und der Genossenschaft Bürger-Energie Tübingen eG (BET). Der Vorstand der Bürger Energie Tübingen und stellvertretende Vorsitzende der Volksbank Tübingen, Armin Hornung, dankte seinerseits allen Projektpartnern für ihre technische und inhaltliche Unterstützung.

 

Insgesamt hat die neue Solar-Anlage auf dem Dach des Parkhauses Crona eine Leistung von 189 kWp. Dies entspricht einer umweltfreundlich erzeugten möglichen Jahresstrommenge von etwa 180.000 kWh. Die neue Photovoltaikanlage (PV) auf dem Dach des Parkhauses Crona ist zugleich die bislang größte im Stadtgebiet Tübingen.

 

"Einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung zu leisten", darüber freuen wir uns ganz besonders, sagte Prof. Michael Bamberg, Vorstandsvorsitzender des UKT. Der Klinikumsvorstand ließ seit längerem systematisch Dachflächen daraufhin prüfen, ob sie für die Nutzung durch Photovoltaik geeignet sind "Da kam uns das erweiterte Parkhausdach sehr entgegen" erläutert Gabriele Sonntag, die Kaufmännische Direktorin.

 

Installiert wurde die neue Photovoltaikanlage im Auftrag der Bürgerenergie Tübingen eG (BET). Das Universitätsklinikum stellt als Vermieter die Dachflächen auf 20 Jahre zur Verfügung. Die technische Planung haben die Stadtwerke Tübingen (swt) ausgeführt. Insgesamt wurden auf dem Parkhausdach über drei Ebenen (Gesamtfläche: 2.962 m2) 804 PV-Module installiert. Mit der neuen Photovoltaikanlage können etwa 161 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

 

"Bürgerbeteiligung ist ein Schlüsselthema, wenn wir die Zukunft nachhaltig gestalten wollen - gerade beim Umwelt- und Klimaschutz. Dass die größte Tübinger Solar-Anlage mit Mitteln der Genossenschaft Bürger-Energie Tübingen gebaut werden konnte, ist ein hervorragendes Beispiel dafür", lobte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer.

 

Die Bürger-Energie Tübingen eG verfügt derzeit über rund 230 Mitglieder und ein Gesamt-zeichnungsvolumen von 1,4 Mio. Euro. Insgesamt hat die BET in Planung und Bau der neuen Photovoltaikanlage auf dem Schnarrenberg rund 495.000 Euro investiert.

Die Idee der 2009 gegründeten Genossenschaft Bürger-Energie Tübingen eG ist es, Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich mit wenig Aufwand und schon teils kleinen Beiträgen an großen Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung beteiligen zu können. Wer Mitglied werden will, kann Anteile zwischen 500 Euro und 25 000 EUR zeichnen. Dabei steht der nachhaltige und langfristige Ausbau der Erneuerbaren Energien im Vordergrund.

 

"Jeder gezeichnete Anteil ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und setzt ein positives Zeichen in die Zukunft", so Armin Hornung, BET-Vorstand und Vorstand der Volksbank Tübingen. "Das Besondere an der Genossenschaftsidee der Bürger-Energie ist, die Verbindung von technischer Innovation und Nachhaltigkeit. Hier können Kunden direkt vor Ort sehen, wo ihre Gelder angelegt sind, wie das Klima geschont und umweltfreundlich Strom produziert wird. Sichtbarer und persönlicher läßt sich ökologischer Fortschritt kaum nachvollziehen."

 

Die BET hat seit ihrer Gründung 2009 mehrere PV-Anlagen in Tübingen und der Region installiert. So wurde beispielsweise 2009 eine neue PV-Anlage der BET auf dem Dach des LIDL-Gebäudes an der B-27 installiert (Leistung: 44 kWp), drei weitere PV-Anlagen gingen 2010 in Betrieb. So auf den Dächern des Parkhauses Metropol (Leistung: 25 kWp), der Mathilde-Weber-Schule (Leistung: 58 (kWp) und dem Pflegewohnheim in Nehren (Leistung: 35 kWp). Weitere Projekte in Tübingen und dem Umkreis werden derzeit geprüft oder befinden sich bereits in Planung. Mitinitiator und Partner der BET waren von Beginn an die Stadtwerke Tübingen. Sie begleiten die BET-Projekte mit ihrem technischen Know-how bei Planung und Umsetzung, so auch auf dem Parkhaus Crona.

 

"In kürzester Zeit eine so große Anlage umzusetzen, ist nur möglich, wenn sich alle Projektpartner optimal ergänzen. Ein besonderer Dank gilt daher dem Universitätsklinikum und allen regionalen Partnern, insbesondere der Firma Galicium Solar aus Tübingen, die die Anlage errichtet hat", so Wilfried Kannenberg, Geschäftsführer Technik der swt und BET-Vorstand. Die besondere Herausforderung für die Planer und Errichter: In möglichst kurzer Zeit (Bauzeit: ca. 4 Wochen) alle 804 Module zu installieren, damit der Betrieb des Parkhauses am Klinikum weitgehend aufrecht gehalten werden konnte. Das Universitätsklinikum prüft, auf welchen Gebäuden des UKT weitere PV-Anlagen sinnvoll installiert werden könnten.

 

Informationen:

www.buerger-energie-tuebingen.de ● www.medizin.uni-tuebingen.de ● www.swtue.de ● www.tuebingen-macht-blau.de ●www.galicium.de

 






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