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Schritt 1:
Einer der wichtigsten Punkte: Die Anamnese der persönlichen Bewegungs- und Trainingsgewohnheiten des Patienten und der bisher getragenen Schuhe bzw. Einlagen. Diese Informationen sind die Basis einer individuellen Lösung für den oft von Beschwerden geplagten Bewegungsapparat. Sie werden durch die Anwendung von biomechanischen Analyseverfahren wie folgt ergänzt:
Schritt 2:
Die plantare Druckverteilungsmessung während des Gehens über eine Druckmessplatte. Mit einer Frequenz von 100 Bildern pro Sekunde werden die Druckdaten an der Fußsohle erfasst. Eine Sensordichte von 4 Sensoren pro cm2 ermöglicht die genaue Zuordnung von Belastungsspitzen zu bestimmten Fußarealen.
Die Dynamik des Gehens ist enorm wichtig, denn der Fuß wird auf diese Weise während einer realistischen Belastungssituation analysiert. Nicht zuletzt deshalb, weil sich ein Fuß in Statik und Dynamik nicht immer erwartungsgemäß verhält: eine Fußfehlstellung im Stand kann in der Bewegung muskulär völlig kompensiert sein und umgekehrt! Dieser für exakte Beurteilungen sehr wichtige Aspekt wird nur bei dynamischen Analysen sichtbar!
Schritt 3:
Die Bewegungsanalyse auf dem Laufband. Auch hier gilt es wieder, eine möglichst realitätsnahe Belastungssituation zu schaffen. Den Unterschied zwischen Lauf- und Gangbedingung gilt es in die Überlegungen für eine sinnvolle therapeutische Intervention einzubeziehen, denn auf dem Laufband werden die Patienten in der Regel im Lauftempo in ihren eigenen Schuhen per Video analysiert. Die Zeitlupe ermöglicht eine Bewegungsanalyse Schritt für Schritt – und bringt oft neue Erkenntnisse zu tage! Ein teuer bezahlter aber nicht optimal gewählter Schuhtyp kann einem recht schnell den Spaß am Sport nehmen, wenn er nicht dazu beiträgt, das individuelle Bewegungsmuster zu unterstützen.
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Individuell wie ein Fingerabdruck:
das plantare Druckverteilungsmuster
Das Druckbild des Abrollvorgangs beinhaltet eine enorme Informationsmenge. Über den Verlauf des Druckschwerpunkts und die Lokalisation von Belastungszonen lassen sich Rückschlüsse auf Besonderheiten des Gangbilds ziehen. Oftmals kann der Experte vorhandene Pathologien durch die biomechanische Interpretation dieser Daten erklären. Hohe Druckbelastungen sind in den Abbildungen als rot/pink gefärbte Bereiche zu erkennen, dunkle Farben repräsentieren Bereich mit geringer Belastung!
Die Abbildung ganz links zeigt das Resultat einer vermehrt nach außen gerichteten Abstoßbewegung: es entsteht ein Druckbild mit relativ hoher Last im äußeren Vorfuß. Das mittlere Druckbild entspricht einem weitgehend unauffälligen Abrollvorgang, wohingegen das rechte Druckbild eine vermehrte Belastung des inneren Vorfußes bei gleichzeitiger Entlastung des äußeren Mittelfußbereichs zeigt. Dies ist oft dann der Fall, wenn die Abrollphase durch eine nach innen gerichtete Knickbewegung des Rück- und Mittelfußes (Pronation) geprägt ist.
Schritt 4:
Hinweise zur Verwendung bestimmter Schuhtypen bei sportlichen Aktivitäten, zur Umstellung des Trainings, zur Wahl einer geeigneten Physiotherapie oder aber auch die Anpassung von speziell konstruierten Schuheinlagen helfen, die Beschwerden zu lindern oder zu beseitigen.
Schalenform und individuell abgestimmte Funktionselemente der Einlagen (z.B. Gewölbestützen) ergeben ein maßgeschneidertes Produkt, das in vielen Fällen zum Erfolg führt.

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