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Neue Versorgungsform für Patienten - Beim Hausarzt gleich die Haut checken lassen

Dermatologen beurteilen Hauterkrankungen telemedizinisch mit Hilfe von Bildern aus der Hausarztpraxis – TeleDerm: Auftaktveranstaltung mit allen Projektpartnern

15.11.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

international wird die Telemedizin bereits seit vielen Jahren erfolgreich zur Sicherung einer flächendeckenden Versorgung eingesetzt. Im deutschen Gesundheitssystem werden diese neuen Versorgungsformen durch den Innovationsfonds der Bundesregierung gefördert*. Mit Mitteln aus diesem Fonds untersucht auch ein Team um Professorin Stefanie Joos, Ärztliche Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung am Universitätsklinikum Tübingen, gemeinsam mit der AOK Baden-Württemberg und ihren Projektpartnern, ob durch Telekonsile die medizinische Versorgung bei Hauterkrankungen auf dem Land verbessert werden kann. Dazu werden Bilder von Hautveränderungen von Hausärzten unter Beachtung des Datenschutzes an Dermatologen übermittelt und aus der Ferne analysiert und bewertet. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, wissenschaftlich begleitet, eine effiziente und qualitativ hochwertige telemedizinische Primärversorgung zu etablieren.

 

Den Startschuss für dieses Projekt möchten wir gerne mit Ihnen gemeinsam geben und laden Sie herzlich ein:

 

am Mittwoch, 15.11.2017, 15.30-17.00 Uhr

Universitätsklinikum Tübingen, Gesundheitszentrum, Hoppe-Seyler-Straße 6, Gebäudenummer 480 , Ebene 4 , Tagungsraum 2

 

Professorin Stefanie Joos sowie weitere am Vorhaben beteiligte Experten werden das TeleDerm-Projekt aus unterschiedlichen Gesichtspunkten näher beleuchten. Anhand einer realen Vor-Ort-Demonstration möchten wir Ihnen zeigen, wie die Hauterkrankungen durch Telemedizin konkret befundet werden.

 

Dazu laden wir herzlich ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Mit besten Grüßen

 

Bianca Hermle

 

Hintergrund

Die Versorgungsforschungsexperten des Universitätsklinikums Tübingen um Professorin Stefanie Joos, Ärztliche Direktorin des Forschungsinstitutes für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung, wollen zusammen mit ihren Projektpartnern klären, ob die Versorgung von Patienten mit Hauterkrankungen im neuen Versorgungsmodell schneller und effizienter als bisher und ohne Qualitätsverlust erfolgen kann. Dazu werden teledermatologische Konsile in die hausärztliche Versorgung implementiert.

 

Unter einem Konsil versteht man bei der Behandlung eines Patienten die Beratung eines Arztes durch einen anderen Arzt, meist einen Facharzt. In dem vorliegenden Projekt zieht der Hausarzt bei einer Erkrankung der Haut einen Dermatologen via Telemedizin hinzu, um das Krankheitsbild fachärztlich beurteilen zu lassen. Das Bild der Hautveränderung wird dazu vom Hausarzt unter Beachtung des Datenschutzes an einen Hautarzt übermittelt und aus der Ferne analysiert und bewertet.

 

Die Telemedizin bietet hier eine Möglichkeit, Hindernisse in der Versorgung, wie eine zu große Entfernung zur Facharztpraxis oder lange Wartezeiten auf einen Termin zu verringern. Die Erkrankungen der Haut eignen sich dafür besonders, da Hautveränderungen standardisiert fotografiert und vom Dermatologen aus der Ferne analysiert und bewertet werden können.

 

Ziel des Projektes ist es, die Versorgung von Patienten mit Hauterkrankungen in der Hausarztpraxis durch telemedizinische Konsile zu verbessern. Dafür wird in 50 Hausarztpraxen, die an der hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg teilnehmen, ein teledermatologisches Konsilsystem implementiert. Die übermittelten Informationen werden von Dermatologen gesichtet und bewertet. Die Diagnose wird zusammen mit Empfehlungen über das Telekonsilsystem wieder an den Hausarzt zurückgemeldet. Ärzte und Medizinische Fachangestellte aller teilnehmenden Hausarztpraxen sowie teilnehmende Dermatologen erhalten zur Handhabung des Telekonsilsystems eine IT-technische Anwenderschulung.

 

Nach einer einjährigen Testphase wird analysiert, ob die Versorgung von Patienten mit Hauterkrankungen im neuen Versorgungsmodell, eine gleichbleibende Qualität vorausgesetzt, effizienter ist als in der Regelversorgung ohne Telekonsil. Ausgewertet werden neben der Anzahl der Überweisungen zum Dermatologen im Vergleich zu Kontrollpraxen auch die Behandlungsempfehlungen, die Patientenzufriedenheit und die Akzeptanz bei Ärzten und Patienten. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. zwei Millionen Euro gefördert.

 

Im Erfolgsfall kann das Modell bundesweit übertragen werden. Denkbar ist auch eine Ausweitung auf weitere medizinische Berufsgruppen und Krankheitsgebiete, bei denen Bildaufnahmen bei der Diagnosestellung besonders wichtig sind (z.B. Augenheilkunde).

 

 

* Der Innovationsfonds und der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss

Mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz erhielt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Auftrag, neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen, und Versorgungsforschungsprojekte, die auf einen Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der bestehenden Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgerichtet sind, zu fördern.

Übergeordnetes Ziel des Innovationsfonds ist eine qualitative Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Die Bundesregierung hat zu diesem Zweck einen Innovationsfonds aufgelegt. Die zur Verfügung stehende Fördersumme beträgt in den Jahren 2016 bis 2019 jeweils 300 Millionen Euro jährlich. Hierbei sind 225 Millionen Euro für die Förderung neuer Versorgungsformen und 75 Millionen Euro für die Versorgungsforschung vorgesehen. Die Mittel für den Fonds werden von den gesetzlichen Krankenkassen und aus dem Gesundheitsfonds getragen.

 

 

 
 


 

Medienkontakt

 

Universitätsklinikum Tübingen

Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung

Prof. Dr. med. Stefanie Joos, Ärztliche Direktorin

Osianderstraße 5, 72076 Tübingen

Tel. 07071 29-85226

Tel. 07071 29-85213 (Sekretariat)

 

 






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