deutsch english
Notfall Kinderintensivtransport
Pforte: 07071 29-83781
Abteilungen

Forschung

Als kinderkardiologisches Zentrum widmet sich unsere Abteilung im Bereich der Forschung aktuellen Fragestellungen in der Diagnostik und Behandlung angeborener Herzfehler. Im Rahmen des Kompetenznetzes für angeborene Herzfehler beteiligen wir uns an multizentrischen Studien, am Nationalen Register für angeborene Herzfehler sowie an der Studie zur Prävalenz angeborener Herzfehler (PAN-Studie).

Nachstehend unsere Forschungsschwerpunkt in der Übersicht:

Bildgebende Verfahren, Kernspintomographie

Derzeitiger Forschungsschwerpunkt unserer Abteilung in enger Kooperation mit der Radiologischen Universitätsklinik des hiesigen Klinikums ist die Entwicklung eines nicht invasiven Verfahrens, das in patientengerechter kurzer Aufnahmezeit die 3D-Darstellung des Herzens und der großen Gefäße mit hoher räumlicher Auflösung erlaubt. Damit können bei Kindern mit erworbenen und angeborenen Herzfehlern Kernspintomographieuntersuchungen in Sedierung ohne Intubationsnarkose durchgeführt werden. Die Volumendatensätze werden zu verschiedenen Zeitpunkten während des Herzzyklus aufgenommen und erlauben die Bestimmung der Herzfunktion. Die hohe räumliche Auflösung der Datensätze erlaubt ferner die Darstellung des koronaren Gefäßsystems, was große Vorteile zum Beispiel bei Kindern mit Kawasaki-Erkrankung, fehlabgehenden Koronarien und in der postoperativen Nachsorge bietet. Virtuelle und reale Darstellungen, wie zum Beispiel Stereolithographiemodelle komplizierter angeborener Herzfehler, eröffnen neue Perspektiven in der Lehre, der Forschung und in der Therapie.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Sieverding

Diagnostik und Therapie von Patienten mit funktionell univentrikulärem Herzen

In Kooperation mit der Klinik für THG-Chirugie des hiesigen Klinikums und mit der Abteilung für Kinderkardiologie der MHH Hannover untersuchen wir die Langzeitergebnisse einer risiko-adaptierten Prophylaxe von Komplikationen unter Berücksichtigung der anatomischen Situation, des angewandten Operationsverfahrens sowie der kardialen Funktion der einzelnen Patienten.

Ansprechpartner: Prof. Dr. R. Kaulitz

Genetik angeborener Herzfehler

In Kooperation mit dem Institut für Humangenetik der Universität Tübingen und dem Institut für Humangenetik der Universität Erlangen-Nürnberg befassen wir uns mit der Korrelation von Genotyp und Phänotyp bei Kindern mit Monosomie 22q11 und AHF.

Ansprechpartner: Prof. Dr. M. Hofbeck

Elektrophysiologie

Forschungsschwerpunkt der klinischen Elektrophysiologie ist die Verbesserung der dreidimensionalen Darstellung von Herzrhythmusstörungen bei Patienten mit komplexen kongenitalen Vitien. Dabei werden sowohl präoperative als auch postoperative Herzrhythmusstörungen erfasst.

In Zusammenarbeit mit der Arbeitgruppe Elektrophysiologie der Medizinischen Klinik (Prof. Dr. Gawaz, Priv. Dr. Schreieck) evaluieren wir die dreidimensionale Darstellung der komplexen intrakardialen Erregungsabläufe insbesondere nach operativen Maßnahmen sowie die Abbildung komplexer inzisionaler Tachykardien mit Hilfe des CARTO-Systems und/oder des Ensite-Systems sowie die elektrophysiologische Therapie durch Radiofrequenz-Ablation. Verbesserte Kenntnisse der intrakardialen Erregungsabläufe sollen dazu dienen die operativen Maßnahmen (insbesondere die Schnittführung von Inzisionen) so zu gestalten, dass potentiellen Reentry-Tachykardien das anatomische Substrat genommen werden kann.

Ansprechpartner: Dr. C. Frische

Conductance-Technik

In Kooperation mit der Abteilung für Kinderkardiologie der Universitätskinderklinik Kiel und der MHH Hannover erfolgt die Evaluation und Erprobung der Conductancetechnik in der Funktionsdiagnostik des rechten Ventrikels. Die Studie wird gefördert durch die Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren.

Pulmologie

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung und Standardisierung der Laufband-Belastung. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Belastungsuntersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie entwickelten wir in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Bad Oeynhausen (K.O. Dubowy) ein Laufbandprotokoll, welches vergleichbare Untersuchungen ermöglicht und in unterschiedlichen Altersklassen anwendbar ist. Dieses Protokoll wurde von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie akzeptiert und empfohlen. Untersuchung der Auswirkungen einer vermehrten oder einer verminderten Lungenperfusion auf die Lungenfunktion und Lungenentwicklung von Säuglingen und Kleinkindern mit Hilfe der Bodyplethysmographie.

Ansprechpartner: Dr. W. Baden

Intensivmedizin

Forschungsschwerpunkt in der Intensivmedizin ist die Optimierung der Beatmung und Prophylaxe von Atelektasen im Säuglingsalter. Rekombinante menschliche DNase (rhDNase) wird seit einigen Jahren erfolgreich inhalativ bei Patienten mit cystischer Fibrose eingesetzt. Durch Spaltung von extrazellulärer DNA abgestorbener Leukozyten im purulenten Sputum der Patienten wirkt diese Substanz mukolytisch. Ziel unserer Studien war es, den Einsatz von rhDNase in der postoperativen pädiatrischen Intensivtherapie durch in vitro-Untersuchungen (durch DNA-Messungen-Quantifizierung und Qualifizierung) in Trachealsekreten postoperativ intubierter Kinder hinsichtlich ihres klinischen Effektes zu untersuchen.

Von 2000-2003 erfolgte zunächst eine Studie "DNA-Quantifizierung und -Qualifizierung in Sputen von CF-Patienten und intubierten pädiatrischen Patienten" zur Normwerterstellung von DNA-Anteilen im Sputum und Trachealsekret bei CF-Patienten und intubierten pädiatrischen Patienten. In einer anschließenden prospektiven randomisierten, placebo-kontrollierten doppelblinden klinischen Studie (2001-2002: "Prophylaxe von Dystelektasen mit rekombinanter menschlicher DNase (Pulmozyme®) in der postoperativen pädiatrischen Intensivmedizin") untersuchten wir, ob die therapeutische Anwendung auf postoperativ intubierte Kinder mit Flüssigkeitsrestriktion ausgedehnt werden kann. Eine derzeit laufende prospektive Studie befasst sich mit der Therapie von manifesten Atelektasen mit rhDNase bei maschinell beatmeten pädiatrischen Patienten. Überprüft werden soll dabei die Hypothese, ob mit Hilfe von rhDNase, klinisch manifeste Atelektasen effektiv behandelt werden können, und ob sich dadurch die Beatmungsdauer der Patienten verkürzt.

Ansprechpartner: Dr. J. Riethmüller

Hämostaseologie und Gerinnungsstörungen

Thromboseprophylaxe bei Kindern mit funktionell univentrikulärem Herzen: Untersuchung der Wirksamkeit von ASS.

Ansprechpartner: Dr. G. Wiegand