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Allgemeine Informationen zuden am häufigsten konsumierten illegalen Drogen.

 

 

Ecstasy
Synonyme E, X, XTC, Adam, Love Drug
Wirkstoff MDMA (Methylen-Dioxy-N-Metalamphetamin)
Substanz Entdeckung des Wirkstoffes um 1910; Verwendung der Substanz erst in den 60er Jahren - in der Psychotherapie; Seit den 80er Jahren illegalisiert; Verwendung vor allem in der Acid- und Tekno-Szene weit verbreitet.
Anwendungsweise Tabletten, Kapseln
Wirkung Nach ungefähr 45 Minuten leichte Wahrnehmungsänderung; Sinneseindrücke werden ästhetisch und lustvoll erlebt. Egoismus und Feindseeligkeit rücken in den Hintergrund. Die weitere Wirkung wird entweder als stimulierend, ekstatisch und lebensbejahend (z.B. Tanzen) beschrieben oder als beruhigend beglückend und dabei behilflich, schmerzhafte Erinnerungen distanziert zu betrachten.
Körperliche Wirkung Kiefersperre, Pupillenerweiterung, Erhöhung der Pulsfrequenz und des Blutdrucks; Verringerung der sexuellen Leistungsfähigkeit; gelegentliche Muskelkrämpfe; Nystagmus; Übelkeit; selten Fieber.
Drogen-Screening 3-4 Tage nach dem Konsum in Urin nachzuweisen

 

 

Engelstrompeten
Synonyme Baumdatura
Wirkstoff Skopolamin und Hyoscyamin
Substanz Ursprünglich in den Tropen beheimatet; Bei uns kann sie wegen der Frostempfindlichkeit nur als Kübel- oder Wintergartengewächs gehalten werden. Der indigenen Bevölkerung Südamerikas ist die Pflanze heilig und wird für rituelle Handlungen genutzt.
Anwendungsweise Meist werden die getrockneten Blätter als Tee zubereitet. Getrocknete Blätter können auch geraucht werden.
Wirkung Geraucht ähnelt der Rausch in Dauer und Intensität oft dem des Cannabis. Bei oralem Konsum Wirkungseintritt nach ½ Stunde; Fiebertraumähnliche Visionen und Illusionen. Benutzer kann meist nicht mehr zwischen Rausch und Realität unterscheiden. Die häufigsten erschreckenden, halluzinatorischen Erlebnisse könnenzwischen 3 Stunden und 2 Tagen andauern. Es kann zu gewalttätigen, körperlich stark agierenden Verhaltensweisen kommen. Nach dieser Erregungsphase kommt es häufig zu Dämmerschlaf.
Körperliche Wirkung Extreme Pupillenerweiterung; Schluckbeschwerden und Trockenheit der Schleimhäute; Heiße und trockene Haut; heisere raue Sprache; Harnverhalt; Tachykardie; Herzrhythmusstörungen; Kammerflimmern; Mehrere Todesfälle in Europa und Amerika durch den Konsum von Engelstrompeten bekannt.
Drogen-Screening Nicht möglich

 

 

Fliegenpilz
Synonyme keine
Wirkstoff 4-Methyl-Aminorex
Substanz Wirkstoffe sind Ibotensäure und Muscimol; Juli bis November zeigt sich der Pilz in der Nähe von Birken und Fichten.
Anwendungsweise Frisch oder getrocknet oraler Konsum; getrocknet kann der Fliegenpilz auch geraucht werden.
Wirkung ½ bis 1 Stunde nach oralem Konsum Beginn des Rausches; akustische und optische Wahrnehmung verstärkt, evtl. verzeert; nach ungefähr 3 Stunden erreicht der Rausch seinen Höhepunkt; Meist starke Müdigkeit, Dämmerschlaf mit lebhaften Träumen; Phasen von starker Erregung können auftreten. Gedächtnislücken an Rauscherleben möglich.
Körperliche Wirkung Häufig erbrechen; Gangunsicherheit; Muskellähmungen.
Drogen-Screening Nicht möglich

 

 

GHB
Synonyme Liquid Ecstasy, Gamma; flüssiges Ecstasy
Wirkstoff Gamma-Hydroxybutyrat
Substanz Gamma-Hydroxybutyrat. Bis in die 80er Jahre als Antidepressivum verwendet; seit den 90er Jahren ist der Verkauf illegal.
Anwendungsweise Als flüssige Lösung oral eingenommen; Tabletten und Kapseln möglich, aber eher unüblich.
Wirkung Euphorisierend; Sinneseindrücke werden verstärkt; erhöhtes Kontaktbedürfnis.
Körperliche Wirkung Motorische Koordination beeinträchtigt; teilweise lebensgefährliche Nebenwirkungen in der Wechselwirkung mit Alkhohol; Gedächtnisstörungen; evt. zerebrale Krampfanfälle.
Drogen-Screening Nicht möglich

 

 

Heroin
Synonyme Gift,  H (engl.: "aitsch"), Stoff, Teer, Hong-Kong-Rocks
Wirkstoff Heroin (Diacetylmorphin)
Substanz Um 1900 Entdeckung des Wirkstoffes; Anwendung als Schmerzmittel; 1920 Erkennung des Suchtpotentials und Verdrängung aus der medizinischen Anwendung. Starker Gebrauch unter den Soldaten des Vietnamkrieges. Seit den 80er Jahren neue Popularitätswelle.
Anwendungsweise Zu 80% wird Heroin geschnupft; Täglicher intravenöser Konsum nur von geringen Teil der Nutzer. Wird Heroin geraucht, geschieht das meist durch Erhitzen von Heroin auf einem Aluminiumblatt. Die Dämpfe werden dann über Röhrchen inhaliert.
Wirkung Rausch von persönlichen Bedürfnissen geprägt; Heroin kann beruhigend, inspirierend, harmonisierend und stimulierend erlebt werden; keine Halluzinationen; Tagträumerisches Versinken.
Körperliche Wirkung Übelkeit; Mundtrockenheit; Blutdruck- und Herzfrequenzabfall; schwallartiges Erbrechen; Verlangsamung des Stoffwechsels; Obstipation; Pupillenverengung bis auf Stecknadelkopfgröße; bei intravenösen Konsum unter aseptischen Bedingungen sind bakterielle und virale Infektionen häufig; starke Toleranzentwicklung.
Überdosierung Bewusstlosigkeit bis Koma; Atemdepression; Minderung der Pumpleistung des Herzens; Tod durch O2-Mangel.
Entzugssyndrom

Unwohlsein; Unruhe; Reizbarkeit; Schwächegefühl; körperliche Entzugssymptome (Muskelschmerzen, Tränenfluss, Schnupfen, Niesen, Gänsehaut, Fieber, Schlafstörungen).

Der körperliche Entzug beginnt nach sechs bis acht Stunden nach letzter Opiat-Einnahme; Höhepunkt der Symptomatik am zweiten bis dritten Tag; Abklingen des Syndroms nach sieben bis zehn Tagen; Es bleibt jedoch monatelang / teilweise jahrelang ein starkes Verlangen Heroin zu konsumieren. (Suchtdruck)

Drogen-Screening Nachweis im Urin zwei bis vier Tage nach dem letzten Konsum

 

 

Kokain
Synonyme Koks; (Anden-)Schnee; Puder; Coke
Wirkstoff Kokain (Methyl-Benzoyl-Ecgonine)
Substanz Wird aus den Blättern des Cocastrauches gewonnen; Anbau auf dem süd- und mittelamerikanischen Kontinent als Kulturpflanze seit ungefähr 2500 v. Chr.; Mitte des 18. Jahrhundert Isolierung des Alkaloids Kokain; Nutzung als Lokalanästhetikum und später als Psychopharmaka (Psychoanalyse/Sigmund Freud).
Anwendungsweise Nasal, geschnupft; intravenöse und subkutane Injektion auch möglich.
Wirkung Gehobene Stimmung; Gesteigerter Antrieb; Beschleunigtes Denken; Soziale Enthemmung. Der abklingende Kokainrausch ist durch Müdigkeit, Erschöpfung und depressive Verstimung gekennzeichnet.
Körperliche Wirkung Erhöhte Atemfrequenz; Pupillenerweiterung; lokalanästhesierende Wirkung.
Drogen-Screening 2-4 Tage nach dem Konsum nachweisbar

 

 

LSD
Synonyme Acis; Trips; Pappen; Blotters; Blots
Wirkstoff SD (Lysergsäure-Diäthylamid)
Substanz 1940 wurde LSD von der Firma Sandoz entwickelt. Zuerst als Herz- und Kreislauf anregendes Mittel getestet, entdeckte man rasch die psychoaktive Wirkung. Anfangs versuchte man die psychotrope Wirkung des LSD in der Psychotherapie einzusetzen. Wegen fraglichem therapeutischem Nutzen wurde LSD Ende der 60er Jahre vom Markt genommen. Seit den 60er Jahren hat sich der Konsum von LSD als "bewusstseinserweiternde" Droge in subkulturelle Szenen verlagert.
Anwendungsweise Oral; Wirkstoff auf Löschpapier aufgetragen oder als Tablette
Wirkung Farben und Formen werden schärfer und eigenartiger empfunden; ausgeprägte Euphorie; visuelle Pseudohalluzinationen; Aufhebung des Raum- und Zeitgefühls. Der LSD Rausch wird als bedeutungsvoll oder religiös erlebt; Empfindung von Synesthesien (Farben werden gehört,visuelle Reize gespürt).
Körperliche Wirkung Kältegefühl; leichte Temperaturerhöhung; Pupillenerweiterung; Anstieg von Pulsfrequenz und Blutdruck.
Drogen-Screening 1-4 Tage im Urin nachweisbar

 

 

Psylocybin
Synonyme Magic Mushrooms; Pilze, Psilos
Wirkstoff Psylocybin, Psylocin
Substanz Psylocybin und Psylocin sind psychoaktive Wirkstoffe, die in einigen Pilzgattungen vorkommen. Funde aus Afrika, Südamerika und Europa weisen darauf hin, dass diese Pilze bereits vor über 2000 Jahren zu spirituellen Zwecken konsumiert wurden. Der hier am häufigsten vorkommende Pilz dieser Gattung ist der "spitzkeglige Kahlkopf".
Anwendungsweise Oral in Form getrockneter Pflanzen.
Wirkung Wirkungseintritt nach 30 bis 60 Minuten. Traumhafter Zustand, der meist als angenehm und euphorisierend erlebt wird. Verzerrte und verstärkte Sinneswahrnehmung; akustische Halluzinationen.
Körperliche Wirkung Zu Beginn Müdigkeit; Übelkeit; Kältegefühl; Mundtrockenheit. Später: Gefühl körperlichen Wohlbefindens und Vitalität.
Drogen-Screening 1-3 Tage im Urin nachweisbar

 

 

Cannabis
Synonyme Dope, Gras, Shit, Kiff, Hanf, Marihuana
Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol)
Substanz Seit mindestens 7000 Jahre v.Chr. ist die Verwendung von Cannabis als Heilpflanze bekannt. Im 18. Jahrhundert Konsum als Genussmittel in adeligen Kreisen. Gleichzeitig weitverbreitete Nutzung zur Herstellung von Textilien und Seilen. Um 1930 breitete sich der Konsum vor allem in Amerika stark aus. Es folgten massive Anti-Cannabis-Kampagnen zahlreicher Regierungen weltweit. Seit den 60er Jahren weltweite Verbreitung des Cannabiskonsums in subkulturellen Bewegungen.
Anwendungsweise Cannabis wird fast ausschließlich geraucht; Selten als Gebäck gegessen.
Wirkung Euphorische Stimmungsänderungen. Leichte Wahrnehmungsveränderungen. Erhöhte akustische und visuelle Sensibilität; logisches Denken ist beeinträchtigt; Zeit erleben verändert sich. Vereinzelt wahnhafte Vorstellungen; gelegentliche Auslösung von Psychosen.
Körperliche Wirkung Augenrötung; Erhöhung der Pulsfrequenz; Mundtrockenheit; gesteigertes Hungergefühl; Müdigkeit.
Drogen-Screening Bis zu 12 Tage im Urin, in Haaranalysen Monate bis Jahre

 

 

Amphetamine
Synonyme Speed, Pep, Amph, Crystal
Wirkstoff Amphetamin, Dextroamphetamin und Metaamphetamin (Sammelbegriff: Amphetamine)
Substanz Um 1930 als Schnupfenmittel auf den Markt gebracht. Entdeckung der stimulierenden Eigenschaften; Nutzung im 2. Weltkrieg durch Soldaten aus USA, Japan und Deutschland. In den 50er und 60er Jahren weite Anwendung in der Medizin (vor allem zur Behandlung von Leistungsschwäche) mit hohem Anteil an missbräuchlichen Verschreibungen. Heute keine medizinische Indikation mehr. Illegaler Gebrauch und Handel seit den 70er Jahren in verschiedenen Subkulturen.
Anwendungsweise Intranasal und oral häufig; selten geraucht oder intravenöser Konsum
Wirkung Stimulierende aufputschende Wirkung; Steigerung der intellektuellen und körperlichen Leistungsfähigkeit. Nach einigen Stunden lässt aufpuschende Wirkung nach. Es folgt eine Phase von Erschöpfung und Müdigkeit, wobei schlafen erschwert bis unmöglich ist.
Körperliche Wirkung Erhöhter Energieumsatz; Mundtrockenheit; verminderte Alkoholempfindlichkeit; Bewegungsunruhe; Leicht erweiterte Pupillen. Bei chronischem Gebrauch massiver Gewichtsverlust.
Drogen-Screening Nachweis zwei bis drei Tage über Urin möglich

 

Quelle: Parnefjord, Ralph: Das Drogentaschenbuch. 2 Aufl. Stuttgart: Thieme, 2000

 
 
 

 

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