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Lebensretter werden – im Ernstfall handeln!

Wiederbelebungsmaßnahmen lernen für den Ernstfall

15.09.2017

Ein Passant erleidet plötzlich einen Herzstillstand und ist auf sofortige Hilfe angewiesen. Was können Sie tun? Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Tübingen informiert: In einem solchen Moment kann jeder zum Lebensretter werden.

 

Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ zeigen Intensivmediziner und Anästhesisten des Tübinger Uniklinikums in der Kornhausstraße vor dem Tübinger Stadtmuseum am 23. September zwischen 10 und 14.30 Uhr, was bei einem Herzstillstand zu tun ist. Die erste Bürgermeisterin, Dr. Christine Arbogast, ist ab 13.30 Uhr für eine Stunde zu Gast. Alle Interessierten können sich über die Basismaßnahmen der Wiederbelebung informieren und diese vor Ort an Phantomen trainieren.

 

Außerdem sind die Tübinger Intensivmediziner und Anästhesisten am 19. September an der „Freien Waldorfschule auf der Alb“ in Engstingen und trainieren unter dem Motto „Schüler retten Leben“ mit Schülern der 5. bis 13. Klasse Wiederbelebungsmaßnahmen.

 

Die Woche der Wiederbelebung 2017 findet vom 18.09. bis 24.09. unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit statt. Ärzte und Fachkräfte initiierten unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ zahlreiche eigene Aktionen in Kliniken, öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen, um so zum Erfolg der „Woche der Wiederbelebung“ beizutragen und mehr Menschen zu ermutigen, im Ernstfall Leben zu retten.

 

 

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden jederzeit treffen!

Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise 80.000 bis 100.000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Dabei fällt die Herzfunktion z.B. auf Grund von Herzrhythmusstörungen plötzlich aus, das Herz pumpt kein Blut mehr durch den Körper und somit erreicht auch kein Sauerstoff mehr die Organe. Der Betroffene wird sofort bewusstlos und atmet nicht mehr normal oder gar nicht mehr. Bereits nach drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoffzufuhr treten im Gehirn unwiderrufliche Schädigungen ein. Die Überlebenswahrscheinlichkeit des Betroffenen verringert sich pro Minute, die bis zum Beginn der Reanimation verstreicht, um etwa zehn Prozent. Bei einer durchschnittlichen Eintreffzeit des Rettungsdienstes von acht bis zehn Minuten (Stand 2016: Reanimationsregister Tübingen) ist der Betroffene also auf die sofortige Hilfe durch engagierte Ersthelfer angewiesen.

 

Durch die Wiederbelebungsmaßnahmen übernehmen die Ersthelfer in genau diesen entscheidenden Minuten mechanisch die Funktion des Herzens. Im Jahr 2016 wurde in Tübingen bei etwa einem Drittel der Patienten durch Laien mit der Wiederbelebung begonnen. Damit liegt Tübingen zwar deutlich über der deutschen Laienreanimationsquote von 20 Prozent, allerdings ist Deutschland im europaweiten Vergleich weiterhin unter den Schlusslichtern.

 

Momentan überleben in Deutschland etwa zehn bis 20 Prozent der Patienten nach einem außerklinischen Herzstillstand. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass durch eine optimale Laienreanimation die Überlebensrate bei diesen Patienten verdoppelt bis verdreifacht werden kann. Damit könnten mehr Menschen in Deutschland zusätzlich überleben, als jährlich an Verkehrstoten hierzulande zu verzeichnen sind.

 

 

13_Anleitung_Reanimation_vertikal

 

 

Im Rahmen der Aktionswoche soll verdeutlicht werden, dass jeder mit ganz einfachen Maßnahmen einem Menschen das Leben retten kann. Der einzige Fehler, den man dabei machen kann, ist nichts zu tun. Wiederbelebung ist einfach; es gilt sich folgende Schlagworte zu merken:

 

PRÜFEN – RUFEN – DRÜCKEN

 

PRÜFEN: Sprechen Sie die Person an oder schütteln Sie diese an den Schultern. Achten Sie auf die Atmung. Erfolgt keine Reaktion, dann

 

RUFEN Sie die 112 oder veranlassen eine andere Person zum Notruf.

 

DRÜCKEN Sie mit einer Frequenz von 100 (also 100 Mal pro Minute) etwa fünf Zentimeter tief mitten auf den Brustkorb. Trainierte Ersthelfer sollten die Person zusätzlich beatmen. Untrainierte Helfer oder Ersthelfer, die eine Mund-zu-Mund-Beatmung ablehnen, sollen in jedem Fall aber die Herzdruckmassage durchführen. Führen Sie die Herzdruckmassage fort, bis der Rettungsdienst eintrifft. Falls Ihnen die Kraft ausgeht, bitten Sie jemanden, Sie abzulösen.

 

Sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen können bis zu dreimal höhere Überlebenschancen bedeuten.

 

 
 

 

Eine Liste mit häufig gestellten Fragen zur Herzdruckmassage finden Sie unter https://www.einlebenretten.de/

** Datenquelle http://www.einlebenretten.de

 

 
 

Medienkontakt

Universitätsklinikum Tübingen

Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Andrea Schirner

Tel. 07071 29-86564

E-Mail

 






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