Sektion Suchtmedizin und Suchtforschung
Unautorisierte Weitergabe von Opioiden im Gesundheitswesen Interview-Studie für Gesundheitsfachkräfte

Interessiert?

frontend.sr-only_: Eigene Erlebnisse oder konkrete Erfahrungen sind keine Teilnahmevoraussetzung.

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Titel

Wahrnehmung, Herausforderungen und
moralische Konflikte im Arbeitsumfeld
anhand von fiktiven Fallgeschichten

Unter unerlaubter Weitergabe von Opioiden im Gesundheitswesen verstehen wir Situationen, in denen verschreibungspflichtige opioidhaltige Medikamente durch Mitarbeitende entnommen und nicht bestimmungsgemäß verwendet oder weitergegeben werden.

Diese qualitative Interview Studie untersucht, welche moralischen Konflikte und Belastungen bei Gesundheitsfachkräften entstehen, wenn sie in ihrem Arbeitsumfeld den Verdacht auf eine solche unerlaubte Weitergabe erleben. Grundlage der Interviews sind fiktive Fallvignetten, anhand derer wir besprechen, wie entsprechende Situationen wahrgenommen werden, welche inneren Spannungen („moralischer Stress“) auftreten können und wie sich dies auf Denken, Fühlen und Handeln auswirkt.

Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Herausforderungen im Umgang mit Verdachtsfällen bestehen und wie betroffene Personen und Teams unterstützt werden können.

Ziel

Ziel der Studie

Wenn Gesundheitsfachkräfte erleben, dass Opioide im Arbeitsumfeld zweckentfremdet werden, kann das moralischen Stress auslösen: Man ist innerlich hin- und hergerissen zwischen „richtig“ und „falsch“, Loyalität, Verantwortung und Patientensicherheit.

Wir möchten besser verstehen,

  • wie dieser moralische Stress entsteht,
  • welche moralischen Überzeugungen dabei eine Rolle spielen,
  • und wie das Denken und Handeln im Umfeld beeinflusst wird
  • Langfristig kann dieses Wissen helfen Teams im Umgang mit solchen Situationen zu stärken und betroffene Personen früher und passender zu unterstützen.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können Gesundheitsfachkräfte, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Ärzte und Ärztinnen, Pflegefachpersonen oder andere Gesundheitsfachkräfte
  • Tätigkeit in einem Krankenhaus
  • Arbeit in einem klinischen Kontext, in dem Opioide regulär eingesetzt werden (z. B. Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie, Onkologie, Notfallmedizin oder vergleichbare Bereiche)
  • Bereitschaft zur Teilnahme an einem einmaligen telefonischen Interview (ca. 60–90 Minuten)

Wie läuft die Studie ab?

Kontaktaufnahme

und Terminvergabe erfolgen per E-Mail

Telefoninterview

ca. 60–90 Minuten mit folgenden Teilen:

    • Kurzfragebogen zu: Berufsgruppe, Fachgebiet, Klinikgröße, Berufserfahrung, Alter (in groben Kategorien) und Geschlecht.
    • Qualitatives Interview anhand einer Fallvignette: Wie stellen Ihnenein kurzes fiktives Szenario vor. Dies dient als Gesprächsgrundlage für das weitere Interview.

Aufzeichnung

Das Gespräch wird streng vertraulich per Audio aufgezeichnet und anschließend transkribiert.

Gesprächsangebot

Wenn Themen als belastend erlebt werden, kann im Anschluss bei Bedarf ein vertrauliches Gesprächsangebot (psychiatrisch-psychotherapeutisch) genutzt werden.

Kontakt

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Fragen?

E-mail address: opioid-studie@med.uni-tuebingen.de


Studienleitung

frontend.sr-only_#{element.icon}: Dr. Annette Binder und Dr. Sonja Mathes