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Allogene Stammzelltransplantation

Bei der allogenen Stammzelltransplantation werden einem anderen Menschen Stammzellen entnommen und auf den Empfänger übertragen. Dabei müssen bestimmte Gewebemerkmale bei Spender und Empfänger gleich sein. Diese Merkmale sind in den Erbanlagen (in den Genen) festgelegt und können im Labor identifiziert werden.

Die für eine Stammzelltransplantation wichtigen Gewebemerkmale gehören zu dem HLA-System (Human Leukocyte Antigen-System). Dieses System gehört zum Überwachungssystem des Körpers und unterscheidet, welche Gewebe körpereigen sind und welche nicht. Dieses Überwachungssystem ist sehr wichtig zur Krankheitserkennung. Es verhindert aber auch, dass fremde Erbinformationen z.B. durch Viren in die Zellen des Körpers eingeschleust werden. Das wesentliche Funktionsprinzip dieses Systems ist es, fremde Gewebsbestandteile (so genannte Antigene) zu erkennen, um dann geeignete Abwehrmaßnahmen einzuleiten.

Prinzipiell ist dieses Überwachungssystem für eine Transplantation nicht günstig. Um trotzdem eine Organ- oder Stammzelltransplantation durchführen zu können, muss das HLA-System identifiziert werden. Gleichen sich die Merkmale des HLA-Systems, spricht man von einer HLA-identischen Transplantation. Gibt es Abweichungen, so spricht man von einem Mismatch.

Als Spender für diese Art der Transplantation kommen HLA-identische Geschwister oder HLA-identische Fremdspender in Frage. Fremdspender können z.B. über die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gefunden werden.