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Maximale Sicherheit für Mutter und Kind

Aufnahmestopp der Frühgeborenen-Intensivstation bleibt – die umfangreiche Patientenversorgung in Geburtshilfe und Frauenklinik ist davon unberührt

08.09.2017

  • Allen frühgeborenen Kindern geht es gut.
     
  • Der Aufnahmestopp bleibt: Ein weiteres, mit dem Bakterium besiedeltes Frühgeborenes wurde identifiziert.
     
  • Alle reifgeborenen Kinder und Notfälle können in Tübingen versorgt werden.
     
  • Alle Schwangeren sind in der Universitätsfrauenklinik in sicheren Händen, auch Risikoschwangerschaften werden versorgt.
     
  • Durch die räumliche Trennung von der Neonatologie besteht Sicherheit für alle Schwangeren und Neugeborenen; für alle gynäkologischen Patientinnen ohnehin.

 

Das Universitätsklinikum Tübingen hat den vor einer Woche vorsorglich eingeführten Aufnahmestopp in der Frühgeborenen-Station nach Ausbreitung eines Bakteriums verlängert. Nach Auswertung aller aktuellen Testergebnisse wurde ein weiteres, mit dem Bakterium besiedeltes Kind identifiziert. Das Kind ist soweit gesund, eine Infektion liegt nicht vor. „Dieses Ergebnis unterstreicht, dass unsere engmaschigen Kontrollen und Hygienemaßnahmen greifen“, so Professor Dr. Ingo Autenrieth, Ärztlicher Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene.

 

Im Rahmen der Verlängerung des Aufnahmestopps bleiben die intensiven Vorsorgemaßnahmen nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Tübingen bestehen. Die Entscheidung über die Dauer des Aufnahmestopps für Frühgeborene ist abhängig von einer Reihe weiterer Untersuchungen, die in den kommenden Tagen durchgeführt werden.

 

„Die Besiedelung der extrem frühgeborenen Kinder mit dem Darmbakterium Enterobacter aerogenes nehmen wir sehr ernst, auch wenn es in keinem weiteren Fall zu einer Infektion geführt hat. Allen sehr früh geborenen Kindern geht es gut“, betont Professor Dr. Christian Poets, Ärztlicher Direktor der Neonatologie und der neonatologischen Intensivmedizin, „sobald die Frühgeborenen reifer sind und nach Hause entlassen werden können, kann ihnen der Keim auch nichts mehr anhaben. Dann gehört er bei allen kleinen und großen Menschen zur normalen Darmflora.“

 

Alle Abteilungen und Bereiche des Departments für Frauengesundheit Tübingen wie der Kreißsaal, der OP-Bereich, der Ambulanz-Bereich, das Brustkrebszentrum, die Patientenzimmer sind von der aktuellen Situation in der Neonatologie nicht betroffen. „Das gesamte Department für Frauengesundheit ist dankbar, dass die Kliniken in der Region uns so tatkräftig unterstützt haben“, so Professor Dr. Diethelm Wallwiener, Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik.

 

Hintergrundinformation zur aktuellen Situation der Neonatologie

Am Samstag, 02.09.2017 hatte das Universitätsklinikum Tübingen mitgeteilt, dass bei routinemäßigen und engmaschigen Kontrollen bei mehreren frühgeborenen Kindern in der Neonatologie eine Besiedelung mit einem Darmbakterium (Enterobacter aerogenes) festgestellt wurde. Mit dem Gesundheitsamt Tübingen wurden daraufhin umfassende Vorsorgemaßnahmen in Kraft gesetzt, um eine Ausbreitung des Bakteriums innerhalb der Neonatologie zu verhindern.

 

 

 
 

 

Medienkontakt

Universitätsklinikum Tübingen

Stabsstelle Kommunikation und Medien

Bianca Hermle

Leitung

Hoppe-Seyler-Straße 6

72076 Tübingen

Tel. 07071 29-81032

Mobil: 0162 2562559

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