Institut für Allgemeinmedizin & Interprofessionelle Versorgung

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Osianderstr. 5
72076 Tübingen


Telefonnummer: 07071 29-85213


Faxnummer: 07071 29-5896


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Innovative Versorgung

Die medizinische Versorgung steht vor großen Herausforderungen: der demografische Wandel bringt einen größeren Versorgungsaufwand, insbesondere von chronisch und mehrfach Erkrankten, mit sich, was insbesondere ländliche Gemeinden bei gleichzeitig bestehendem Hausärztemangel vor große Herausforderungen stellt.

Die Zukunft der Versorgung erfordert eine intensivere Koordination und Patientenzentrierung. Hierfür müssen im Primärversorgungsbereich innovative Modelle entwickelt und umgesetzt werden, bei denen die Versorgung interprofessionell und kooperativ angelegt und am regionalen Bedarf ausgerichtet sein soll (vgl. Gutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Sondergutachten 2009).

Dazu ist außerdem ein breiter gesundheitlicher und sozialer Versorgungsansatz notwendig, in dem Prävention und Gesundheitsförderung eine weitaus größere Bedeutung als bisher zukommt.

Unser Angebot

Wir unterstützen als Institut Kommunen, Landkreise, Gesundheitskonferenzen aber auch Ärzte und Ärztegruppen bei der Planung innovativer Konzepte zur Primärversorgung. Dabei arbeiten wir mit erfahrenen Prozessberatern, Medizinrechtlern und Verbänden zusammen.

Mit dem Forum Innovative Versorgung bieten wir eine Plattform für aktuelle Themen der Primärversorgung. In loser Folge bieten wir Veranstaltungen oder Workshops zu aktuellen Themen an. 

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Die Unterstützung umspannt

  • Regionale Bedarfserhebung inkl. Standortbestimmung
  • Zieldefinition und Konzeptentwicklung
  • Unterstützung bei der Nachwuchsgewinnung

Unsere laufenden regionalen Projekte

Langfristiges Ziel ist es, am Standort Hohenstein, einer Gemeinde im ländlichen Raum auf der Schwäbischen Alb, ein Gesundheitszentrum zur Sicherstellung einer wohnortnahen Primär- und Langzeitversorgung nach innovativen Konzepten zu etablieren. Zentrales Element ist dabei die enge Kooperation von Ärzten und anderen medizinischen Berufen vor Ort und regional. Dazu werden modellhaft neue Versorgungs- und Kooperationsformen etabliert werden. Zusätzlich sollen in Kooperation mit dem Arbeitskreis Gesunde Gemeinde und der Gesundheitskonferenz Reutlingen dort Bürger und Patienten Beratung und konkrete Angebote erhalten von der Prävention bis hin zur Pflege.

Die Planung und Implementierung orientiert sich an angloamerikanischen oder skandinavischen Vorbildern im Sinne eines "Community Health Center“. Diese basieren wesentlich auf dem Primary Health Care Konzept der WHO (Deklaration von Alma Ata) und der Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung. Dabei ist der Einbezug von Bürgern, Gemeinde und existierenden Versorgungsangeboten sowie bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Initiativen vor Ort ebenso wesentliches Merkmal bei der Planung wie der interprofessionelle Ansatz. Dieser dient sowohl in der Patientenversorgung als auch beim Lernen und Lehren als Leitstruktur.

Das Projekt wird unterstützt von der:

Für den Landkreis Waldshut-Tiengen sollten Möglichkeiten zu einer zukünftigen wohnortnahen Versorgung erarbeitet werden. Zunächst wurden durch das Institut in Kooperation mit dem Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein der Versorgungsbedarf und geeignete Standorte mit einer profunden Standortanalyse ermittelt. Die Analysen beziehen sowohl die Anbieter- und Angebotsstrukturen als auch die Bedarfsstrukturen aus Bevölkerungssicht.

Die Analysen sollen die Basis für bedarfsgerechte, nachhaltige und innovative Versorgungskonzepte in der Region bilden. Die Ergebnisse wurden in der öffentlichen Kreistagssitzung am 11.10.2017 vorgestellt und anschließend mit der Ärzteschaft und den Bürgermeistern in zwei Workshops diskutiert. Die Zusammenfassung aller Ergebnisse mit Handlungsempfehlungen sind in einem Bericht veröffentlicht. Im weiteren Verlauf werden die Ergebnisse als Basis für die gemeinsame Entwicklung lokaler Lösungen  im Rahmen lokaler Gesundheitskonferenzen verwandt.

Pressemeldung:
Ambulante medizinische Versorgung im Nordwesten des Landkreises Waldshut im Blick

Die Gesundheitskonferenz Tübingen hat das Institut mit der Befragung aller Hausärzte zur Versorgungssituation im Landkreis beauftragt. Die Befragung wurde im Sommer 2017 durchgeführt.

Die Ergebnisse wurden im AK Hausärztliche Versorgung der kommunalen Gesundheitskonferenz diskutiert und Handlungsoptionen erarbeitet. Abschließend wird die Studie am 10.7.2018 in der kommunalen Gesundheitskonferenz vorgestellt und Handlungsempfehlungen verabschiedet.

Ergebnisbericht Tübingen PDF

Forum Innovative Versorgung

Forum Innovative Versorgung

Versorgung gemeinsam neu denken – neue Strukturen gestalten

Wir bieten eine Plattform für aktuelle Primärversorgungs-Themen, die wir gemeinsam inhaltlich diskutieren und aufarbeiten. Vernetzt und praxisnah wird es uns besser gelingen, Veränderungen anzustoßen und umzusetzen. In loser Folge bieten wir Veranstaltungen oder Workshops zu aktuellen Themen durch.

  • Lösungen bieten und Projekte (gemeinsam) entwickeln
  • Erfahrungen nutzen und Akteure vernetzen
  • Passgenaue Unterstützung anbieten

Angesprochen sind regional tätige Ärzte und regionale Akteure im Gesundheitswesen, die sich mit Fragen zur Versorgungsorganisation beschäftigen - sei es allgemein, regional oder in Ihrem ganz persönlichen Fall. Wir freuen uns auch über thematische Anregungen von Ihnen!

Bei Fragen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf:

Dr. med. Heidrun Sturm, MPH PhD

E-Mail-Adresse: heidrun.sturm@med.uni-tuebingen.de

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