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Der Bachelorstudiengang Pflege (B.Sc.)

Der Bachelorstudiengang Pflege (B.Sc.)

Seit dem Wintersemester 2018/19 wird am Campus für Gesundheitswissenschaften der Universität Tübingen und der Hochschule Esslingen der Bachelorstudiengang Pflege angeboten. Die Kooperation zwischen der Universität Tübingen und dem Uniklinikum sowie der Hochschule Esslingen nahm damals eine Vorreiterrolle ein. Denn international ist das Pflegestudium längst etabliert. Seit 2020 ist der Weg in die Pflege über ein duales, praxisintegrierendes Studium auch in Deutschland gesetzlich fest verankert. Im Jahr 2024 kam zudem die Qualifikation für das Ausüben erweiterter Heilkunde durch das Pflegestudium hinzu.

Der Studiengang Pflege B.Sc. bietet den Studierenden die Möglichkeit, in sieben Semestern in Theorie und Praxis zu lernen und dabei zwei Abschlüsse zu erwerben: die staatliche Berufszulassung als Pflegefachperson und den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.) mit dem Zusatz der erweiterten heilkundlichen Kompetenzen. Und: für die gesamte Dauer des Studiums gibt es eine Vergütung!


Zahlen und Fakten

2
Hochschulen
7
Semester
2
Abschlüsse
60
Studienplätze pro Jahr
1517
Euro monatliche Vergütung

Einblicke in die Welt der Pflege

Einblicke in die Welt der Pflege

Der Imagefilm gibt Dir einen authentischen Einblick in den Pflegestudiengang und zeigt, was das Studium besonders macht. Lerne unsere Studierenden, Lehrenden und die vielfältigen Möglichkeiten kennen, die Dich auf Deinem Weg in die Pflege von morgen begleiten.

Dein Fahrplan durchs Studium

1.-3. Semester:
Du startest mit den Grundlagen der Pflegewissenschaft, Medizin und den Grundlagen pflegerischer Fertigkeiten. Gleichzeitig sammelst du erste Praxiserfahrungen in der direkten Versorgungspraxis.

4. bis 5. Semester:
Dein Wissen wird vertieft in der Bearbeitung von hochkomplexen Pflegesituationen. Du lernst zudem Kommunikationsprozesse und Entscheidungen in komplexen Situationen zu treffen.

6. und 7. Semester:
Der letzte Studienabschnitt zielt auf das selbstständige Arbeiten in der Versorgungs- aber auch Wissenschaftspraxis ab. Gleichzeitig bereiten die Studierenden sich auf die staatlichen Prüfungen vor, welche im 6. Und 7. Semester abgenommen werden.

Einführung in die Pflegewissenschaft, Pflegerisches Selbstverständnis, Grundlagen der Anatomie, Methoden und Fertigkeiten.
Praxisanteile: 390 Stunden

Rechtliche und politische Rahmenbedingungen, Pflegediagnostik, Medizinische Diagnostik, Methoden und Fertigkeiten.
Praxisteile: 390 Stunden

Pflegediagnostik, Medizinische Diagnostik, Pflege und Kommunikation in sozialen Kontexten, Methoden und Fertigkeiten.
Praxisteilen: 360 Sunden

Medizinische Diagnostik, Kommunikations -  und Steuerungsprozesse in der Versorgungspraxis, Reflexion von pflegeberuflichen Situationen aus ethischer Sicht.
Praxisanteile: 330 h

Gesundheitsförderliche Handlungsfelder und Settings in der Pflege, Evidenzbasierte Pflege in allen Lebensphasen und Settings.
Praxisanteile: 330 h

Steuerung (hoch-) komplexer Pflegesituationen, Steuerung von Versorgungsprozessen im intra- und inter-professionellen Team, Beratungsprozesse in der Pflegepraxis.
Praxisanteile: 360 h

Erweiterte heilkundliche Verantwortung, Intra- und interprofessionelle Behandlungspfade und Algorithmen bei chronischen Wunden sowie Demenz, Projektmanagement im Kontext erweiterter pflegerischer Rollen.
Praxisanteile: 270 h

Einblicke in das Studium

Praktischer Teil:
Träger des praktischen Studienanteils ist das Universitätsklinikum Tübingen (UKT). Die Praxis findet sowohl in praxisnahen, fallbasierten pflegeberuflichen Handlungssituationen als auch im Rahmen von Praxiseinsätzen in den unterschiedlichen pflegeberuflichen Handlungsfeldern – auch, aber nicht nur am UKT - statt. D.h, die Studierenden lernen in „Trockenübungen“ im Skills Lab pflegerische Grundlagen und Interventionen, die sie dann bei ihren Hospitationen und Praxiseinsätzen beobachten und zunächst unter Anleitung sowie später auch selbständig durchführen dürfen. Angeleitet werden die Studierenden dabei von akademisch qualifiziertem Pflegepersonal.

Die unterschiedlichen Bereiche der Pflege, in denen die Studierenden eingesetzt sind, müssen von Bewerberinnen und Bewerbern nicht selbst organisiert werden. Sie sind vielmehr ein Bestandteil des Lehrplans, also fest ins Studium integriert.

Bereits im ersten Semester werden in der Praxis pflegerische Aufgaben übernommen.
Zentrale Praxisanleitende stehen den Studierenden zur Seite.
Bei der Praxisbegleitung werden die Studierenden auch von den Professoren und Professorinnen begleitet.
Portraitfoto

Studierende leiten Studierende an

Erstmals fand im Wintersemester 2024/25 das Format „Studierende leiten Studierende an“ statt. Studierende des 5. Fachsemesters begleiteten dabei jene des 1. Fachsemesters über einen Tag im Skills Lab und leiteten sie zu verschiedenen Themen an. Besonders der informelle Austausch im zusätzlichen „Freien Üben & Selbsterfahrung“ wurde von beiden Seiten sehr geschätzt. Die Veranstaltung stieß auf sehr positives Feedback und wird aufgrund des großen Erfolgs auch in den kommenden Semestern stattfinden.

thumbnail Vortrag

Der Studiengang auf der Studzubi

Pflegestudentinnen stehen Rede und Antwort

Pflegedirektor Klaus Tischler über den Studiengang

Aktuelles

ICN Kongress 2025 Helsinki

Studierende und Doktoranden aus Tü/Es mit dabei!

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Gute Noten im CHE-Ranking!

Pflege bekommt gute Noten!

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Noch Plätze im Studiengang!

Nutze deine Chance beim Losverfahren für den Studiengang Pflege!

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Deine Berufsperspektiven

Mit einem Studium der Pflege eröffnen sich vielfältige berufliche Perspektiven in einem zukunftssicheren und gesellschaftlich bedeutenden Berufsfeld. Absolvent*innen übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in der direkten pflegerischen Versorgung und gestalten die Pflege von morgen aktiv mit.

Mögliche Tätigkeitsfelder finden sich unter anderem in Krankenhäusern, stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren sowie in der Beratung und Gesundheitsförderung. Je nach persönlichem Interesse und gewähltem Schwerpunkt bieten sich zudem Perspektiven in Bereichen wie Pflegeentwicklung, Qualitätsmanagement, Case Management, Lehre und Forschung.

Durch die akademische Qualifikation erweitern sich die Möglichkeiten, komplexe Pflegesituationen wissenschaftlich fundiert zu beurteilen, innovative Versorgungskonzepte mitzuentwickeln und Verantwortung in interprofessionellen Teams zu übernehmen. Auch weiterführende Masterstudiengänge und Spezialisierungen eröffnen zusätzliche Karrierewege.

Der Bedarf an qualifizierten Pflegefachpersonen wächst stetig. Ein Pflegestudium bietet daher ausgezeichnete Chancen, einen vielseitigen, sinnstiftenden und langfristig zukunftssicheren Berufsweg einzuschlagen.

Studiengangleitung

Tübingen

Prof. Dr. Sabine Valenta

Prof. Dr. Sabine Valenta

Direktorin Abteilung Pflegewissenschaft II: Klinische Pflegewissenschaft und Implementierungsforschung

Phone number: +49 7071 29-88865

E-mail address: sabine.valenta@med.uni-tuebingen.de

Abteilung Pflegewissenschaft II
Hoppe-Seyler-Str. 9
72076 Tübinge

Personal Profile: More about the person

Esslingen

Portrait

Prof. Dr. Christiane Gödecke

Phone number: +49 711 397-4734

E-mail address: Christiane.Goedecke@hs-esslingen.de

Institution: Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften
Flandernstraße 101
73732 Esslingen

Noch Fragen zum Studium?

Unsere Studienfachberatung unterstützt Dich gerne bei allen Anliegen rund um den Bachelorstudiengang Pflege.

Themen der Studienfachberatung

  • Unterstützung in der Studienwahl (Passt der Studiengang zu mir?)

  • Bewerbung und Zulassungsvoraussetzungen

  • Studieninhalte und Schwerpunkte, Studienverlauf und  -aufbau

Eva-Maria Burk

Studiengangskoordination

Phone number: +49 7071 29-87119

E-mail address: pflege.studium@med.uni-tuebingen.de

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Hier erfährst du kurz und knapp alle wichtigen Eckdaten zum Studiengang, zu den Zulassungsvoraussetzungen und zum Bewerbungsverfahren

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FAQ

Häufige Fragen


Der primärqualifizierende, duale Bachelorstudiengang Pflege führt zu zwei Abschlüssen: durch eine staatliche Prüfung wird die Berufszulassung als Pflegefachfrau/-mann/-person erworben – denn Pflege ist ein gesetzlich geregelter Beruf und darf nur qua Abschluss auch ausgeübt werden - und mit dem Bachelor of Science ein akademischer Grad. Er qualifiziert zudem seit dem Wintersemester 2025/26 auch für die eigenständige Ausübung erweiterter Heilkunde in den Bereichen chronische Wunden, diabetische Stoffwechsellage und Demenz – alles gesellschaftlich höchst relevante Krankheitsbilder bzw. Lebenslagen. Heilkunde eigenständig auszuüben bedeutet, ohne Weisung selbstständig, auf Basis der eigenen Expertise, Behandlungsprozesse zu planen, durchzuführen, zu steuern, zu evaluieren und weiterzuentwicklen. Der Studiengang Pflege zielt damit auf eine wissenschaftlich basierte und zukunftsfähige Berufsqualifikation, um den (hoch-)komplexen Behandlungskonzepten in der pflegerischen Versorgung gerecht zu werden. Dabei fokussiert das Studium die hochschulische Qualifikation von Pflegenden, die nah an Patient*innen und Bewohner*innen arbeiten, dabei kritisch-reflexiv, analytisch und evidenzbasiert handeln und neue Forschungsfelder in der Praxis erschließen. Akademisch qualifizierte Pflegende werden somit bewährte, als auch neue, verantwortungsvolle Rollen in der Gesundheitsversorgung übernehmen. 

International ist es üblich, Pflege zu studieren. In Deutschland hat sich ein entsprechendes seit 2020 mit dem neuen Pflegeberufegesetz kontinuierlich aufgebaut. Durch den hohen Anteil integrierter Praxisstunden werden Sie, analog zur Berufsausbildung, für die komplette Dauer des Studiums durchgehend vergütet.

Sie sollten Freude an der Arbeit mit Menschen haben, empathisch und sozialkompetent sein. Auch sollte Ihnen das Arbeiten an pflegerischen und gesundheitlichen Themen und das analytische Denken, sowie die interprofessionelle Zusammenarbeit Spaß machen. Das Studium setzt, neben der allgemeine Hochschulzugangsberechtigung oder der einschlägigen fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung, auch Interesse und Flexibilität voraus, da Sie immer wieder an neue und herausfordernde Situationen sowohl in der Theorie als auch in der Praxis herangeführt werden. 

Sie lernen im Studium sowohl im Rahmen von Lehrveranstaltungen an den beiden beteiligten Hochschulen, als auch unter Anleitung in simulierten Situationen im sogenannten Skills Lab sowie ebenfalls angeleitet und begleitet in der realen Pflegepraxis am Universitätsklinikum Tübingen und in weiteren Pflegesettings – ambulant wie (teil)stationär. Es ist als duales, praxisintegrierendes Studium organisiert. Die Verantwortung für alle theoretischen und praktischen Studieninhalte liegt dabei bei den Hochschulen. Dadurch sind die beiden Lernorte Hochschule und Praxis eng miteinander verzahnt und der Lehrplan ist auf die Bedürfnisse und Erfordernisse des jeweils anderen Lehrpartners abgestimmt. Dies gewährleistet einen adäquaten und stringenten Theorie-Praxis-Transfer. 

Beim primärqualifizierenden Studiengang Pflege liegt die Verantwortung für alle theoretischen und praktischen Ausbildungs- und Studieninhalte bei der Hochschule. Dadurch sind die beiden Lernorte Hochschule und Praxis eng miteinander verzahnt und der Lehrplan ist auf die Bedürfnisse und Erfordernisse des jeweils anderen Lehrpartners abgestimmt. Dies gewährleistet einen adäquaten und stringenten Theorie-Praxis-Transfer.
Im Gegensatz zu anderen hochschulischen Pflegeausbildungen mit ihren drei Lernorten Fachschule, Pflegepraxis und Hochschule beträgt die Dauer des primärqualifizierenden Bachelorstudiengangs Pflege durch die enge Zusammenarbeit der beiden Lernorte lediglich sieben Semester im Vergleich zu den sonst durchschnittlich neun Semestern.

Seit 1999 werden an der Hochschule Esslingen Studiengänge im Bereich Pflege angeboten. Die Hochschule Esslingen gehörte zu den ersten Hochschulen, die die Akademisierung der Pflege unterstützten und vorantrieben. Ein Studium an der Hochschule Esslingen ermöglicht die Nutzung einer mit Fachliteratur umfangreich ausgestatteten Bibliothek und Vorlesungen durch profilierte Pflegeexpert*innen.

Die Vorlesungen finden an der Hochschule Esslingen sowie an der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen statt. Dort haben Sie interprofessionelle Lehre gemeinsam mit Studierenden der Humanmedizin und der Hebammenwissenschaft. Die Universität Tübingen ist nicht nur eine Exzellenzuniversität, sondern auch in den Hochschulrankings unter den zehn besten Universitäten Deutschlands. 

Der praktische Studienanteil erfolgt am Universitätsklinikum Tübingen, einer der besten zehn Universitätskliniken Deutschlands (Ranking 2024) sowie in ambulanten und stationären Einrichtungen in den Regionen Tübingen und Esslingen.

Nach dem Studium übernehmen Sie in der klinischen Pflegepraxis eigenverantwortlich die professionelle Pflege von pflegebedürftigen Personen aller Altersgruppen, die Beratung, Anleitung und Begleitung dieser sowie derer Zu- und Angehöriger, und eigenständige Heilkunde in den Bereichen chronische Wunden, Diabetes und Demenz. Auch stehen Ihnen (mittelfristig) die Übernahme weiterer verantwortungsvoller Aufgaben, wie z.B. die Team- oder Stationsleitung, Stabstellenarbeit etc. pp. offen. Bei all dem arbeiten Sie, je nach Berufsfeld unterschiedlich intensiv mit Vertreter*innen anderer Berufsgruppen zusammen. Dies alles insbesondere in:

  • (Teil)stationären Krankenhäusern
  • Pflegeheimen, Hospizen, Wohngruppen
  • Ambulanten Pflegediensten und -stützpunkten
  • Sowie neu entstehenden Feldern der Pflege (Stichwort School Nursing, Community Health Nursing usw.) 

Nach dem Studium übernehmen Sie eigenverantwortlich die professionelle, evidenzbasierte Pflege von Personen aller Altersgruppen bei Erkrankung und/oder nach Unfällen, v.a. in (hoch)komplexen Fällen. Ihre Arbeit verläuft dabei nah am Menschen. Sie stehen Personen mit gesundheitlichen Problemen zur Seite und helfen ihnen, ihr Leben – trotz Erkrankung oder belastender medizinischer Therapie – (wieder) weitestgehend selbstständig zu gestalten. 

Konkret bedeutet dies:

  • Pflegerische Maßnahmen planen, koordinieren, durchführen, bewerten und dokumentieren.
  • Die Pflegeempfangenden sowie deren Zu- und Angehörige innerhalb der Aufgabenbereiche: Pflege und Betreuung, Therapie und Rehabilitation sowie Gesundheitsförderung und Prävention, begleiten, anleiten und beraten.
  • Eigenständig Heilkunde in den Bereichen chronische Wunden, Diabetes und Demenz ausüben.
  • Medizinisch angeordnete Maßnahmen der Diagnostik und Therapie übernehmen.
  • Lebensrettende Sofortmaßnahmen in Notfällen einleiten und durchführen.
  • Pflegequalität weiterentwickeln und Behandlungsfehler vermeiden.
  • Forschungsergebnisse recherchieren und auf das eigene Handeln anwenden bzw. Teammitglieder entsprechend anleiten.
  • Mit den medizinischen und weiteren therapeutischen Kolleg*innen im Gesundheitswesen zusammenarbeiten.
  • Weiterer verantwortungsvolle Aufgaben im Gesundheits- und Pflegewesen, wie z.B. Team- oder Stationsleitung, Stabstellenarbeit etc. pp., übernehmen.

Als Studententin oder Student des primärqualifizierenden Bachelorstudiengangs Pflege werden Sie in jedem Semester Praxiszeiten in allen Pflegesettings haben, die blockweise nach den Vorlesungszeiten (Semester 1 - 7) zu festgelegten Terminen und Zeiten stattfinden. Im gesamten Studium sind das über 2500 Praxisstunden, davon knapp 200 Stunden im Skills Lab. Die Planung der Praxiseinsätze erfolgt dabei hochschulseitig, Sie müssen nicht selbstständig nach Einrichtungen für Ihre Einsätze suchen.

Während der Praxiseinsätze gelten für Sie die üblichen Dienstzeiten der jeweiligen Gesundheits- und Pflegeeinrichtung. Durch die Arbeit im Schichtdienst erhalten Sie die Möglichkeit, die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen und die wichtigsten Berufsgruppen in all ihren Facetten und Aufgaben kennenzulernen und Sie werden zu einem Teil des Pflege- und Therapieteams.

Im 7. Semester lernen Sie in Nachtdiensten auch die besonderen Aspekte dieser Dienstzeit kennen.

Als Student oder Studentin werden Sie in der Pflegepraxis durchgehend von erfahrenen Praxisanleiter*innen betreut. Zudem erhalten Sie regelmäßig eine Praxisbegleitung durch Ihre Lehrenden aus der Hochschule. Individuelle Lernförderung wird so gewährleistet und der Theorie-Praxis-Transfer unterstützt. Zudem orientieren sich Ihre Lernaufgaben in der Praxis immer an den theoretischen Inhalten Ihrer Vorlesungen. 

Sie erhalten als Student*in zwar eine Entlohnung, dennoch steht immer der Lernauftrag in den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen im Fokus.

Im Rahmen der Praxisanleitung werden Ihnen pflegepraktische Kompetenzen durch akademische Praxisanleiter und -anleiterinnen vermittelt, die Sie dann in einem „geschützten“ Rahmen – in simulierten Pflegesituationen – üben können. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Wiederholung einzelner Handlungsabläufe, sondern auf dem Aufbau pflegepraktischer Kompetenzen. Unterstützend wirken dabei der Einsatz verschiedener Methoden und Medien sowie pflegerische Trainingspuppen und Simulatoren. In den Praxiseinsätzen lernen Sie in realen Pflegesituationen und werden dabei in den Pflege- und Gesundheitseinrichtungen von Praxisanleiter und -anleiterinnen begleitet und unterstützt.

Die theoretische Wissensvermittlung findet an den zwei Hochschulstandorten, der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Hochschule Esslingen, statt. Die Lernveranstaltungen werden in Form von Vorlesungen und Seminaren durchgeführt. Dabei lernen Sie mitunter die Methoden, Instrumente und Verfahren des wissenschaftlichen Arbeitens kennen. Zudem gibt es, neben der Bearbeitung von praxisnahen Fallbeispielen, auch immer Reflexionsphasen, um Ihren Lernfortschritt zu spiegeln. Auch Rollenspiele und problemorientiertes Lernen helfen Ihnen dabei, Ihre derzeitige Position in den Lern- und Handlungssituationen zu reflektieren.

Zu Beginn des Studiums setzen Sie sich mit den Begrifflichkeiten der Gesundheitswissenschaften und dem pflegerischen und pflegewissenschaftlichen Selbstverständnis auseinander. Zudem stehen die physiologischen und pathologischen medizinischen Grundlagen und auch die Diagnostik im Fokus. Anhand von „typischen“ Erkrankungen werden Pflegeinterventionen geplant, die sich im Studienverlauf zunehmend in ihrer Komplexität steigern, bis Sie sich der Bearbeitung von (hoch)komplexen pflegerischen Interventionen mit all ihren ethischen, kooperativen, kommunikativen, rechtlichen, soziologischen und prozessorientierten Elementen widmen. Dabei betrachten Sie immer die Pflege in allen Lebensphasen - von jung bis alt - und Settings - von stationär bis ambulant. Zudem wählen Sie eine theoretische Vertiefung in einem der nachfolgend genannten Bereiche: evidenzbasierte pädiatrische Pflege, evidenzbasierte Pflege erwachsener Menschen, evidenzbasierte geriatrische Pflege oder evidenzbasierte psychiatrische Pflege. Zusätzliche Themen des Studiums sind u. a. das wissenschaftliche Arbeiten sowie rechtliche, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Und auch zentrale, gesellschaftlich und für den Pflegeberuf relevante Querschnittsthemen, wie Diversity, KI und Katastrophen sind Teil des Curriculums. Am Ende des Studiums folgen darüber hinaus Inhalte rund um die erweiterte heilkundliche Verantwortung in den Bereichen Diabetes mellitus, chronische Wunden und Demenz.

Konkret bedeutet dies, dass Sie lernen, welche Pflegeprobleme beispielsweise bei den sogenannten Volkserkrankungen (z. B. Diabetes, Tumorerkrankungen, Herzkreislauferkrankungen, chronisch-degenerative Muskel- und Skeletterkrankungen) auftreten (z. B. Schmerzen, Mobilitätseinschränkungen, Hautveränderungen, gestörte Ernährung, erhöhte Sturzneigung und vieles mehr) und wie man solchen Pflegeproblemen wirkungsvoll begegnen kann. So erlernen Sie beispielsweise das pflegerische Handeln im Rahmen einer angepassten Schmerztherapie und verbessern Ihre Beratungskompetenzen, um die zu Pflegenden oder Angehörigen pflegerisch adäquat zu begleiten. Die Pflegewissenschaft bildet hierbei die Grundlage, um pflegerische Phänomene zu analysieren, zu beurteilen, pflegerische Interventionen zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. 

Ihnen stehen als Studentin bzw. Student Isowohl die Bibliothek der Hochschule Esslingen mit ihren umfangreichen pflegerischen Werken als auch die Universitätsbibliothek der Eberhard Karls Universität Tübingen u.a. mit ihren umfangreichen medizinischen, sozialwissenschaftlichen, pharmazeutischen und psychologischen Werken zur Verfügung. Zu Beginn eines jeden Semesters stellen die Lehrenden eine Übersicht der im Semester zu bearbeitenden Literatur zusammen. Diese Werke können Sie entweder ausleihen oder in der Bibliothek bearbeiten. Beide Bibliotheken bieten zudem ein umfangreiches digitales Bücher- und Zeitschriftenangebot, auf das Sie auch von zuhause aus zurückgreifen können. Darüber hinaus verfügen beide Bibliotheken über umfangreiche Datenbanken, die Sie darin unterstützen, auch an internationales Wissen zu gelangen. 

Sie werden in allen Semestern sowohl in Tübingen als auch in Esslingen studieren. Je Semester wird an einem der Standorte der überwiegende Teil der theoretischen Lehrveranstaltungen stattfinden. Tageweise werden Sie an den anderen Standort wechseln. Beginnen Sie Ihre Planung daher frühzeitig. Für Studierende gibt es die Möglichkeit, für die Dauer des Studiums in einem Studierendenwohnheim zu wohnen. Für die Region Esslingen ist hierfür das Studierendenwerk Stuttgart zuständig, für die Region Tübingen das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim

Die praktischen Einsätze finden am Universitätsklinikum Tübingen oder in pflegerischen Einrichtungen im Umkreis von Tübingen und Esslingen statt. Wir achten darauf, dass alle Kooperationspartner möglichst gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.

In den Medien

Patrick Weggenmann studiert den Studiengang Pflege B.Sc. und fungiert zugleich als Studienbotschafter. Über seine Arbeit als solcher und darüber, was diese sowie sein Studium so besonders macht, berichtet er im Magazin „BO[plus]“.

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Tübingen war vor fünf Jahren eine der ersten Universitäten, die das Pflegestudium anboten - in Kooperation mit der Hochschule Esslingen. Wie sind die Erfahrungen? Beitrag von SWR-Aktuell.

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Studiengangkoordinatorin Carina Killinger erläutert im Magazin und Onlineformat „BO[plus] - für die berufliche Orientierung an Schulen“, welche Aufgaben und Rollen studierte Pflegefachpersonen künftig übernehmen werden.

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Im Interview mit „BO[plus]“ erzählt Pflegestudent*in Mo Oberreuter von ihrer Motivation und ihrem Weg ins Studium und ermutigt junge Menschen dazu, das doch einfach mal auszuprobieren.

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Studentin, mittlerweile Absolventin, Paulina Straub gibt im Magazin „BO[plus] - für die berufliche Orientierung an Schulen“ auf S. 40 ein Interview über ihre Beweggründe für das Pflegestudium, erläutert, welche Perspektiven es eröffnet und was ihr im Studium besonders viel Spaß macht.

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In "monitor PFLEGE" - der Fachzeitschrift zu Versorgung, Management und Forschung in der Pflege - gibt Studiendekanin Prof. Dr. Cornelia Mahler ein ausführliches Interview über den Studiengang und den Pflegeberuf in der Zukunft.

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Pflegestudentin Alicia Haug erklärt in einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, was das Besondere am primärqualifizierenden Studiengang Pflege (B.Sc.) ist.

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Startbild des Videos
Prof. Dr. Cornelia Mahler zu Gast im "Frühstücksfernsehen" bei CoMMT

Kooperationspartner