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Notfall Kinderintensivtransport
Pforte: 07071 29-83781
Abteilungen

Verbrennungen und Verbrühungen

bei Notfällen !

Unsere Notfallambulanz ist rund um die Uhr an 7 Tagen der Woche besetzt. Notfälle (0-24 Uhr) Telefon 07071-29 85822 oder 29 86611 Anmeldung: Kliniken Berg, Hoppe-Seyler-Str. 1, CRONA-Gebäude, Ebene A03, Leitstelle Chirurgie

Allgemeines

Verbrühungen und Verbrennungen sind in Deutschland nach Verkehrsunfällen mit 7.000 Verletzten pro Jahr die zweithäufigste Unfallursache im Kindesalter. Kleinere Verbrennungen oder Verbrühungen können ambulant behandelt werden. Häufig ist aber auch eine stationäre Behandlung erforderlich. Dies ist abhängig von der Größe des verletzten Hautareals in Relation zur Größe des Kindes sowie der Tiefe der Verletzung. Besondere Beachtung verdienen Brandverletzungen, wenn sie im Bereich der Hände, des Gesichts, der Genitalregion oder über den Gelenken lokalisiert sind. Sollte Ihr Kind sich eine Verbrennung oder Verbrühung zugezogen haben, ist eine rasche ärztliche Vorstellung anzuraten: der Arzt kann die Schwere der Verletzung und den Heilungsverlauf beurteilen und Sie darüber beraten, in welchem Umfang eine Therapie durchgeführt werden sollte.

Erstmaßnahmen bei Verbrühungen und Verbrennungen

Vermeidung von Verbrühungen und Verbrennungen

Beurteilung einer Verbrennungswunde

Die Therapieempfehlung und der Heilungsverlauf sind unmittelbar abhängig von:

Gradeinteilung

Das Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche wird in Prozent angegeben. Je tiefer die Verbrennung und/oder je größer das Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche umso wahrscheinlicher ist eine stationäre Behandlung Ihres Kindes erforderlich.

Die initiale Wundversorgung und weitere Verbandwechsel erfolgen je nach Tiefe und Ausmaß zumeist in Analgosedierung (leichter, schmerzfreier Rausch) oder in Narkose, um eine weitere Traumatisierung zu vermeiden. Spezielle Wundauflagen fördern in Abhängigkeit von der Tiefe die Wundheilung; bei Verbrennungen ab Grad IIb kann es erforderlich sein, dünne Hautschichten von anderen Körperregionen auf den verletzten Bereich zu transplantieren (=Spalthauttransplantation).

Bei Überschreiten einer gewissen Größe und oder sehr tiefen Verletzung steht auf der interdisziplinären Intensivstation eine separate Behandlungseinheit z ur Verfügung. Hier wird, neben der notwendigen chirurgischen Versorgung, u.U. mit Hauttransplantationen eine intensivmedizinische Überwachung und Schmerztherapie gewährleistet.

Während der Versorgung eines betroffenen Kindes ist oft für einen langen Zeitraum eine intensive Betreuung der Patienten sowie der Familie erforderlich. Dazu steht in der Universitätsklinik Tübingen ein fachübergreifendes Team zur Verfügung. Dazu gehören Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Kinderpsychologen, Sozialarbeiter und Seelsorger.

Die ambulante Nachbetreuung findet in unserer Verbrennungssprechstunde statt. Im Akutfall melden Sie sich bitte in unserer Kinderchirurgischen Notaufnahme.

Spezialisierte Klinik

Die Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie der Uniklinik Tübingen ist gemäß den Richtlinien des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzt Kind“ Spezialisierte Klinik zur Behandlung von brandverletzten Kindern unterhalb der Zentrumindikation. Es besteht eine Kooperation mit der Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie der BG-Klinik Tübingen.

Nachbehandlung

Nach der Primärbehandlung erfolgt eine engmaschige ambulante Betreuung des Patienten. Möglicherweise entstehende Narben machen eine spezielle Nachbehandlung mit individuell angepassten Kompressionskleidungsstücken erforderlich; bei Notwendigkeit wird eine erforderliche Physiotherapie zur Übungsbehandlung und/ oder Narbenmassage initiiert. Eventuell notwendige plastische Korrekturen erfolgen in Kooperation mit der Abteilung für plastische Chirurgie und Handchirurgie der BG-Unfallklinik Tübingen. Die Versorgung mit Kompressionsverbänden und Lagerungsschienen erfolgt in Zusammenarbeit mit der Orthopädietechnik.