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Cochlear Implantate

 

Was ist ein Cochlear Implantat?

Das Cochlear Implantat (CI) ist eine elektronische Innenohrprothese, die es vielen gehörlosen und hochgradig schwerhörigen Menschen ermöglicht, zu hören. CIs sind für gehörlose Kinder und Erwachsene geeignet, deren Innenohr (lateinisch: Cochlea) nicht mehr funktioniert. Der Hörnerv funktioniert hingegen in der Regel noch sehr wohl. Das CI reizt nämlich elektrisch den Hörnerven, der daher noch funktionieren muss.

 

Beim Normalhörenden gelangt der Schall über die Ohrmuschel zum Trommelfell und wird von dort über die Gehörknöchelchen des Mittelohres auf das Innenohr (Cochlea = Schnecke) übertragen. Hier werden die Schallwellen durch viele Tausende von Sinneszellen in elektrische Impulse umgewandelt und über den Hörnerven zum Gehirn weitergeleitet.

 

Ist die Funktion des Innenohres ganz oder nahezu vollständig ausgefallen, liegt eine Taubheit bzw. eine so genannte Resthörigkeit vor. Hörgeräte reichen dann nicht mehr aus, um ein befriedigendes Sprachverständnis zu ermöglichen.

 

Das CI ersetzt die Funktion des geschädigten Innenohres, indem es wie dieses, den Schall in elektrische Impulse umwandelt und diese an den Hörnerven weiterleitet.
 

 

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So funktioniert ein Cochlea Implantat

Ein CI besteht aus dem eigentlichen Implantat, das operativ in den Ohrknochen eingesetzt wird (Abb. 1), und aus äußeren Anteilen, die am Körper bzw. am Kopf getragen werden (Abb. 2). Die Arbeitsweise lässt sich in folgende Schritte gliedern: Ein Mikrophon (1) nimmt den Schall auf und leitet ihn zum Sprachprozessor (2, s. auch Abb 2). Dieser wird ähnlich wie ein HdO-Hörgerät hinter dem Ohr getragen. In diesem Sprachprozessor wird das eingegangene Schallsignal in elektrische Impulse umgewandelt, welche zur Sendespule (3, s. auch Abb. 2) weitergeleitet werden. Diese entspricht einer 2,5 cm großen Scheibe und sitzt hinter dem Ohr auf der Kopfhaut. Direkt unter der Haut unter der Sendespule befindet sich die Empfängerspule (Abb. 1)), die operativ in den Schädelknochen unter der Haut eingesetzt wurde und über einen eingebauten Magneten die Sendespule außen in ihrer Position festhält. Die elektrischen Signale werden nun durch die Kopfhaut von der Sende- an die Empfängerspule weitergegeben. Von hier aus gelangen sie zum Elektrodenbündel (4, s. auch Abb. 1), das während der Operation in das Innenohr eingefügt wurde (Abb. 3). Hier erregen die elektrischen Signale den Hörnerv (5).

 

Das Implantat kann häufig durch eine Fernbedienung (Abb. 4) eingestellt werden. Alle äußeren Anteile des CI (Abb. 2) können durch den Patienten selbst jederzeit abgenommen werden. Sie stellen kein Hindernis bei körperlicher Aktivität dar. Das Implantat kann lebenslang im Körper verbleiben und muss normalerweise nicht gewechselt werden.

 

Implantierbare Teile eines CI (Abb. 1)
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Links: Empfängerspule, kommt unter die Haut. Rechts: Elektrodenbündel für das Innenohr (Cochlea)
 

 

Äußere Teile eines CI (Abb. 2)
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Rundes Teil: Senderspule, sendet durch die Haut zum Empfänger in Abb. 1. Direkt hinter dem Ohr: Gehäuse mit Elektronik, Batterie und Mikrophon.
 

 

Röntgenbild (Abb. 3)
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Röntgenbild eines in die Cochlea implantierten Elektrodenbündels
 

 

Fernbedienung (Abb. 4)
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Fernbedienung
 

 

Für welche Patienten eignet sich ein CI?

1. An Taubheit grenzende schwerhörige oder gehörlose Kinder.

Bei diesen Kindern sollte die Implantation eines CI‘s möglichst früh erfolgen, da die Reifung der Hörbahn in den ersten Lebensjahren erfolgt. Dies ist auch das optimale Alter, um Kinder mit einem CI zu versorgen. Die Chancen für eine gute Sprachentwicklung sind dann am besten.

Im Tübinger CIC werden bereits einjährige Kinder mit CI‘s versorgt. Bei Kindern, die beispielsweise eine Hirnhautentzündung (Meningitis) durchgemacht haben, kann die Implantation bei drohender Verknöcherung der Hörschnecke auch früher notwendig werden.

 

2. Hochgradig schwerhörige Erwachsene.

Bei diesen Patienten sind die Erfolgsaussichten um so besser, je kürzer die Taubheit bestand und je besser das akustische Sprachverstehen vor der Ertaubung war. Hilfreich ist eine gut entwickelte Fähigkeit zum Lippenlesen. Für Erwachsene, die keinen Lautspracherwerb haben, sind die Erfolgsaussichten eher als gering einzustufen.

 

 

 

 

 

 






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