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Nabelbruch

Was ist ein Nabelbruch?

Ein Nabelbruch ist eine angeborene Lücke des Bindegewebes bei unvollständigen Verschluss im Bereich der Durchtrittstelle der Nabelschnur durch die Bauchdecke. Nabelbrüche kommen in einer Häufigkeit von ca. 3% vor und bei 75% der Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.500g. Eine spontane Rückbildung bis zum 5. Lebensjahr ist sehr wahrscheinlich.

Wie entsteht ein Nabelbruch?

Während der Schwangerschaft muss an der Stelle des Nabels eine Lücke in der Bauchwand bestehen, durch die die Blutgefäße und andere Strukturen hindurchtreten können, über die das Kind mit dem Mutterkuchen verbunden ist. Diese Öffnung verkleinert und verschließt sich nach der Geburt spontan. Bleibt diese Rückbildung unvollständig, können darunterliegende Darmschlingen in die bestehende Öffnung gedrückt werden, wölben sich druch die Haut nach außen und unterliegen einer Einklemmgefahr.

Wie behandelt man einen Nabelbruch?

Bis zum 5. Lebensjahr besteht in der Regel keine Notwendigkeit zur operativen Versorgung des Bruches. Bleibt die Rückbildung bis zur Einschulung aus, empfehlen wir den operativen Nabelbruchverschluß. Diese Operation kann ambulant durchgeführt werden.

Wann handelt es sich um einen Notfall?

Bemerken Sie bei Ihrem Kind, dass sich der Inhalt des Bruches nicht mehr zurückschieben lässt und ihr Kind krampfartige Schmerzen, eventuell verbunden mit Übelkeit und Erbrechen hat, sollten Sie sofort die kinderchirurgische Ambulanz aufsuchen. Eine Einklemmung von Darmschlingen in der Bruchlücke stellt eine Notfallsituation dar, die einer sofortigen Operation bedarf.

Im Akutfall melden Sie sich bitte in unserer Kinderchirurgischen Notaufnahme.