Gerontopsychiatrie (Alterspsychiatrie)

Inside UKT Gerontopsychiatrie (Alterspsychiatrie) Station 10

Stabilität und Unterstützung im Alter

Die Station 10 ist ein geschützter Ort für ältere Menschen in seelischen Krisen oder mit psychischen Erkrankungen. Mit fachlicher Kompetenz, achtsamer Pflege und menschlicher Zuwendung unterstützen wir dabei, Stabilität und Lebensqualität zurückzugewinnen. Die gerontopsychiatrische Station bietet 17 Betten für Patientinnen und Patienten mit hohem Behandlungsbedarf - auch nachts und am Wochenende. Behandelt werden u. a. Depressionen, Demenz, Angst-, Sucht- und psychotische Erkrankungen sowie akute Gefährdungssituationen. Unsere Station 10 hat Zugang zu einem eigenen Garten, mit Brunnen und Sitzplätzen für Personal und Patienten. Dieser Außenbereich bietet uns eine ruhige Atmosphäre.

Tagesklinik für Ältere

Teilstationäre Einrichtung für ältere Menschen (ab 50 Jahren), die unter seelischen Belastungen, Depressionen oder Demenz leiden, aber weiterhin aktiv am Leben teilhaben möchten.

Ort der Stabilisierung, Begegnung und Würde

Weil wir medizinische und therapeutische Fachkompetenz mit menschlicher Nähe, Struktur und Lebensfreude verbinden.

20 Therapieplätze

Zur teilstationären Behandlung bei Depressionen, Psychotische Störungen, Gedächtnisstörungen, Angsterkrankungen, Konfliktsituationen, Suchtprobleme mit Alkohol und Medikamenten, Chronische Schmerzen mit begleitender Depression.

Geronto StäB I Ein Tag im Einsatz

Im Geronto StäB werden ältere Patientinnen und Patienten von einem mobilen Behandlungsteam in ihrem häuslichen Umfeld behandelt. Die Patientinnen und Patienten benötigen aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung eine klinische Behandlung. Diese Behandlungsform ist auch für Patientinnen und Patienten geeignet, die eine stationäre Behandlung ablehnen, oder die sich im klinischen Setting weiter verschlechtert haben.Erkrankungen die Rahmen einer Geronto StäB behandelt werden sind beispielsweise Depressionen, Demenzielle Erkrankungen mit Verhaltensstörungen, Psychosen und Wahnerkrankungen.Unser multiprofessionelles Team, bestehend aus dem ärztlichen Dienst, Pflegefachkräften, Ergotherapie, Physiotherapie und der Sozialberatung, beginnt den Tag im Büro. Dort werden die Patientinnen und Patienten bzw. die Angehörigen von uns angerufen, und nach ihrem aktuellen Befinden gefragt.Nach einer Übergabe starten wir zu den Terminen bei den Patientinnen und Patienten nach Hause oder zu ihrem aktuellen Wohnort, wie Pflegeheim oder auch in einer Pflege WG.

Durch die täglichen Kontakte im gewohnten und vertrauten häuslichen Umfeld besteht die Chance, krankheitsbedingte Symptome und Einschränkungen ohne kognitive Verschlechterung, die oft beim Wechsel des Umfelds entstehen, zu erkennen und zu behandeln. Vorhandene häusliche Ressourcen werden erkannt und Angehörige bzw. Pflegende im Heim werden in die Behandlung miteinbezogen.

Für die Patientinnen und Patienten werden wöchentlich individuelle Therapiepläne erstellt, welche sich an den Möglichkeiten und Fähigkeiten der Patienten orientieren.

Es findet eine wöchentliche ärztliche Visite statt, Medikamente werden eingestellt und optimiert und alterspsychiatrische Assessments wie beispielsweise der Minimental Status erhoben. Manchmal ist es auch notwendig, die Patienten zu Untersuchungen in andere Kliniken zu begleiten.

Durch die Ergotherapie und Physiotherapien werden die Selbstständigkeit und Selbst Wirksamkeit gefördert. Es finden Gedächtnis und Konzentrationstrainings statt und es werden Biographiearbeit, Alltagstraining sowie kreative Aktivitäten durchgeführt.

Der Sozialdienst berät und unterstützt die Patientinnen und Patienten und auch deren Angehörigen bei Fragen zur Weiterversorgung und der Einstufung zum Pflegegrad.Nach unserem Besuch bei den Patienten und Patientinnen fahren wir zurück in unser Büro in der Psychiatrie um dort zu dokumentieren und eventuelle Veränderungen bei den Medikamenten anzupassen und die weitere Therapie zu planen.

Unsere Fun Facts

Der Kern unserer Station ist der kontinuierliche Einsatz von einem Team aus Pflegekräften. Gemeinsam leben wir einen unterstützenden Spirit, der Menschen im höheren Lebensalter mit psychischen Störungen und Multimorbidität hilft, ihr Leben so gut wie möglich zu gestalten.

5 Fragen an ...

Wenn die Kaffeemaschine in der Tagesklinik sprechen könnte - was würde sie wohl über den Alltag hier erzählen?

Sie weiß, wie viele verschiedene Berufsgruppen sich hier treffen, gemeinsam einen Kaffee trinken und sich unterhalten, Entscheidungen treffen oder Informationen austauschen. Sie kennt alle Rituale. Den Espresso, wenn es hektisch ist und schnell gehen muss, bis hin zum Milchkaffee in der Mittagspause in der Lieblingstasse. Sie weiß von ruhigen und entspannten Tagen bis hin zu Tagen, an denen keine Zeit für einen Kaffee bleibt. Ich hoffe, sie wird berichten, dass sie sich gepflegt und geschätzt fühlt, da ohne sie etwas fehlen würde.

Welche Superkraft würdest du dir für den Pflegealltag wünschen - und warum gerade die?

Die Superkraft der „unerschöpflichen Empathie mit Selbstschutzschild“. Also die Fähigkeit, mitfühlend zu sein, ohne dabei selbst auszubrennen. In der Realität stoßen Pflegekräfte oft an körperliche und seelische Grenzen. Eine Superkraft, die Herz und Stärke vereint, würde er ermöglichen, Tag für Tag zu helfen – mit Wärme, aber ohne Selbstaufgabe.

Fabienne, Bereichsleitung
Wenn du einen Tag lang eine:n Patient:in begleiten könntest - aber unsichtbar - was würdest du am liebsten beobachten?

Am liebsten würde ich beobachten, dass er oder sie sich wieder an seinen / ihrem Leben erfreuen kann. Vielleicht einen lieben Menschen trifft und etwas Schönes unternimmt und dies auch fühlen kann.

Welche Situation in der Tagesklinik war so kurios oder herzerwärmend, dass du sie nie vergessen wirst?

Mir fällt keine bestimmte Situation ein. Aber es gibt bei uns einmal im Quartal eine poststationäre Depressionsgruppe zu der ehemalige Patienten und Patientinnen kommen können. Es ist immer wieder schön sie zu sehen und auch mitzubekommen, dass ihnen ihr Aufenthalt geholfen hat und sie im guten daran zurück denken.

Wenn die Tagesklinik ein Tier wäre – welches wäre sie und warum?

Die Tagesklinik wäre eine große, alte Landschildkröte. Sie hat eine harte Schale, aber einen weichen Kern, sie ist geduldig, sehr weise und sympathisch.

Stationsführung mit unserem Therapiehund