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Notfall Kinderintensivtransport
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Abteilungen

Neugeborenenchirurgie

Die Grundprinzipien der Chirurgie beim Neugeborenen wurden bereits im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts entwickelt. Die Operations- und Narkoseverfahren werden allerdings ständig weiterentwickelt, um Früh- und Neugeborene möglichst schonend zu operieren. Zusammen mit Fortschritten in der Geburtshilfe und der neonatalen Intensivmedizin in den letzten Jahrzehnten hat dies zu einer starken Verbesserung der Überlebenschance von kranken Neu- und Frühgeborenen geführt, so dass wir heute auch extrem kleine Frühgeborene adäquat medizinisch und operativ versorgen können.

Was muss häufig in den ersten Lebenstagen operiert werden ?

Erkrankungen, die bereits in den ersten Lebenstagen operiert werden müssen, sind vor allem Atresien, d.h. Kontinuitätsunterbrechungen der Speiseröhre und des Darmes, Bauchwanddefekte (Gastroschisis, Omphalocele), Zwerchfellbrüche und Lungenfehlbildungen. Durch moderne mikrochirurgische Operationstechniken und den Einsatz der minimal invasiven Chirurgie wird den betroffenen Kindern das Überleben und Aufwachsen in der Regel ohne schwerwiegende Einschränkungen ermöglicht. Minimal invasive Operationen bei Neugeborenen führen wird standardmäßig beim angeborenen Zwerchfellbruch (Zwerchfellhernie), dem angeborenen Verschluß der Speiseröhre (Ösophagusatresie) und den angeborenen Lungenerkrankungen durch.

Pränatale Beratung

Häufig werden angeborene Erkrankungen bereits im Ultraschall vor Geburt festgestellt. Dazu gehören auch Fehlbildungen der Niere und ableitenden Harnwege. Bei bereits pränatal festgestellten Fehlbildungen können Sie jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen. Wir beraten Sie gerne im Vorfeld bzgl. der zu erwartenden Operation und des Verlaufs nach der Geburt Ihres Kindes. Die Beratung erfolgt in der Regel in der Pränataldiagnostik der Frauenklink. Hier bieten wir eine multidisziplinäre Beratung mit den hiesigen Gynäkologen und Neonatologen an, so dass Sie rund um die Geburt von einem Spezialistenteam betreut werden, welches Sie schon zuvor persönlich kennenlernen konnten. Für ungeborene Kinder mit extrem schwierigen Erkrankungen / Fehlbildungen (z.B. ausgeprägte Tumoren im Kopf-Hals-Bereich) bieten wir in Kooperation mit der Universitätsfrauen- klinik die Möglichkeit der Entbindung mittels des sogenannten EXIT-Procedures an. Hierbei wird die fetale Zirkulation an der Nabelschnur aufrechterhalten und das Kind kann hier adäquat erstversorgt werden (z.B. Sicherung des Atemweges).

Betreuung nach einer Operation

Im Anschluss an die Operation und Entlassung aus der Klinik bleibt eine Anbindung über unsere Oberarzt-Sprechstunden bestehen, die bei Bedarf auch eine jahrelange kontinuierliche Betreuung gewährleistet.