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Klinische Immunologie/Rheumatologie

 

PD Dr. med. Jörg Henes (Leitung)

 

Dr. med. Theodoros Xenitidis (stellv. Leiter)

 

Dr. med. Annette Igney-Oertel

 

Dr. med. Gabriele Reiff

 

Therapie und Management der schweren progressiv systemischen Sklerose

Die Systemische Sklerose (SSc) gehört zu den Kollagenosen (Autoimune Bindegewebserkrankungen). Eine Heilung dieser schweren Erkrankung ist bis heute nicht möglich.

Wir sind ein aktives Zentrum des Europäischen (EUSTAR) und Deutschen (DNSS) Netzwerkes Sklerodermie. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung werden in diesen Registern Daten zu Krankheitsmanifestationen und Therapie von Patienten, welche mit der Erfassung einverstanden sind, zentral gesammelt und ausgewertet.

 

Des Weiteren bieten wir Therapiestudien mit neuen Stubstanzen bei der Systemklerose.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an unsere Studienzentrale.

 

Ein Schwerpunkt der Forschung ist die Behandlung der SSc mittels autologer Stammzelltransplantation. Hier konnten in den letzten jahren erhebliche Fortschritte in der Behandlung schwerer, lebensbedrohlicher Formen dieser Erkrankung erzielt werden. Wir führen selber diese Therapie in Tübingen seit 1997 durch.

 

Unsere Studie zur  weiteren Verbesserung des langzeitüberlebens mit autologer Stammzelltransplantation bei SSc rekrutiert seit Herbst 2012

(AST MOMA; ClinicalTrial.gov NCT01895244).

 

Fertilität / Fertilitätserhalt bei Rheumatologischen Erkrankungen (insbes. SLE)

Im Zentrum unserer klinischen Forschung stehen junge Patientinnen mit hormonellen Störungen bei rheumatischen Erkrankungen, die wir gemeinsam mit der Universitätsfrauenklinik, insbesondere der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin unter der Leitung von Frau OÄ Dr. Henes umfassend medizinisch betreuen. Dabei suchen wir insbesondere nach Zusammenhängen zwischen Veränderungen der Geschlechtshormone und rheumatologischen Erkrankungen, vor allem aus der Gruppe der Kollagenosen (SLE, SS, Sjögren-S). Spezielle Fragestellungen sind hierbei:

  • In wie weit nehmen (die) Erkrankungen aus dem rheumatologischen Formenkreis Einfluss auf die Fruchtbarkeit?
  • Haben Frauen mit einer vorzeitigen Eierstockunterfunktion (primary ovarian failure, POF) häufiger Autoimmunerkrankungen? (Hierzu werden alle Patientinnen mit POF eingeladen sich einmal rheumatologisch abklären zu lassen.)
  • Führt eine Erkrankung des rheumatologischen Formenkreises zu einem vorzeitigen Eintritt der Menopause?
  • Welche fertilitätserhaltenden Therapieoptionen können wir Frauen mit Kinderwunsch bei Kollagenosen anbieten, bei denen eine Cyclophosphamid-Therapie oder eine autologen Stammzelltransplantation indiziert ist?

Wir sind hierbei Teil des Netzwerkes FertiPROTEKT, einem Zusammenschluss von Gynäkologen und anderen beteiligten Disziplinen, welche sich zum Ziel gesetzt haben den Ovarschutz bei Chemotherapien weiter zu optimieren.

 

Schwangerschaftsplanung / Risikoschwangerenbetreuung in der Rheumatologie

Mit der Verfügbarkeit effektiver Therapieschemata erlangt auch das Thema "Kinderwunsch" eine immer größere Bedeutung für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen aus dem rheumatologischen Formenkreis. Daher stellt die Beratung dieser Patientinnen und deren Partner einen weiteren Schwerpunkt unserer klinischen Tätigkeit dar.

 

In Kooperation mit der Universitätsfrauenklinik beraten wir frühzeitig Patientinnen mit Kinderwunsch, um bereits vor der Empfängnis möglichst optimale Bedingungen zu schaffen. Dies umfasst neben der möglicherweise notwendigen Umstellung der medikamentösen Therapie und der sorgfältigen Wahl des am besten geeigneten Schwangerschaftszeitpunktes auch die Überwachung von Mutter und Kind während der Schwangerschaft und Evaluation des Verlaufes im Rahmen unseres Rheuma Risikoschwangeren Registers. Patientinnen, die an einer Kollagenose oder Vaskulitis erkrankt sind, werden im Falle einer Schwangerschaft von uns monatlich umfassend internistisch sowie ab der 12. SSW auch durch unsere gynäkologischen Kollegen untersucht. Sollten bestimmte Autoantikörper nachweisbar sein (SSA/Ro-, SSB/La-AK) bieten wir zudem eine intrauterine Untersuchung des kindlichen Herzens im Rahmen einer Magnetkardiographie-Studie an.

 

M. Behcet

Ein weiterer Schwerpunkt unsere Abteilung ist der M. Behcet.

Zuständiger Oberarzt ist hier OA Dr. Th. Xenitidis. Wir versuchen für unsere Patienten immer neue Therapiestudien/-Optionen anbieten zu können. Des Weiteren untersuchen wir den Einfluss dieser Erkrankung auf verschiedene Lebensqualitätseinflüsse.

 

Diagnostik und Therapie von Großgefäßvaskulitiden (Riesenzell-/Takayasu Arteritis)

In Zusammenarbeit mit den Kollegen der Radiologie und der Nuklearmedizin beschäftigen wir uns mit dem Stellenwert der Bildgebung, vor allem der PET/CT und PET/MRT Diagnostik sowie Dopplersonographie bei der Evaluation des Therapieansprechens bei Großgefäßvaskulitiden.

 

Auto-Inflammatorische Erkrankungen

Ein relativ neuer Bestandteil der Rheumatologischen Erkrankungen sind die sogenannten Autoinflammatorischen Erkrankungen.

Hier untersuchen wir neue Zytokinmuster und neue therapeutische Ansätze.

Zuständige Ärztin ist Frau Dr. med. Igney-Oertel.

 

Früh Arthritis/Spondyloarthritis

Die Medizinsche Klinik, Abt. II möchte eine verbesserte Versorgung von Patienten mit frühen Arthritiden und Spondyloarthritiden erreichen und bietet daher im Rahmen der Hochschulambulanz eine Sprechstunde in der rheumatologisch-immunologischen Ambulanz an.

Patienten erhalten hier einen Termin, deren behandelnder Arzt den "Früh-Arthritis/Spondyloarthritis Sprechstunden Bogen" an uns gefaxt hat und welche die definierten Zuweisungskriterien (welche auf dem Einweisungsbogen vermerkt sind) erfüllen.

 

 

Letzte Änderung: 04.11.2015






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