Abhängigkeits-erkrankungen

Inside UKT Abhängigkeits-erkrankungen Station 13 I Station 23

Entgiftung von illegalen Drogen und Krisenbehandlungen Sucht

Gemeinsam mit Therapieeinrichtungen und unserem interprofessionellen Team aus Pflege, Sozialarbeiterinnen und -arbeitern, Ergotherapeutinnen und -therapeuten, Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Psychologinnen und Psychologen und Ärztinnen und Ärzten bieten wir ein breites Spektrum an therapeutischen Angeboten an, die individuell auf die Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen abgestimmt werden - von aktiv bis kreativ.

47 Sorten

von „nüchtern“ lernst du bei uns zu unterscheiden

36,52

ist unser Durchschnittsalter auf Station

4x

pro Tag spielt eine Pflegekraft im Durchschnitt Tischtennis mit den Patientinnen und Patienten

Unsere Stationen im Überblick

Unsere Station 13 ist auf die Behandlung und Begleitung von Patientinnen und Patienten mit Suchterkrankungen spezialisiert. Zentrale Aufgabe des Pflegeteams ist es, die körperliche Entgiftung sicherzustellen und die Folgen einer langanhaltenden, unkontrollierten Sucht aufzuarbeiten. Wir führen sowohl vollständige als auch Teil-Entgiftungen durch und bieten – je nach individueller Situation – warme, lauwarme oder kalte Entgiftungen an.

Die Station verfügt über 17 Betten, von denen acht für elektive Patienten und Patientinnen vorgesehen sind, die sich auf eine anschließende Langzeittherapie vorbereiten. Für diesen Übergang arbeiten wir eng mit verschiedenen Therapieeinrichtungen zusammen.

Um die Motivation der Patienten und Patientinnen aufrechtzuerhalten, halten wir bereits vor der geplanten Aufnahme wöchentlichen telefonischen Kontakt.

Gemeinsam mit Therapieeinrichtungen und unserem interprofessionellen Team aus Sozialarbeiterinnen und -arbeitern, Ergotherapeutinnen und -therapeuten, Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Psychologinnen und Psychologen und Ärztinnen und Ärzten bieten wir ein breites Spektrum an therapeutischen Angeboten an, die individuell auf die Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen abgestimmt werden – von aktiv bis kreativ.

Unser 22-köpfiges Pflegeteam bringt alles mit, was man hier braucht: Geduld, Fachwissen, Empathie, Professionalität – und Humor, denn ohne den geht bei uns gar nichts.

Auf Station 23 werden Menschen mit Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit in einer 3-wöchigen qualifizierten Entgiftung und Motivationsbehandlung oder im 6-wöchigen Spezialprogramm (Tübinger Modell) mit anschließender 12-monatiger ambulanter Nachbetreuung behandelt.

Viele Patienten und Patientinnen haben bereits schwerwiegende internistische und neurologische Folgeerkrankungen der Alkoholabhängigkeit. Entsprechend gestalten sich die pflegerischen Aufgaben: Überwachung bei Entgiftung, Grund- und Behandlungspflege. Häufig stellt die Arbeit mit Angehörigen eine wichtige Herausforderung dar.

Wir betreuen 17 Patientinnen und Patienten und arbeiten im multiprofessionellen Team in den therapeutischen Gruppen mit und bauen durch viele begleitete Aktivitäten Brücken in ein Leben ohne Sucht.

In der Tagesklinik Sucht betreuen wir Menschen mit verschiedenen substanzgebundenen und nicht substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankungen. Pflegerische Aufgabe ist es, die Aktivitäten und die existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens mit den Patientinnen und Patienten zu reflektieren und im Hinblick auf eine abstinenzsichernde Alltags- und Lebensplanung zu gestalten. Dazu gehört insbesondere, die Routinen der Selbstpflege kritisch zu betrachten und immer wieder neu Wege und Möglichkeiten zu erarbeiten.

Uns zeichnet aus, dass wir in hohem Maße zur Entstigmatisierung der Suchterkrankungen beitragen wollen und niemandem ein Vorwurf wegen seiner Symptome gemacht wird.

Unsere 8 Behandlungsplätze für das 3-wöchige Behandlungsprogramm sind immer voll belegt. Die Zusammenarbeit von Ärzten und Ärztinnen, Psychologen und Psychologinnen und Pflegefachkräften gestalten wir reibungslos, konstruktiv und immer mit einer Prise Humor.

5 Fragen an ...

Was zeichnet den Suchtbereich der Uniklinik Tübingen besonders aus?

Unser Bereich vereint mehrere spezialisierte Einheiten: eine geschlossene Akutstation für Sucht-Notfälle sowie für geplante Entgiftungen von sogenannten „harten Drogen“ vor einer Langzeittherapie, eine offene Station zur Entgiftung von „weichen Drogen“ wie Alkohol und THC, eine Tagesklinik sowie eine STÄB, die Patientinnen und Patienten im häuslichen Umfeld betreut. Diese enge Verzahnung ermöglicht es uns, Betroffene individuell und kontinuierlich auf ihrem Weg aus der Sucht zu begleiten.

Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen wie dem Bläsiberg?

Die Kooperation mit dem Bläsiberg ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Nach einer etwa dreiwöchigen „warmen Entgiftung“ übernehmen unsere Partner dort nahtlos die Langzeittherapie. So entstehen keine Brüche im Behandlungsverlauf – das schafft Sicherheit, Vertrauen und echte Chancen auf Stabilität.

Robin, stellv. Bereichsleitung Suchtbereich
Was ist dir im täglichen Umgang mit den Patientinnen und Patienten besonders wichtig?

Wir begegnen unseren Patientinnen und Patienten immer auf Augenhöhe. Hinter jeder Sucht steht ein Mensch mit einer Geschichte – und wir wollen Perspektiven eröffnen, nicht nur Symptome behandeln. Wertschätzung, Humor und ehrliche Kommunikation gehören für uns genauso zur Therapie wie Medikamente und Struktur.

Wie würden Sie die Haltung des Pflegeteams beschreiben?

Unser Team ist engagiert, fachlich stark und menschlich nah. Wir verstehen uns als Wegbegleiter, nicht als Kontrolleure. Wir freuen uns über jeden Menschen, der es schafft, seinen Weg in ein suchtfreies Leben zu gehen – und manchmal ist das größte Lob, wenn wir später nichts mehr von jemandem hören, weil er oder sie es geschafft hat.

Was motiviert dich persönlich an deiner Arbeit im Suchtbereich?

Mich motiviert die Mischung aus medizinischer Herausforderung, Teamarbeit und echter Menschlichkeit. Kein Tag ist gleich – aber jeder Tag bietet die Chance, jemandem ein Stück Hoffnung zurückzugeben. Das macht unseren Bereich für mich besonders und erfüllend.

Robin, stellv. Bereichsleitung Suchtbereich

Was magst du am Team der 13 besonders?

Den Humor, das Arbeitsklima und dass das Team auf Augenhöhe auch interprofessionell arbeitet.

Was magst du lieber? Kaffee oder Tee?

Kaffee

Was machst du lieber? Frühdienst oder Spätdienst?

Frühdienst

Seit wann bist du auf der Station 13?

Seit ca. 3,5 Jahren

Was gefällt die besonders daran Praxisanleiter zu sein?

Mir gefällt es junge motivierte Menschen die Psychiatrie näher zu bringen und mit den Vorurteilen aufzuräumen.

Was magst du am Team der 13 besonders?

Man kann mit dem Team nicht nur super arbeiten, sondern auch dabei Spaß haben.

Was magst du lieber? Kaffee oder Tee?

➔ Kaffee

Was machst du lieber? Frühdienst oder Spätdienst?

➔ Frühdienst

Seit wann bist du auf der 13?

Seit einem Monat

Warum bist du Pflegekraft geworden?

Weil ich mich gerne mit Menschen beschäftige und ihnen gerne helfen möchte wo ich nur kann

Werde Teil des Teams!

Melde dich bei unseren Ansprechpartnerinnen oder bewirb dich über unsere aktuellen Stellenangebote!

Mehr erfahren

Mehr Eindrücke und Informationen zur Station findest du auf unserer Website.

Unsere Ansprechpartnerinnen

Möchtest du Teil unseres Teams werden oder hast Fragen? Dann melde dich gerne bei uns.

Silvia Brand
Silvia Brand Pflegedienstleitung 07071 29-82323 Silvia.Brand@med.uni-tuebingen.de
Judith Strate
Judith Strate Stv. Pflegedienstleitung 07071 29-84564 Judith.Strate@med.uni-tuebingen.de