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Tones-Studie

Kognitive Verhaltenstherapie bei Negativsymptomatik schizophrener Störungen

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Zentrales Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob Kognitive Verhaltenstherapie eine Reduktion der Negativ-Symptomatik bei schizophrenen Störungen bewirkt. Das Studiendesign ist multizentrisch (Universitätskliniken Tübingen, Frankfurt und Düsseldorf), prospektiv, einfach-blind, randomisiert und kontrolliert. Die klinische Studie vergleicht Kognitive Verhaltenstherapie (Experimentalbedingung) und Kognitive Remediation (Kontrollbedingung) auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Negativ-Symptomatik der Schizophrenie.
 

 

Förderung

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Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Förderprogramms "Klinische Studien" gefördert (Förderkennzeichen: KL 1179/3-1). Mit diesem Programm sollen methodisch anspruchsvolle, wissenschaftsinitiierte, randomisierte klinische Studien gefördert werden. Die Studie wurde in der ersten Runde des Förderprogramms unter mehr als 400 Anträgen als eine von 13 Studien ausgewählt.
 

 

Kognitive Verhaltenstherapie

In der kognitiven Verhaltenstherapie werden Beschwerden wie Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, emotionaler Rückzug, Gefühlsleere und Reduktion der sprachlichen Äußerungen (=Minussymptomatik) therapeutisch bearbeitet. Die Therapie besteht aus drei Schritten:

 

1. Der Patient und der Therapeut besprechen die momentan bestehenden Probleme, setzen sie in Zusammenhang mit der Erkrankung und der individuellen Geschichte. Der Patient wird dabei über grundlegende biologische und psychologische Mechanismen der Erkrankung informiert. Am Ende des ersten Blocks sollte der Patient für sich geklärt haben wie er stressauslösende Situationen vorhersehen kann, wie er psychotische Krise vorhersehen kann und wie er auf sie reagieren will. Parallel zur Einzeltherapie mit dem Patienten werden die Angehörigen zu einer Gruppe eingeladen, die ähnliche Inhalte bietet.

2. Patient und Therapeut suchen gemeinsam aus den obengenannten Bereichen der sogenannten Minussymptomatik zwei Bereiche aus. Gemeinsam wird nach Erklärungen für die Beschwerden gesucht und erarbeitet, wie die Therapie helfen kann, den eigenen Zielen näher zu kommen.

3. Individuell abgestimmt auf den jeweiligen Patienten werden die entsprechenden Bereiche mit Techniken der kognitiven Therapie (z.B: Arbeit an Gedanken) und mit Mitteln der Verhaltenstherapie (z.B. Rollenspiele) angegangen.

 

Kognitive Remediation

Die Funktionsbereiche Konzentration und Aufmerksamkeit, Gedächtnis und des Planens und komplexen Problemlösens sind Gegenstand des vorliegenden rehabilitativen Trainingsprogramms. Im hier vorliegenden Programm werden die neuropsychologischen Rehabilitationsprinzipien der Restitution und Kompensation in der Weise verfolgt, dass das Trainieren, im Sinne von wiederholtem Üben, der kognitiven Funktionen (Restitution) kombiniert mit Methoden zum Etablieren von Umwegstrategien (Kompensation) eingesetzt wird. Die Strategien sollen bei der Bearbeitung der Aufgaben am Computer umgesetzt und geübt werden. Der Einsatz von Computeraufgaben, die einen gewissen spielerischen Charakter aufweisen, soll die Motivation der Patienten erhöhen, durch das direkte Feedback wird das Erleben von Erfolg vermittelt.

 

Insbesondere durch spezifische Arbeitsblätter und durch die Konzeption der Hausaufgaben soll Alltagsrelevanz geschaffen und ein Transfer der Trainingsinhalte in den Alltag angeregt werden. Es ist intendiert, dass die Teilnehmer ein Problembewusstsein für ihre spezifischen, persönlichen kognitiven Defizite und deren Auswirkungen im Alltag entwickeln. Der Therapeut erarbeitet mit dem Patienten sowohl Möglichkeiten, wie der Patient auch in seinem Alltag schwache Funktionen trainieren kann, als auch wie er spezifische Strategien bei kognitiven Defiziten im Alltag einsetzt und letztlich auch, wie Hilfsmittel und kompensatorische Techniken bei der Bewältigung der spezifischen Schwierigkeiten eingesetzt werden können.

 

Hintergrund

Die Negativ-Symptomatik (Affektverflachung, Antriebsstörungen, sozialer Rückzug, Verarmung der Sprache) stellt ein ernstes und bislang noch nicht gelöstes Problem in der Behandlung schizophrener Psychosen dar. Die Behandlungsleitlinien (z.B. American Psychiatric Association) konstatieren, dass es bislang keine nachgewiesenermaßen wirksamen Behandlungen für die primäre Negativ-Symptomatik gibt. Diese Feststellung bezieht sich dabei sowohl auf pharmakologische als auch auf psychotherapeutische Interventionen. Es ist aber gerade die Negativ-Symptomatik, welche häufig institutionelle Langzeitbehandlungen erforderlich macht und damit auch enorme Kosten für das Gesundheitssystem nach sich zieht. Vor diesem Hintergrund wird ersichtlich, welche Bedeutung die Erforschung von Behandlungen hat, die potenziell zu einer Reduktion der Negativ-Symptomatik führen. Die Reduktion von Negativ-Symptomatik kann dazu beitragen, Patienten und ihre Angehörigen zumindest von einem Teil der Last zu befreien, welche schizophrene Psychosen mit sich bringen. Auch eine bessere soziale Integration der Patienten und eine finanzielle Entlastung des Gesundheitssystems könnten die Folge sein. In der Literatur werden z.T. beträchtliche Effektgrößen für die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) bei der Reduktion von Negativ-Symptomatik berichtet. Diese Berichte beziehen sich allerdings nur auf drei Studien zur KVT, welche die Negativ-Symptomatik als Nebenzielkriterium untersuchten. Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass die aktuelle Befundlage charakterisiert wird durch einen Mangel an wirksamen Behandlungsstrategien für die Negativ-Symptomatik. Diese Situation stellt die Begründung für die Durchführung der hier dargestellten klinischen Studie dar.

 

 

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