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Notfall Kinderintensivtransport
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Cytoreduktive Chirurgie und HIPEC

Die Peritonealkarzinose und die peritoneale Sarkomatose stellen eine fortgeschrittene Tumorerkrankung dar. Hierbei kommt es zu einer Tumorabsiedlung unterschiedlicher Tumoren (Rhabdomyosarkome, andere Weichteilsarkome, Karzinome des Magen-Darm-Traktes, Ovarialkarzinome, u.a.) am Bauchfell. In seltenen Fällen können diese Tumoren auch direkt vom Bauchfell ausgehen. Die Erkrankung wurde bisher durch Chemotherapie und evtl. Strahlentherapie behandelt, wobei eine Heilung nur in sehr ausgewählten Fällen eingetreten ist. Durch den Einsatz der möglichst komplette Entfernung aller sichtbaren Tumoren (= maximale zytoreduktive Chirurgie) und die anschließende intraoperative intraperitoneale hypertherme Chemotherapie (HIPEC) konnte das Überleben der betroffenen Patienten verbessert werden.

Da die Operation technisch sehr anspruchsvoll und die intra- und postoperative Behandlung sehr aufwendig ist, wird diese Therapie nur an sehr wenigen ausgewiesenen Tumorzentren weltweit durchgeführt. Zur besseren Betreuung unserer Patienten haben wir am Universitätsklinikum in Tübingen in Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie ein Kinder-HIPEC-Zentrum gegründet.

Diese Behandlungsmethode kommt im Kindesalter derzeit bei folgenden Tumoren zum Einsatz:

Im Rahmen der Operation wird nach entsprechender präoperativer Vorbereitung die gesamte Tumormasse im Bauchraum entfernt. Anschließend wird die Bauchhöhle mit erwärmter Chemotherapielösung (41,5° C) für eine Stunde gespült (Abbildung). Durch die Wärme wird die Wirksamkeit der Zytostatika verbessert und es kommt zu einer zusätzlichen Schädigung der Tumorzellen durch die Wärme. Anschließend wird die Chemotherapielösung entfernt und die Operationswunde verschlossen. Die anfängliche Betreuung der Patienten erfolgt auf der Intensivstation. Eine Entlassung erfolgt in der Regel nach ca. 10 Tagen. Die bisherigen Behandlungsergebnisse bei Kindern sind in Hinblick auf das Überleben der Patienten und die Vermeidung eines Lokalrezidivs vielversprechend.

Ansprechpartner für Patienten zur cytoreduktiven Chirurgie und HIPEC sind: