Universitätsklinikum Tübingen
   

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SpOrt Medizin Stuttgart GmbH
 
 
Spirometrie und Provokationstest  
       
  Spirometrie
Bei der Spirometrie handelt sich um ein diagnostisches Verfahren zur Lungenfunktionsprüfung. Es können atemabhängige Lungenvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt werden. Auch kann eine Fluss- Volumen- Kurve aufgezeichnet werden.

Durchführung
Über ein Mundstück wird bei mittels Nasenklemme verschlossener Nase in ein Schlauchsystem geatmet, welches mit einem Spirometer verbunden ist. Es werden dabei sowohl die Atemgeschwindigkeit als auch die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft gemessen. Während der Einatmung nimmt das Lungenvolumen zu, während der Ausatmung ab. Es werden nun Aufforderungen seitens der technischen Assistentin gegeben, nach zunächst ruhiger Atmung ganz tief aus –und anschließend einzuatmen. In einem zweiten Schritt soll maximal viel Volumen in kurzer Zeit ausgeatmet werden. Nach Durchführung des Tests errechnen sich Messdaten, die Hinweise für das Vorliegen einer Erkrankung der Atemwege und Lunge geben können. Der spirometrische Test ist abhängig von der aktiven und guten Mitarbeit des Probanden.

Ermittelte Funktionsgrößen

  • Atemzugvolumen (AT): das Volumen, welches in Atemruhelage ein- und ausgeatmet wird.
  • Inspiratorisches Reservevolumen (IRV): das Volumen, welches nach einer normalen Einatmung noch zusätzlich eingeatmet werden kann.
  • Expiratorisches Reservevolumen (ERV): das Volumen, welches nach einer normalen Ausatmung (Expiration) noch ausgeatmet werden kann.
  • Vitalkapazität (VC): ist das Volumen, welches maximal ein- und ausgeatmet werden kann. Dieser Wert ist vermindert bei sogenannten restriktiven Ventilationsstörungen, z.B. einer Lungenfibrose
  • Einsekundenkapazität (FEV1): ist das Volumen, welches maximal in einer Sekunde ausgeatmet werden kann. Dieser Wert gibt Auskunft über die Weite der Atemwege. Reduziert ist dieser Wert bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, so zum Beispiel beim Asthma bronchiale.
  • Relative Einsekundenkapazität (FEV1/VC): der sogenannte Tiffeneau- Test bezieht den Wert der FEV1 auf die Vitalkapazität.
  Exercise- induced Asthma (Belastungsasthma)
Ausgelöst durch Belastung kann es zu einer Verengung der Bronchien (Obstruktion) kommen. Bei Verdacht auf das Vorliegen eines Belastungsasthmas zeigt die in Ruhe durchgeführte Spirometrie zumeist keine Auffälligkeiten. In einem Teil der Fälle kann dann mittels einer vor und zu mehreren Zeitpunkten (bis zu 30 Minuten nach Belastung) nach einer ergometrischen Belastung durchgeführten Spirometrie die Diagnose durch den Nachweis einer abfallenden Einsekundenkapazität (FEV1) von über 10% gesichert werden. Auch kann bei gesichertem Belastungsasthma dessen Ansprechen auf eine medikamentöse Behandlung überprüft werden.

Provokationstest
Als Belastungsprovokation wird in der Regel eine 10-minütige ergometrische Dauerbelastung durchgeführt, deren Intensität oberhalb der individuell anaeroben Schwelle gewählt wird.

       
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