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SILS (Single Incision Laparoscopic Surgery)

Minimal invasive Operationen nur über den Bauchnabel

Neue Konzepte für die minimal invasive Chirurgie, wie "NOTES" (Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery), SILS (Single Incision Laparoscopic Surgery)und SPA (Single Port Access) haben das Gebiet der Kinderchirurgie bisher noch nicht wirklich erreicht. Jedoch gewinnt die zunehmende Minimalisierung operativer Zugangswege nach der Etablierung der Laparoskopie und der Thorakoskopie besonders im Kindesalter an Bedeutung. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass sog. „Single Incision“ -Eingriffe Vorteile bieten. Hierbei wird über nur noch einen kleinen schnitt am Nabel laparoskopische operiert.

SILS-Technik Nabel nach der Operation

Die Vorteile umfassen den reduzierten postoperativen Wundschmerz, eine raschere Rekonvaleszenz, und ein schöneres kosmetisches Ergebnis. Das Ziel eines narbenlosen operativen Eingriffs rückt mit der zunehmenden Etablierung von Operationen über nur einen Trokarzugang auch im Kindesalter näher. Alle oben erwähnten Zugangstechniken bieten aber auch Nachteile. Diese finden sich, technisch bedingt, in einem limitierten Bewegungsspielraum der Instrumente im Körper, der Schwierigkeit eine sog. Triangulation, also das Gegenüber-Positionieren der Instrumente zu bewerkstelligen, sowie in der bisher unzureichenden Verfügbarkeit (mehrfach) verwendbarer Trokarssysteme und Operationsinstrumente. Es erscheint von klinischer Relevanz, die mögliche Innovation in der minimal invasiven Chirurgie im Kindesalter unter klinischen Gesichtspunkten zu untersuchen. Darin liegt das Anliegen einer nun in der Abteilung Kinderchirurgie initiierten Studie, die klären soll, ob und bei welchen Patienten „SILS“ technisch durchführbar ist und Vorteile bietet. Hierfür wurde ein Votum der Ethikkommission eingeholt. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden bereits einige Eingriffe als „SILS“-Operationen erfolgreich durchgeführt, wie Appendektomien und Nephrektomien. Die bei der Operation gewonnenen Erkenntnisse und Daten werden streng vertraulich behandelt und die Teilnahme an der Studie ist freiwillig, die Patienten bzw. die Eltern haben jederzeit die freie Entscheidung bei der Wahl des operativen Zugangsweges.