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AG Hepatoblastom - Toxifizierung von Acetaminophen

Acetaminophen wirkt in großen Mengen toxisch auf die Leber, aber auch auf andere Gewebe. Damit Acetaminophen seine Wirkung entfalten kann muss es erst in sein toxisches Metabolit (NAPQI) umgewandelt werden. Bestimmend für die Toxifizierung von Acetaminophen ist die Expression bestimmter CYP-Isoenzyme in den Leberzellen. Verschiedene Signalwege sind an der Regulation der Expression von CYP-Isoenyzmen beteiligt. In der Literatur sind einzelne Fälle beschrieben, in denen Kinder mit einem Doxorubicin- und Cisplatin-resistentem Hepatoblastom erfolgreich mit Hochdosis-Acetaminophen behandelt wurden. Zum Schutz der normalen Leberzellen wurde zusätzlich das bekannte Antidot einer Acetaminophen-Vergiftung N-Acetylcystein (NAC) gegeben. Ziel eines unserer Projekte ist durch Beeinflussung der CYP-Expression Tumorzellen sensibel für Acetaminophen zu machen und somit die notwendig Dosis sowie die damit einhergehenden Nebenwirkungen, auch auf andere Gewebe, zu reduzieren.