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Hypospadie

Die Hypospadie stellt eine häufige angeborene Fehlbildung des Penis und der männlichen Harnröhre dar. Diese Fehlbildung wird zumeist schon bei der Erstuntersuchung des Neugeborenen festgestellt. Die Harnröhrenöffnung liegt nicht auf der Eichel sondern ist unterhalb der Eichel, entweder im Bereich des Penisschaftes, des Hodensacks oder selten im Bereich des Dammes gelegen. Die Vorhaut ist meist an der Vorderseite gespalten und liegt der Eichel als Vorhautschürze kapuzenförmig auf. Das Ausmaß der Penisschaftverkrümmung beeinflusst ebenso den Schweregrad dieser Fehlbildung wie das Vorgehen zur operativen Korrektur.

Häufigkeit

Die Häufigkeit der Hypospadie wird mit 1 auf 300 oder 400 männliche Geburten angegeben. Die Hypospadie kommt familiär gahüft vor: 8 % der Väter weisen ebenfalls eine Hypospadie auf. Das Risiko der Hypospadiebildung für ein nachfolgendes männliches Geschwisterkind wird mit etwa 21 % angegeben. Die Hypospadie hann mit weiteren Fehlbildungen des Urogenitaltrakts vergesellschaftet sein.

Unterteilung der Hypospadie in 3 Schweregrade

1. Grades: Die Harnröhre mündet im Bereich der Eichel oder des Eichelkranzes:

2. Grades: Die Harnröhre mündet im Bereich der Penisschaftes:

3. Grades: Die Harnröhre mündet im Bereich des Hodensacks oder Dammbereich:

Therapie

Die Hypospadie wird abhängig vom Schweregrad in einem oder mehreren Operationsschritten korrigiert. Ziel der Operation ist eine Aufrichtung des Penisschaftes, die Rekonstruktion der Harnröhre und die Positionierung der Harnröhrenöffnung auf der Eichel. Zur Erreichung dieses Zieles steht eine Vielzahl von Operationsmethoden zur Verfügung. Als günstiger Operationszeitpunkt hat sich das erste bis zweite Lebensjahr als günstig erwiesen.