Hier beginnt der Kopfbereich - Meta-Navigation und Logos

Link zur UKT HomepageLogo EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN
 
Kein Link zur Sprachversion EN EN


Hier beginnt die Unternavigation für den Bereich


Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:


Hier beginnt der Inhaltsbereich
Presse und Aktuelles
Visual Content 1
Visual Content 2

Virotherapie bei Bauchfellkrebs erfolgreich getestet

Neue biologische Krebstherapie – Klinische Studie veröffentlicht

18.09.2018

Krebserkrankungen, die das Bauchfell betreffen, gehören zu den am schwersten zu behandelnden Tumorerkrankungen. Trotz enormer Anstrengungen haben klassische Therapieverfahren wie Chemotherapie oft keinen Erfolg. Die Virotherapie stellt eine vollkommen neue, biologische Krebstherapie dar. Dabei werden Krebszellen gezielt durch onkolytische Viren zerstört, wodurch das bis dahin inaktive Immun-system „wachgerüttelt“ und zu neuer Stärke gebracht wird. Im Idealfall werden dabei sämtliche Krebsherde wieder unter eine dauerhaft anhaltende Immun-Kontrolle gebracht. Professor Ulrich Lauer vom Universitätsklinikum Tübingen hat jetzt die Ergebnisse einer ersten Studie zur Virotherapie speziell an Bauchfellkrebs-Patienten in der renommierten Fachzeitschrift CLINICAL CANCER RESEARCH veröffentlicht.

 

Hintergrund Virotherapie

Ob als Auslöser von Grippe, Herpes, Masern oder Pocken, Viren sind eigentlich unsere Feinde. Doch in der Krebstherapie können sie zu ungeahnten Helfern werden. Denn Viren sind in der Lage, Krebszellen besonders gut zu infizieren und diese dabei hocheffizient zu zerstören. Wissenschaftler sprechen hierbei von Onkolyse. Der Trick: Die Viren werden so verändert, dass sie unseren normalen Zellen nichts mehr anhaben können. In den Krebszellen vermehren sie sich allerdings nahezu ungebremst. Am Ende platzen die befallenen Tumorzellen und setzen massenhaft neu gebildete Viren frei, die dann auf andere, bis dahin noch nicht infizierte Tumorzellen überspringen, wie bei einem Schneeballsystem. Das Besondere: „Die Onkolyse funktioniert auch dann, wenn die Krebszellen auf keine der herkömmlichen Behandlungsarten wie Chemotherapie, Bestrahlung oder Antikörper mehr ansprechen“, erläutert Professor Dr. Ulrich Lauer vom Universitätsklinikum Tübingen. Und das Wichtigste: Solche onkolytische Viren können ein bis dahin „schlafendes, inaktives“ Immunsystem dauerhaft wieder gegen Krebszellen aktivieren, so dass es für die Krebszellen kein Verstecken mehr gibt und diese mit großer Wucht überall im Körper angegriffen und in Schach gehalten werden.

 

Tübinger Virotherapie-Studie bei Patienten mit Bauchfellkrebs erfolgreich abgeschlossen

Ein Ärzte-Team des Uniklinikums Tübingen hat unter der Federführung von Professor Ulrich Lauer von der Abteilung Klinische Tumorbiologie erstmals Pocken-Impfviren in großer Zahl direkt in die Bauchfellhöhle von Krebspatienten verabreicht. Dies wurde von den Patienten gut vertragen; es traten lediglich vorübergehend die für Viren typischen erkältungsähnlichen Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen und verstärkte Bauchschmerzen auf. Darüber hinaus konnten bei acht der insgesamt neun behandelten Patienten eine starke Virusvermehrung und eine dadurch ausgelöste onkolytische Zerstörung der Krebszellen nachgewiesen werden.

 

Auf Basis dieser aktuell in der Fachzeitschrift CLINICAL CANCER RESEARCH (Clin Cancer Res; 24(18) September 15, 2018) veröffentlichen Daten finden derzeit in den USA Nachfolgestudien statt. Dabei wird geprüft, ob sich speziell bei Patientinnen mit vom Eierstock ausgehendem Bauchfellkrebs die in Tübingen erzielten Ergebnisse bestätigen lassen. Interessanterweise zeigen neueste Studiendaten, dass die bisherigen Erfolge der Virotherapie noch weiter verbessert werden können, wenn die onkolytischen Viren speziell mit Antikörpern kombiniert werden, die insbesondere die T-Zellen unserer Immunabwehr auf Krebs „scharf“ stellen. Patienten mit Bauchfellkrebs werden zukünftig von einer direkten Therapie mit Pocken-Impfviren profitieren können, halten die Wissenschaftler zusammenfassend fest.

 

Wo können sich Patienten hinwenden?

Studien zur Virotherapie werden an der Medizinischen Universitätsklinik, Abteilung VIII (Abteilung Klinische Tumorbiologie) durchgeführt.

 

Kontaktadresse für Patienten und niedergelassene Ärzte.

Prof. Dr. med. Ulrich M. Lauer

Stichwort „Virotherapie bei Krebs“

Abteilung Klinische Tumorbiologie, Innere Medizin VIII

Otfried-Müller-Straße 10, 72076 Tübingen

E-Mail

 

Originaltitel der Publikation

Phase I Study of Oncolytic Vaccinia Virus GL-ONC1

in Patients with Peritoneal Carcinomatosis

DOI: 10.1158/1078-0432.CCR-18-0244

 

 
 

 

Medienkontakt

 

Medizinische Klinik

Abteilung Innere Medizin VIII

Prof. Dr. med. Ulrich M. Lauer, Stv. Ärztlicher Direktor

Tel. 07071 29-83190

 

 






Hier beginnt die Marginalspalte Suche und verschieden Module
Schnelleinstieg





Hier beginnt die Fusszeile - Impressum und Datenschutz
Cookie Einstellungen
Bitte treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren.
Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter HILFE.
 
Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.

Cookies zulassen:
Wir setzen Analysetools (Google Analytics, Matomo) ein, um Besucher-Informationen wie z.B. Browser, Land, oder die Dauer, wie lange ein Benutzer auf unserer Seite verweilt, zu messen. Ihre IP-Adresse wird anonymisiert übertragen, die Verbindung zu Google ist verschlüsselt.

Nur notwendige Cookies zulassen:
Wir verzichten auf den Einsatz von Analysetools. Es werden jedoch technisch notwendige Cookies, die eine reibungslose Navigation und Nutzung der Webseite ermöglichen, gesetzt (beispielsweise den Zugang zum zugangsbeschränkten Bereich erlauben).

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit auf der Seite Datenschutzerklärung ändern. Zum Impressum.

Zurück

Cookies zulassen Nur notwendige Cookies zulassen