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Aktuelle Nachrichten, Mitteilungen und Termine

 

Vollversammlung des Zentrums für Neurosensorik (ZfN) 2017

Die diesjährige Vollversammlung des Zentrums für Neurosensorik (ZfN) wird am 10. Juli 2017 von 13:30 bis ca. 19:00 im großen Hörsaal der HNO-Klinik stattfinden.

 

Eine detaillierte Agenda finden Sie hier als PDF-Dokument.

Vollversammlung des Zentrums für Neurosensorik (ZfN) 2016

Die diesjährige Vollversammlung des Zentrums für Neurosensorik (ZfN) wird am 18. November 2016 von 13:30h bis ca. 16:00h in Tübingen, voraussichtlich im großen Hörsaal der HNO-Klinik, stattfinden.

Eine detaillierte Agenda wird Anfang November verfügbar sein.

ZfN - Center for Neurosensory Systems - General Assembly - 06 July 2015

Venue: University Department of Psychiatry and Psychotherapy Lecture Hall, Level 1, Room 1.107 Calwerstrasse 14, 72076 Tuebingen, Germany

Start: 14:00h – End: 17:30h

 

Agenda

(Draft Version 05 March 2015)

  • Survey on the development of the Center for Neurosensory Systems
    Prof. Eberhart Zrenner - Spokesman of the Center for Neurosensory Systems Tuebingen
  • Keynote lecture I: Prof. Stefan Liebau
    "Human induced pluripotent stem cells and developmental biology of the human senses”
    Eberhard-Karls-University, Institute of Neuroanatomy
  • Keynote lecture II: Prof. Heinz Breer
    “The sense of smell: olfactory subsystems”
    University of Stuttgart-Hohenheim, Institute of Physiology
  • Keynote lecture III: Prof. Mathias Bethge
    “New perspectives in neural network modeling of perceptual inference”
    Eberhard-Karls-University, Centre for Integrative Neuroscience
  • The Center for Neurosensory Systems is growing together
    Prof. Marlies Knipper - Deputy Spokeswomen of the Center for Neurosensory Systems Tuebingen
  • Membership Session: Discussion on ongoing and planned activities 
DFG-Nachwuchsakademie "Neurosensorik: Protektion – Regeneration – Restitution"

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) startet zur Thematik "Neurosensorik: Protektion – Regeneration – Restitution" die erste Nachwuchsakademie in diesem Fachgebiet. Der Fokus der Initiative liegt auf neurodegenerativen Erkrankungen von Auge und Ohr.

Weitere Informationen zur DGF-Nachwuchsakademie

 

Abgeordnete zu Gast beim Zentrum für Neurosensorik

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Auf Einladung seines Fraktionskollegen Dr. Martin Rosemann besuchte René Röspel, Mitglied im Forschungsausschuss des Deutschen Bundestages das Tübinger Zentrum für Neurosensorik, um sich ein eigenes Bild der vielfältigen Forschung zum Hören und Sehen zu machen.

 

Spezielles Interesse zeigte René Röspel, der Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Stellv. Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der SPD Bundestagsfraktion und Mitglied im Senat der Helmholtz Gemeinschaft ist an dem Tübinger Zentrum für Neurosensorik.

 

Hör- und Sehstörungen als Neurosensorische Erkrankungen von Auge und Ohr gehören mit mehr als 25 Millionen Betroffenen allein in Deutschland zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen. Jeder zweite Deutsche entwickelt im Laufe seines Lebens eine Seh- oder Hörbehinderung. Als Folge der unzureichenden Versorgung entstehen volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 100 Milliarden Euro allein in Europa. Die demographische Entwicklung und ein verändertes Freizeitverhalten lassen diese Zahl weiter anwachsen.

 

Die Vorstandsmitglieder des Zentrums für Neurosensorik Prof. Marlies Knipper, Prof. Marius Ueffing und Prof. Hans-Peter Zenner erläuterten weiter, dass Hören und Sehen Hauptsinne für die Wahrnehmung der Außenwelt sind und damit Voraussetzung für die individuelle Integration jedes Einzelnen in die Gesellschaft. Sie sind insbesondere Voraussetzung für Kommunikation und Mobilität in der modernen Industriegesellschaft. Sinnesfunktionsstörungen führen zum Verlust dieser wichtigsten Kommunikationskanäle und damit zu einem drastischen Einschnitt in Lebenschancen und Lebensqualität.

 

Beide Parlamentarier zeigten sich beeindruckt, von der immer noch zu wenig wahrgenommenen Dimension von Hör- und Sehstörungen als Volkskrankheiten und den drastischen sozio-ökonomischen Folgen durch deren nicht adäquate Versorgung, welche eine überregionale, multidisziplinäre Zusammenarbeit zur beschleunigten Entwicklung von Therapien notwendig macht.

 

Eva Luise Köhler fordert Anerkennung von Taubblindheit als Behinderung eigener Art

Zum Beginn des zweitägigen Kongress „Leben mit Taubblindheit“ (19. - 20. September 2014) sprach sich Eva Luise Köhler in Ihrem Grußwort für die Anerkennung von Taubblindheit als Behinderung eigener Art aus.

Hintergrund des Kongresses ist die besondere Situation taubblinder Menschen. In Deutschland leben schätzungsweise 6.000 betroffene Menschen. Bereits 2004 erkannte das Europäische Parlament Taubblindheit als Behinderung eigener Art an. In Deutschland ist dagegen diese doppelte Sinneseinschränkung mit den besonderen Herausforderungen für die Betroffenen bisher nicht anerkannt. Gleichberechtigte Teilhabe, wie in der 2009 von Deutschland ratifizierten UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung gefordert, kann für diese Menschen nur durch bessere Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen in Deutschland, insbesondere durch qualifizierte Taubblindenassistenz erreicht werden. Eva Luise Köhler, der breiten Öffentlichkeit als ehemalige First Lady und in Ihrem Engagements für die Chronischen Seltenen Erkrankungen bekannt, fand in Ihrer Rede klare Worte,

„Es ist zutiefst bedauerlich und enttäuschend, dass in Deutschland immer noch wirksame Unterstützungsstrukturen fehlen, Bedarfe teilweise gar nicht bekannt, selten anerkannt sind und der Zugang zu Leistungen so barrierereich ist.“

Als Schirmherrin des Kongresses betonte Frau Köhler, dass Taubblindheit eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft darstellt. Die 2009 beschlossene UN-Behindertenrechtskonvention muss umgesetzt werden.

Das Thema Taubblindheit wird im Rahmen des Kongresses aus verschiedenen wissenschaftlichen und praxisbezogenen Perspektiven beleuchtet. Neben nationalen Experten/innen sprechen Wissenschaftler/innen und Pädagogen/innen aus Schweden, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Angemeldet haben sich insgesamt 250 Teilnehmer/innen aus Wissenschaft und Politik, sowie von Beratungsstellen, Einrichtungen, Wohlfahrtsverbänden, Krankenkassen und der Selbsthilfe. Der gesamte Kongress ist im Sinne der Inklusion barrierefrei gestaltet, so dass Menschen mit und ohne Taubblindheit in Austausch treten können.

Gefördert wird der Kongress von Aktion Mensch, BMAS, Forschung contra Blindheit – Initiative Usher-Syndrom e.V., der Marie-Louise Geissler-Stiftung, Schering-Stiftung und der Stiftung taubblind leben.

Organisatoren sind die Humboldt-Universität zu Berlin, das Oberlinhaus Potsdam, Leben mit Usher-Syndrom e.V. und die Stiftung taubblind leben.

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie unter www.kongress-taubblindheit.de

ZfN - Center for Neurosensory Systems - General Assembly - 02 June 2014

University Department of Otolaryngology, Head and Neck Surgery, Lecture Hall
Elfriede-Aulhorn-Straße 5, 72076 Tuebingen, Germany
Start: 14:00h - End: 16:00h

 

Agenda

(Final Version 26 May 2014)

  • Survey on the development of the Center for Neurosensory Systems
    Prof. Eberhart Zrenner - Spokesman of the Center for Neurosensory Systems Tuebingen
  • Guestspeaker Prof. Thomas LANGMANN
    "Innate Immunity in Retinal Degeneration: Just Bystander or Target for Therapy?"
    Department of Ophthalmology, Experimental Immunology of the Eye, University of Cologne
  • Guestspeaker Prof. Birger KOLLMEIER
    "Cocktail parties and hearing aids: Towards a scalable, binaural hearing device"
    Spokesman of the Excellence Cluster Hearing for All, Medical Physics Section, Carl von Ossietzky University Oldenburg
  • "The Center for Neurosensory Systems is growing together"
    Prof. Marlies Knipper - Deputy Spokeswomen of the Center for Neurosensory Systems Tuebingen
  • Short Presentations on Ongoing Research Projects of the Center for Neurosensory diseases in Tübingen (each 2 slides-2 minutes):
    (1) TREATRUSH (Kurtenbach); (2) PANOPTES (Peters); (3) OTOPEP; (4) NANOCI (Löwenheim); (5) FOR2060 (Feil); (6) DRUGSFORD (Paquet-Durand), (7) OTOSTEM (Löwenheim); (8) SYCILLIA (Ueffing); (9) HOPE II (Wissinger); (10) BMBF (Ruthburn)
  • Membership Session: Discussion on ongoing and planned activities
Taubblindheit und Usher-Syndrom

Das Usher-Syndrom ist benannt nach dem Augenarzt Charles H. Usher, der 1914 die rezessive Vererbung des Syndroms beschrieb. Betroffene leiden an Hörverlust und zunehmendem Nachlassen der Sehkraft.

Das ZDF hat in seiner Sendung "Volle Kanne" einen interessanten Beitrag zum Usher-Syndrom gesendet. In dem Beitrag wird auch auf die Thematik "Taubblindheit" eingegangen. Der Beitrag ist in der Mediathek des ZDF zu finden.

Vorstandssitzungen des Zentrums für Neurosensorik

Die nächsten Sitzungen des Vorstandes des Zentrums für Neurosensorik finden an den folgenden Terminen statt:

  • 13.01.2014
  • 28.04.2014
  • 30.06.2014
  • 13.10.2014

Jeweils von 18:00h bis 19:30 im Konferenzraum der HNO-Klinik 

Taubblindheit

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat zum Thema Taubblindheit und zum aktuellen Stand des Verfahrens für die Einführung des Merkzeichens TBL im Schwerbehindertenrecht einen Beitrag veröffentlicht.

 

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung 

Vollversammlung des Zentrums für Neurosensorik - 17. Juni 2013

University Department of Otolaryngology, Head and Neck Surgery, Lecture Hall
Elfriede-Aulhorn-Straße 5, 72076 Tuebingen, Germany
Start: 13:00h - End: 14:30h

 

Agenda

  • Prof. Eberhart Zrenner - Spoksmean of the Center for Neurosensory Systems Tuebingen
    "Survey on the development of the Center for Neurosensory Systems"
  • Guestspeaker Prof. Stephan Neuhauss
    University of Zuerich, Institute of Molecular Life Sciences, Switzerland
    "Earning Its Stripes: The Zebrafish Model in Vision Research"
  • Guestspeaker Prof. Thomas Lenarz
    Chairman Department of Otorhinolaryngology, Medical University of Hannover (MHH)
    "The bionic ear and beyond: neuroprosthesis at the transition from research to clinical application"
  • Prof. Marius Ueffing - Member of the Board of Directors ZfN
    "Development of new therapeutical approaches for neurosensory diseases"
  • Prof. Marlies Knipper - Deputy Spokeswomen of the Center for Neurosensory Systems Tuebingen
    "The Center for Neurosensory Systems is growing together"
  • Membership Session: Discussion on ongoing and planned activities
Schwerhörigkeit: Sensible Sensoren

Schon bei geringer Schallintensität reduzieren im Innenohr bestimmte Sinneszellen ihre Kontaktstellen zum Hörnerv. Wenn sich dieser in der Folge zurückbildet, entsteht eine Schwerhörigkeit, die mit klassischen Hörtests unerkannt bleibt.

 

Quelle: Neue Zürcher Zeitung

Neue DFG-Forschergruppe für Universität Tübingen

Wissenschaftler untersuchen Fehlregulationen des Botenstoffs cGMP, der Abläufe in der Muskulatur, in Nervenzellen und Sinneszellen steuert.

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Forschergruppe unter Beteiligung der Universität Tübingen bewilligt: Die Wissenschaftler der Gruppe "cGMP Signaling in Cell Growth and Survival" erhalten für die Erforschung des zyklischen Nukleotids Guanosinmonophosphat (cGMP) insgesamt 2,1 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre.
cGMP spielt als Botenstoff in vielen biologischen Systemen eine wichtige Rolle, unter anderem in Blutgefäßen, im Herz, in Neuronen oder sensorischen Zellen. Die Wissenschaftler vom Interfakultären Institut für Biochemie (IFIB) und weitere Arbeitsgruppen aus der Medizinischen Fakultät und Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen untersuchen gemeinsam mit Arbeitsgruppen aus Berlin, Bochum, Göttingen, München und Würzburg mithilfe von Mausmodellen und zell- und molekularbiologischen Methoden, welche konkreten Auswirkungen eine Fehlregulation des Botenstoffs zur Folge hat. Hierzu verwenden sie unter anderem fluoreszenz-basierte cGMP-Sensoren, mit denen kleinste Änderungen des Botenstoffs räumlich und zeitlich dargestellt werden können. Ziel ist es, durch einen interdisziplinären Ansatz die (patho-)physiologische Rolle und das therapeutische Potenzial des Signalstoffs cGMP besser zu verstehen, insbesondere bei degenerativen und regenerativen Prozessen im Herzkreislauf- und Nervensystem.

 

Da cGMP wesentliche Prozesse wie den Ionentransport in Niere und Darm, die Funktionsweise der Muskulatur und der Sehzellen reguliert, haben die Forschungen auch für die Klinik eine hohe Relevanz. Sprecher der Forschergruppe ist Professor Robert Feil (IFIB der Universität Tübingen).
Insgesamt hat der Senat der DFG die Einrichtung von acht neuen Forschergruppen beschlossen und fördert damit nun 218 Forschergruppen: Die Verbünde ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren.

 

Kontakt:
Prof. Dr. Robert Feil
Universität Tübingen
Mathematisch-Naturwissenschaftliche und Medizinische Fakultät
Interfakultäres Institut für Biochemie (IFIB)
Tel. +49-7071-29 73 350
E-Mail

 

Merkzeichen Taubblindheit - Im Bundestag notiert

Berlin / 29.11.2012: (hib/VER) Die SPD-Fraktion verlangt, Taubblindheit als Behinderung eigener Art anzuerkennen und das Merkzeichen Taubblindheit einzuführen. In einem Antrag (17/11676) fordert sie die Bundesregierung auf, Paragraph 3 der Schwerbehindertenausweisverordnung um das eigenständige Merkzeichen "TBI" (taubblind) zu ergänzen. Taubblindheit weise eigenständige Merkmale auf, da die Betroffenen "die Funktionseinschränkung eines Fernsinnes (Sehen/Hören) nicht durch den jeweils anderen Sinn ausgleichen" könnten, schreiben die Sozialdemokraten zur Begründung.

 

Quelle: Deutscher Bundestag

DFG-nominierte Forscher erhalten den Deutschen Zukunftspreis 2012

Das Team des Projekts "Binaurale Hörgeräte - räumliches Hören für alle" um den Hörforscher Professor Birger Kollmeier aus Oldenburg ist am 28. November 2012 mit dem "Deutschen Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation" ausgezeichnet worden. DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner gratulierte dem DFG-nominierten und
-geförderten Physiker und Mediziner und seinem Team. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung in Berlin an Kollmeier, seinen Oldenburger Kollegen Professor Volker Hohmann und Dr. Torsten Niederdränk von der Siemens AG.

 

Quelle: Deutscher Zukunftspreis

Leben mit Usher

Im Kontext der Medienberichterstattung zur Sterbehilfe bei zwei von drohender Taubblindheit betroffenen Zwillingsbrüdern in Belgien hat sich der Vorstand von "Leben mit Usher-Syndrom e.V." zu einer Stellungnahme entschieden.

 

Quelle: Leben mit Usher e.V.

Artificial vision: Solar cells for the blind

Electronic implants have been used to restore visual function lost as a result of retinal degeneration. Combining subretinal high-pixel-density arrays with optically powered serial photovoltaic sensors may alleviate some of the difficulties associated with today's devices, which rely on implanted arrays and inductive coils. An article by Eberhart Zrenner, Nature Photonics 6,344-345 (2012)

 

Quelle: Nature Photonics

Hördefekt: Protein beeinflusst die Frequenzwahrnehmung

Ein neu identifiziertes Protein bringt Schwung ins Gehör. Fehlt das Molekül, entsteht ein Hörschaden, bei dem die wahrnehmbaren Schallfrequenzen gekappt sind. Möglicherweise eröffnet diese Entdeckung neue therapeutische Ansätze. Menschen und Säuger haben ein hoch sensibles Gehör, das sich im Lauf der Evolution zu einem komplexen Organ entwickelte. Insbesondere können verschiedene Frequenzen und Frequenzunterschiede sehr gut erkannt werden - besser als bei allen anderen Wirbeltieren. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die sogenannte Tektorialmembran im Innenohr, die für die Umwandlung mechanischer Schwingungen in Nervenimpulse wichtig ist und in das Innenohr eindringende Schallwellen verstärkt.

 

Ein Team um den LMU-Forscher Professor Wolfgang Zimmermann vom Klinikum der Universität München entdeckte nun in Kooperation mit weiteren Wissenschaftlern ein neues Gen, das die Frequenzwahrnehmung maßgeblich beeinflusst: Das von diesem Gen kodierte Protein CEACAM16 entstand erst relativ spät während der Evolution der Landwirbeltiere und kommt nur bei Menschen und Säugetieren vor. Durch gezieltes Ausschalten des Gens konnten Dr. Andreas Bress und Dr. Lukas Rüttiger in der Arbeitsgruppe um Frau Prof. Dr. Marlies Knipper, Leiterin der Arbeitsgruppe Molekulare Hörphysiologie am Hörforschungszentrum der Universitäts-HNO Klinik im Mausmodell nachweisen, dass ohne CEACAM16 die Hörfunktion sowohl bei hohen als auch bei tiefen Frequenzen praktisch von Geburt an vermindert war.

Die Mutation dieses Gens ist bei der Entstehung der nichtsyndromalen Schwerhörigkeit DFNA4 bei Menschen von Bedeutung, zeigt aber auch, dass die Evolution des CEACAM16-Gens in Säugetieren sehr wahrscheinlich ein wichtiger Schritt für die Erweiterung der Hörbereichs zu hoch- und tieffrequenten Tönen war.

 

Quelle: idw-online.de/de/news485096 und Material der Arbeitsgruppe Knipper

Hörverlust: Neue Erkenntnisse versprechen maßgeschneiderten Einsatz von Hörhilfen

Die Verringerung des Hörvermögens bis hin zur Taubheit ist die häufigste Beeinträchtigung der menschlichen Sinne. Etwa eins von 1.000 Neugeborenen kommt mit einem Hörverlust zur Welt. Bei der Hälfte der Kinder sind Genmutationen die Ursache. WissenschaftlerInnen konnten inzwischen über 50 Taubheitsgene identifizieren. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren stark verbessert. Dennoch führen selbst modernste Hörhilfen wie Cochleaimplantate bisher häufig nicht zum gewünschten Erfolg. Die Arbeitsgruppe Neurogenetik an der Universität Oldenburg um Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang will dies ändern - durch die Analyse von Taubheitsgenen. Schon seit mehreren Jahren analysiert Nothwang und seine Forschungsgruppe Taubheitsgene von Mäusen, die Rückschlüsse auf die Funktionsweise menschlicher Hörverluste zulassen. Im Rahmen eines europäischen Verbundprojekts ist der Arbeitsgruppe nun der Nachweis gelungen, dass Mutationen in Taubheitsgenen nicht nur die Funktion des peripheren Hörsystems, also des Ohrs, sondern auch die zentrale Hörbahn beeinträchtigen.

 

Quelle: http://idw-online.de/de/news485078

Baufreigabe für den Neubau des Departments für Augenheilkunde

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat die Baufreigabe für den Neubau der Augenklinik einschließlich des Forschungsinstituts für Augenheilkunde mit Gesamtbaukosten in Höhe von 49,5 Millionen Euro erteilt.

 

"Mit dem Neubau schaffen wir räumliche Kapazitäten, um den aufgrund des demografischen Wandels vor allem in der Augenheilkunde ansteigenden Patientenzahlen Rechnung zu tragen. Gleichzeitig werden mit der Konzentration sämtlicher Einrichtungen der Augenheilkunde unter einem Dach die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen, um neuste Erkenntnisse der Forschung unmittelbar in den alltäglichen Klinikbetrieb einfließen lassen zu können. Damit wird das Klinikum den Anforderungen der Zukunft in Krankenversorgung, patientenorientierter Forschung und Lehre gewachsen sein," sagte Dr. Nils Schmid am 25. März 2012 anlässlich der Baufreigabe.
Der Neubau umfasst eine Nutzfläche von insgesamt rund 8.500 qm. Die Fertigstellung ist für Ende 2014 geplant. Die Augenklinik wird auf dem Universitätsklinik-Campus am Schnarrenberg mit direkter Anbindung an die HNO-Klinik errichtet. Aus einem europaweit ausgelobten Wettbewerb ging das Architekturbüro Arcass aus Stuttgart als erster Preisträger hervor. Der 6-geschossige Neubau greift die Strukturen der HNO-Klinik auf, setzt den vorhandenen Sockelbau nach Westen fort, schafft Innenhöfe und eine niveaugleiche Anbindung der Geschosse. Auf einen 3-geschossigen Sockelbau mit Forschungs- und Ambulanzbereichen sind zwei nahezu quadratische Baukörper, die die OP- und Pflegereiche umfassen, aufgesetzt. Die Erschließung erfolgt von Norden her durch einen neuen gemeinsamen Haupteingang. Der Zugang zum Forschungsinstitut erfolgt analog zum Hörforschungsinstitut von Süden.
"Durch den baulichen Zusammenschluss von Augen- und HNO-Klinik kann die sensorische Forschung an Auge und Ohr zu einem interdisziplinären Zentrum für Neurosensorik zusammengeführt werden. Mit diesem in Deutschland einzigartigen Konzept wird eine innovative und institutionsübergreifende Forschungsplattform aufgebaut, die auch vom Bund im Rahmen seiner Förderung von Forschungsbauten mit überregional bedeutsamer Forschung mitfinanziert wird," so Schmid abschließend. (Stuttgart, 25.3.2012)

 

Quelle: Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

Viagra-ähnliche Substanz schützt Sinneszellen im Ohr vor Lärmschäden

25.01.2012 - aktuelle Publikation in Nature Medicine

 

Wissenschaftler des Hörforschungszentrums am Universitätsklinikum Tübingen konnten im Tierexperiment eine zelluläre Signalkaskade identifizieren, die für den Erhalt der empfindlichen Haarsinneszellen im Innenohr bei Verletzungen durch Lärm verantwortlich ist. Durch die Hemmung des Abbaus der Ausgangssubstanz für die Schutzwirkung mittels Zugabe eines Inhibitors ließ sich das Innenohr von Versuchsratten vor Schäden durch Lärm schützen. Die schützende Substanz (Vardenafil, Levitra) gehört dabei zur selben Substanzklasse wie das bekannte Potenzmittel Viagra. Prof. Dr. Marlies Knipper, stellvertretende Sprecherin des Neurosensorischen Zentrums der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Tübingen und Leiterin der Arbeitsgruppe Molekulare Hörphysiologie: "Die vorliegenden Erkenntnisse, die aktuell am 22.1.2012 in Nature Medicine publiziert wurden, zeigen uns erstmalig einen therapeutisch nutzbaren Mechanismus im Ohr auf, dessen Nutzung in Zukunft vielen Patienten mit akuter Traumatisierung des Gehörorgans helfen könnte, ihr Hörvermögen zu erhalten. Dies muss jetzt gezielt in klinischen Studien überprüft werden."

Titel der Originalpublikation:

cGMP-Prkg1 signaling and Pde5 inhibition shelter cochlear hair cells and hearing function

Mirko Jaumann1, Juliane Dettling1, Martin Gubelt1, Ulrike Zimmermann1, Andrea Gerling2, François Paquet-Durand3, Susanne Feil2, Stephan Wolpert1, Christoph Franz1, Ksenya Varakina1, Hao Xiong1, Niels Brandt4,5, Stephanie Kuhn4,9, Hyun-Soon Geisler1, Karin Rohbock1, Peter Ruth6, Jens Schlossmann7, Joachim Hütter8, Peter Sandner8, Robert Feil2, Jutta Engel4,5, Marlies Knipper1 & Lukas Rüttiger1 DOI 10.1038/nm.2634

Termine des Zentrums für Neurosensorik

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Vollversammlung des Zentrums für Neurosensorik
Datum: 11.Juni 2012, 16:00h,
Ort: Hörsaal HNO-Klinik
Gastredner: Prof. Dr. U. B. Kaupp,
Scientific Director, Research Center Caesar, Bonn
Thema: "Von schwimmenden Sehzellen, welkenden Maiglöckchen und rechnenden Spermien"
 

 

 





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