Titel
Blutdruck - Gefäßdiagnostik
 

Der arterielle Bluthochdruck stellt mit einer Prävalenz in Europa von circa 50% eine der häufigsten chronischen Erkrankungen dar und ist zudem ein wesentlicher kardiovaskulärer Risikofaktor. Unbehandelt steigert ein erhöhter Blutdruck das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko für zahlreiche Erkrankungen, v.a. im Bereich des Gefäßsystems wie z.B. eine Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit, Schlaganfälle, Nierenschäden oder chronische Herzinsuffizienz. Ein pathologischer Blutdruckverlauf unter Belastung kann zudem einen leistungslimitierenden Faktor darstellen.

Die Blutdruckmessung in Ruhe gehört daher zur Standarddiagnostik der Inneren Medizin. Bei Auffälligkeiten oder unklaren Befunden sollte eine weitergehende Abklärung erfolgen. Hierfür werden beispielsweise Blutdruckmessungen unter Belastung auf dem Ergometer zur Evaluation des Blutdruckverhaltens unter körperlicher Anstrengung oder eine 24h-Langzeitblutdruckmessung durchgeführt. Letzteres bietet die Möglichkeit das Blutdruckverhalten über den Tagesverlauf und in Abhängigkeit der Aktivität im Alltag zu ermitteln.

Ein Vergleich der Blutdruckwerte von Armen und Beinen (ABI-Messung) ermöglicht zudem die Früherkennung pathologischer Gefäßveränderungen, wie z.B. einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. In Kombination mit einer Messung der Pulswellengeschwindigkeit, als Maß für die arterielle Gefäßsteife, lassen sich so gute Aussagen über das generelle Gefäßrisiko erzielen.