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Über HPV

 

 Wie infiziert man sich mit HPV?
  • HPV werden hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, durch sexuelle Kontakte übertragen.
  • Studien mit Frauen, die unter einer zervikale HPV-Erkrankung leiden, zeigen, dass 64-70% ihrer Partner HPV-assoziierte Läsionen am Penis aufweisen. Meistens sind diese jedoch so klein, dass keiner der Partner sich deren Existenz bewusst ist.
  • HPV-Infektionen sind in der Regel vergänglich und nach 8-14 Monaten spontan ausheilend.
  • Genitale Warzen können sich nach dem Kontakt mit HPV in einem Zeitraum von 4 Wochen bis 8 Monaten entwickeln. Eine HPV-Infektion kann jedoch bei einem geringen Prozentsatz von Frauen über Jahre und Jahrzehnte hinweg dauerhaft vorliegen, bevor sich Warzen oder eine zervikale Läsion entwickeln. Deshalb ist es meistens nicht möglich genau festzustellen, wann oder von wem HPV übertragen wurde.
  • Wenn einer der Partner HPV-assoziierte Läsionen aufweist, ist es wahrscheinlich, dass sich der andere Partner auch mit HPV infiziert hat, obgleich dies oftmals schwer nachzuweisen ist. Verschiedene Studien zeigen, dass eine "gemeinsame HPV-Infektion" keinen Ping-Pong-Effekt bewirkt. Der fortdauernde Kontakt mit dem gleichen Virus (gleicher HPV-Typ) scheint die Heilung von Läsionen nicht zu verzögern. Grund hierfür ist, dass die Heilung von Warzen oder zervikalen Erkrankungen hauptsächlich durch die eigene Immunabwehr gegen HPV erfolgt und nicht abhängig von dem fortdauernden Kontakt mit dem gleichen HPV-Typ ist. Diese Information ist wichtig für Paare, um ihnen die Angst vor sexuellen Kontakten miteinander zu nehmen. Allerdings besteht bei einem Partnerwechsel ein Infektionsrisiko für den neuen Partner, wenn nicht alle Läsionen abgeheilt sind.

 


 Können HPV durch oralen Sex übertragen werden?
  • Obwohl heute oraler Sex eine gängige Praktik ist, sind HPV-assoziierte Läsionen im Mund sehr selten. Es wurde zwar behauptet, dass das Risiko, sich eine HPV-Infektion durch oralen Sex mit einer infizierten Person zuzuziehen 1-3% beträgt, ein endgültiger Beweis dieses geringen Risikos steht jedoch noch aus. Wesentlich ist, dass das Risiko einer HPV-Übertragung durch oralen Sex extrem gering, aber nicht Null ist.


 Können HPV auf nicht sexuellem Weg übertragen werden?
  • Es gibt keine Beweise dafür oder dagegen, dass HPV durch kontaminierte Toiletten, Türklinken, Handtücher, Seifen, Schwimmbäder oder Badewannen übertragen werden können. Es treten jedoch manchmal unerklärbare HPV-bedingte Läsionen auf und man sollte die Möglichkeit einer HPV-Infektion, die nicht auf sexuellem Weg erfolgt ist, nicht ausschließen.
  • HPV-Typen, die Hand- und gemeine Warzen hervorrufen sind nicht für die Bildung von genitalen Warzen verantwortlich. Die seltene Ausnahme sind Warzen im Genitalbereich von Kleinkindern, die durch diese "nicht-genitalen" HPV-Typen hervorgerufen werden. Auch werden genitale HPV-Typen nur selten in Warzen außerhalb der Genitalregion gefunden.


 Kann ich mein Baby infizieren?
  • Es ist bekannt, dass eine Übertragung von HPV 6 oder 11 auf das Baby in Ausnahmefällen während der Geburt erfolgen kann. Die meisten Ärzte sind der Ansicht, dass das Risiko für das Baby an Larynxpapillomen (HPV 6- oder 11- induzierte Warzen im Kehlkopf oder in den oberen Luftwegen) zu erkranken nicht groß genug ist, um einen Kaiserschnitt bei Frauen, die bei der Geburt genitalen Warzen haben, zu gerechtfertigen.
  • Wenn keine Warzen mehr vorhanden sind, insbesondere dann, wenn die betroffenen Frauen in den vorangegangenen 6 Monaten oder länger keine nachweisbaren durch HPV hervorgerufene Läsionen hatten, ist das Risiko einer HPV-Übertragung auf das Baby äußerst gering.

 

 Bin ich nach einer Behandlung noch ansteckend?
  • Dies ist von 2 Faktoren abhängig: wie erfolgreich die Behandlung zur Heilung von HPV-bedingten Erkrankungen ist und wie erfolgreich das körpereigene Immunsystem die noch vorhandenen HPV beseitigt.
  • Einmalige und häufig auch mehrmalige Behandlungen von externen Genitalwarzen führen bei manchen Menschen nicht zur vollständigen Lösung des Problems. Grund hierfür ist, dass die meisten Therapien zwar die HPV-assoziierte Läsionen heilen, aber nicht die HPV in den umgebenden Hautbereichen beseitigen. Neue Läsionen treten so lange auf, bis die restlichen HPV durch das Immunsystem unterdrückt werden.
  • Da niemand mit 100%iger Sicherheit sagen kann, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht, sollte man zu Beginn einer neuen Beziehung immer Kondome verwenden.


 Wie kann ich das Risiko verringern, mich mit HPV anzustecken?
  • Der einzige Weg eine HPV-Infektion vollständig auszuschließen ist Abstinenz.
  • Kondome bieten einen gewissen Schutz vor HPV und einen sehr guten Schutz vor anderen Geschlechtskrankheiten, die durch Körperflüssigkeiten übertragen werden. Bitte benutzen Sie Kondome zu Ihrem Schutz.
  • Eine Anti-HPV-Wirkung von spermiziden Schaumzäpfchen, Gelen und Cremes ist weder bewiesen noch widerlegt worden.


 Infektionsverlauf

Warum verläuft die HPV - Infektion bei manchen Menschen nahezu symptomlos, während bei anderen Warzen und Krebserkrankungen entstehen?

 

  • Diese Frage kann zwar derzeit nicht vollständig beantwortet werden, aber die Wissenschaft macht ständig Fortschritte in Bezug auf die Aufklärung der Mechanismen, wie HPV Warzen und Krebserkrankungen verursacht.
  • HPV infiziert die Haut und Schleimhaut, wenn Zellen aus HPV-assoziierten Läsionen des Partners durch kleine Hautverletzungen, die oftmals während des Geschlechtsverkehrs entstehen, übertreten können. HPV infiziert weder Gewebe, das unter der Haut (Epithel) liegt, noch Blut oder andere Körperflüssigkeiten.
  • Nach durchschnittlich 2 bis 8 Monaten (manchmal jedoch auch erst nach Jahren oder Jahrzehnten) können HPV-infizierte Zellen anfangen, abnormal zu wachsen. Ob und wie sich dies klinisch manifestiert ist abhängig von einer komplexen Wechselwirkung zwischen Virus und Immunsystem.
  • Bei den meisten Menschen wird eine HPV-Infektion durch die körpereigene Abwehr unterdrückt und Läsionen entwickeln sich nicht, oder Läsionen entstehen und werden durch eine Immunantwort unterdrückt, bevor die betroffenen Person die HPV-Infektion bemerkt.
  • Selbst wenn HPV-bedingte Läsionen unbehandelt bleiben verschwinden sie in den meisten Fällen durch die Aktivierung des Immunsystems.
  • Eine sehr langfristige dauerhafte Infektion mit HPV ist zwar nicht die Regel, aber erforderlich für das komplexe Zusammenspiel von HPV, dem Immunsystem des Wirts, verschiedenen Co-Faktoren und möglicherweise spontanen Mutationen der Wirtszelle, die zur Entwicklung von Krebserkrankungen von Gebärmutterhals, Vagina, Vulva oder Penis führen können. Für die meisten Menschen besteht kein großes Risiko an einer dieser Krebsarten zu erkranken, da das Immunsystem in den meisten Fällen HPV über Jahre oder Jahrzehnte unterdrücken und möglicherweise sogar beseitigen kann, bevor durch dieses komplexe Zusammenspiel eine Krebserkrankung entsteht.


 Wie lange werde ich mit HPV infiziert sein?
  • Eine klare Antwort auf diese Frage steht noch aus.
  • Bei den meisten Personen (60-85%), die bei der Durchführung von hochempfindlichen HPV-Tests (Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) und Hybrid Capture II ein positives HPV-Testergebnis haben, fällt das HPV-Testergebnis 8-14 Monate später negativ aus. Dies lässt sich auf eine effektive Antwort des Immunsystems zurückführen.
  • Es ist nicht bekannt ob dies heißt, dass das Virus tatsächlich durch das Immunsystem vollständig beseitigt wird oder ob die Virus-Anzahl (wie bei latenter Infektion) unter der Nachweisgrenze selbst hochempfindlicher Tests liegt.
  • Es ist aber nicht ausschlaggebend ob die HPV-Infektion vollständig beseitigt oder lediglich unterdrückt wird, da die meisten Menschen mit einem funktionierenden Immunsystem auch zukünftig keine HPV-bedingten Läsionen basierend auf dieser HPV-Infektion entwickeln.
  • Nur für wenige Menschen besteht das Risiko, dass zu einem späteren Zeitpunkt erneut Warzen oder anderen HPV-bedingte Läsionen auftreten, gewöhnlich nur dann, wenn das Immunsystem ernsthaft geschädigt ist.



 

 

 






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