Hier beginnt der Kopfbereich - Meta-Navigation und Logos

Link zur UKT HomepageLogo EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN
 
Kein Link zur Sprachversion EN EN


Hier beginnt die Unternavigation für den Bereich


Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:


Hier beginnt der Inhaltsbereich
Herzlich willkommen im Portal für unsere Kollegen und Partner in der Medizin!
Visual Content 1
Visual Content 2

Medikamente

 

Quicklinks zum Thema
Diagnose Epidemiologie Krankenhaus und Medikamentenabhängigkeit
Kurzintervention Medikamentengruppen  Präparate
Konsiliardienst
 

 

Epidemiologie

medikamente_90x90

Auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien wird die Zahl der manifest von Medikamenten abhängigen Menschen in Deutschland auf ca. 1,4 - 1,9 Millionen geschätzt. In etwa 80 % der Fälle handelt es sich dabei um eine Abhängigkeit von Benzodiazepinen. Darüber hinaus ist eine vergleichbar große Anzahl von Menschen als mittel- bis hochgradig gefährdet, eine Medikamentenabhängigkeit zu entwickeln.
 

 

Bei einer Repräsentativerhebung in der erwachsenen deutschen Bevölkerung zeigten sich bei 4,3 % der Befragten Hinweise auf einen problematischen oder bereits abhängigen Medikamentengebrauch. Dabei lag der Prozentsatz der gefährdeten oder abhängigen Frauen deutlich über dem der Männer (5,5 % vs. 3,2 %). 16,8 % der erwachsenen Bevölkerung gaben in derselben Befragung an, mindestens einmal pro Woche ein psychotrop wirkendes Medikament einzunehmen. Der problematische Gebrauch von Medikamenten steigt - statistisch gesehen - mit dem Alter kontinuierlich an, daher ist in der Gruppe der über 60-Jährigen mit einem noch höheren Anteil an Medikamentenabhängigen zu rechnen. (Quelle: Bundesärztekammer, 2007)

 

In Deutschland sind zurzeit rund 50 000 verschiedene Arzneimittel im Handel. Von allen verordneten Arzneimitteln besitzen etwa 5-6% ein eigenes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial. Bei sachgerechter Verordnung und Anwendung wird das Risiko eines Missbrauchs oder einer Abhängigkeitsentwicklung als gering angesehen. Geschätzte 30-35% der Medikamente mit Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial werden aber nicht wegen akuter medizinischer Probleme, sondern langfristig zur Suchterhaltung und Vermeidung von Entzugserscheinungen verordnet.

 

 
Wichtige Medikamentengruppen

Die hinsichtlich ihrer Verbreitung wichtigsten Medikamente mit hohem Abhängigkeitspotential gehören zu der Gruppe der Hypnotika/Sedativa, sowie zu der Gruppe der Analgetika. Benzodiazepine bilden den größten Anteil der in Deutschland verschriebenen Medikamente aus der Gruppe der Hypnotika/Sedativa.

 

Das Allgemeinkrankenhaus stellt einen Ort dar, der aus unterschiedlichen Gründen hervorragende Bedingungen für die Einleitung von Interventionen bei Medikamentenabhängigen bietet. Bei einem Teil der Betroffenen treten erstmals während der Krankenhausaufnahme Entzugserscheinungen auf. Der stationäre Aufenthalt stellt einen vulnerablen oder "Teachable Moment" dar, was bedeutet, dass die Betroffenen besonders empfänglich für Hilfeangebote sind und die Änderungsbereitschaft erhöht ist.

 

 
Krankenhaus und Medikamentenabhängigkeit

Das Allgemeinkrankenhaus stellt einen Ort dar, der aus unterschiedlichen Gründen hervorragende Bedingungen für die Einleitung von Interventionen bei Medikamentenabhängigen bietet. Bei einem Teil der Betroffenen treten erstmals während der Krankenhausaufnahme Entzugserscheinungen auf. Der stationäre Aufenthalt stellt einen vulnerablen oder "Teachable Moment" dar, was bedeutet, dass die Betroffenen besonders empfänglich für Hilfeangebote sind und die Änderungsbereitschaft erhöht ist.

 

 
Gängige Präparate

Alprazolam (Tafil®) Bromazepam (Lexotanil®) Brotizolam (Lendormin®) Chlordiazepoxid (Librium®) Clobazam (Frisium®) Clonazepam (Rivotril®) Clotiazepam (Trecalmo®) Diazepam (Faustan,Valium®) Dikaliumclorazepat (Tranxilium®) Flunitrazepam (Rohypnol®) Flurazepam (Dalmadorm®) Halazepam (in Deutschland nicht auf dem Markt) Ketazolam (Contamex®) Loprazolam (Sonin®) Lorazepam (Tavor®) Lormetazepam (Noctamid®) Medazepam (Rudotel®, früher Nobrium®) Metaclazepam (Talis®) Midazolam (Dormicum®) Nitrazepam (Mogadan, Radedorm®) Nordazepam (Tranxilium N®) Oxazepam (Adumbran®) Oxazolam (Tranquit®) Prazepam (Demetrin®) Temazepam (Planum®, Remestan®) Tetrazepam (Musaril®) Triazolam (Halcion®).

 

Zurück zur Übersicht

 






Hier beginnt die Marginalspalte Suche und verschieden Module
Schnelleinstieg



Siehe auch
Weiterführende Links


Hier beginnt die Fusszeile - Impressum und Datenschutz
Cookie Einstellungen
Bitte treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren.
Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter HILFE.
 
Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.

Cookies zulassen:
Wir setzen Analysetools (Google Analytics, Matomo) ein, um Besucher-Informationen wie z.B. Browser, Land, oder die Dauer, wie lange ein Benutzer auf unserer Seite verweilt, zu messen. Ihre IP-Adresse wird anonymisiert übertragen, die Verbindung zu Google ist verschlüsselt.

Nur notwendige Cookies zulassen:
Wir verzichten auf den Einsatz von Analysetools. Es werden jedoch technisch notwendige Cookies, die eine reibungslose Navigation und Nutzung der Webseite ermöglichen, gesetzt (beispielsweise den Zugang zum zugangsbeschränkten Bereich erlauben).

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit auf der Seite Datenschutzerklärung ändern. Zum Impressum.

Zurück

Cookies zulassen Nur notwendige Cookies zulassen