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Abteilungen

Kardiologische Kernspintomografie

Terminvereinbarungen Tel. 07071-29 84712
Anmeldung CRONA Ebene B03

Im Gegensatz zur Echokardiographie ist die Bildgebung bei der Kernspintomografie nicht durch Schallfenster eingeschränkt. Sie ist weitgehend unabhängig von den anatomischen Voraussetzungen und dem manuellen Geschick des Untersuchers. Eine Strahlenbelastung wie bei einer Herzkatheteruntersuchung entfällt und auch eine Punktion der Leistengefäße zum Einführen von Herzkathetern ist nicht notwendig. Während der Untersuchung ist allerdings ruhiges Liegen des Patienten erforderlich.

Die Untersuchungen erfolgen in enger Kooperation mit der Radiologischen Klinik des Universitätsklinikums. Die Klinik für Radiologische Diagnostik verfügt über MR-Tomographen neuester Bauart, die den verschiedenen Untersuchungsanforderungen bei der Diagnostik angeborener und erworbener Herzfehler vom Neugeborenenalter bis zum Erwachsenenalter gerecht werden.

Was zeigt eine Kernspintomografie

Die Kernspintomografie ermöglicht in allen Alterstufen eine hervorragende Darstellung des Herzens und der Gefäße. Dafür eignen sich neben konventionellen Spinecho-Techniken neuere 3D-Aufnahmeverfahren, mit denen in freier Atmung hochaufgelöste dreidimensionale (3D) Datensätze erstellt werden können. So können Fehlbildungen des Herzens und der Gefäße auch bei sedierten Säuglingen und Kleinkindern sehr genau dargestellt werden. Komplexe Herzfehler können mittels moderner Rekonstruktionstechniken dem Chirurgen als virtuelles oder reales 3D-Modell zur Verfügung gestellt werden.

Die Kombination der unterschiedlichen MR-Verfahren ermöglicht eine anatomischen Darstellung der Struktur des Herzens und der großen Gefäße:

Vor der Untersuchung

Die Kernspintomographie wird in einem sehr starken Magnetfeld durchgeführt, das mehr als 30.000 mal stärker als das Magnetfeld der Erde ist. Wichtig ist die Beachtung von Ausschlusskriterien, bei denen die Durchführung der Kernspintomographie nicht möglich ist, vor jeder Untersuchung wird Sie Ihr betreuender Arzt ausführlich darüber informieren.

Bevor der Raum mit dem Kernspintomographen betreten werden kann, müssen alle metallischen Gegenstände wie Uhren, Brillen, Ohrringe und anderer Schmuck (inkl. Piercing-Schmuck) sowie Haarnadeln oder Haarspangen entfernt werden. Auch Brieftasche bzw. Portemonnaie inklusive Kreditkarten (die Magnetstreifen werden durch das Magnetfel gelöscht) müssen abgelegt werden. Metallteile an der Kleidung, Kleidungsstücke mit einem Reißverschluss, Metallknöpfe oder ähnliches sollten nicht getragen werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor der Untersuchung, falls Ihr Kind eine fest fixierte Zahnspange trägt. Nach Anlage eines Herzschrittmachers kann zur Zeit keine Kernspintomographie durchgeführt werden. Zur Verabreichung von Medikamenten und zur Gabe von Kontrastmitteln wird vor der Untersuchung ein intravenöser Zugang gelegt.

Während der Untersuchung

Während der Untersuchung ist ruhiges Liegen des Patienten erforderlich.Erwachsene Patienten sind über einen Kopfhörer und eine Gegensprechanlage mit dem Untersucher verbunden und können während der Untersuchung Musik hören. Säuglinge und Kleinkinder schlafenwährend der Untersuchung in der Regel nach Gabe von Beruhigungsmitteln, in seltenen Ausnahmefällen wird die Untersuchung in Allgemeinnarkose durchgeführt.

Die Untersuchungszeit kann bis zu 2 Stunden betragen. Sedierte Kinder werden nach der Untersuchung 2-3 Stunden auf der tagesklinischen Station nachbeobachtet. Das vorläufige Ergebnis der Untersuchung wird Ihnen im Anschluß an die Untersuchung bekannt gegeben. Nach Durchführung weiterer Analysen erhält Ihr Hausarzt einen schriftlichen Bericht, das weitere Vorgehen wird dann mit Ihnen besprochen.

Auswertung der Untersuchungsergebnisse

Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe unseres Klinikums gewährleistet den optimalen Einsatz der Technik und eine hochqualifizierte Befundung sowie eine ständige Weiterentwicklung der Aufnahme- und Auswertetechniken. Zur Auswertung der Untersuchungen steht eine umfangreiche Software zur Verfügung. Spezielle, den kinderkardiologischen Belangen angepasste Auswertemodalitäten werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung Medizinische Informatik des DKFZ Heidelberg entwickelt.

Forschung

Im Rahmen der Forschungsaktivitäten erfolgt in Zusammenarbeit mit der Sektion Experimentelle Radiologie kontinuierlich eine für kinderkardiologische Fragestellungen notwendige Sequenzoptimierung und -weiterentwicklung.