5 Fragen an ...
Als Krankenschwester auf unserer Station betreue und pflege ich Menschen mit psychischen Erkrankungen, vor allem mit Depressionen. Mir ist es wichtig, für sie da zu sein, ihnen Kraft und Halt zu geben und sie bei der Entwicklung von Bewältigungsstrategien zu unterstützen. Neben der betreuenden pflegerischen Versorgung gehört auch die Koordination von Aufnahmen und Entlassungen, die Vorbereitung und Durchführung ärztlicher Verordnungen sowie die Weitergabe wichtiger Informationen an die Ärzte/ Ärztinnen und Therapeuten/ Therapeutinnen zu meinen Aufgaben. Darüber hinaus leite ich eine Achtsamkeitsgruppe, setze Aromapflege ein und überwache spezielle Behandlungen wie Elektrokonvulsionstherapie (EKT) oder Ketamin-Therapien. So entsteht ein ganzheitlicher Rahmen, in dem unsere Patienten und Patientinnen Unterstützung und Stabilität finden können.
Was macht deine Arbeit so interessant?Besonders interessant finde ich die Arbeit, weil jeder Tag anders ist und ich Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen begleiten darf. Es berührt mich mitzuerleben, wie Patienten/ Patientinnen trotz schwerer Krisen neue Hoffnung finden. Die Mischung aus Nähe zum Menschen, medizinischen Aufgaben und kreativen Therapieangeboten macht meinen Beruf abwechslungsreich und sinnstiftend.
An meinem Team schätze ich besonders den starken Zusammenhalt. Wir haben alle das gleiche Ziel vor Augen: unsere Patienten/ Patientinnen bestmöglich zu begleiten. Dabei unterstützen wir uns gegenseitig und erkennen die Leistung jedes Einzelnen an. Besonders bereichernd finde ich die Vielfalt an Charakteren und Erfahrungen – viele Kollegen/ Kolleginnen sind schon lange dabei und bringen ein großes Fachwissen sowie auch Motivation mit. Gleichzeitig tut es gut zu wissen, dass wir offen miteinander kommunizieren und uns aufeinander verlassen können und dass trotz aller Herausforderungen auch der Humor nicht zu kurz kommt.
Gibt es etwas, das dich an deinem Arbeitsplatz besonders stört?Natürlich bringt die Arbeit auch Herausforderungen mit sich. Manchmal wünschen wir uns mehr gesellschaftliche Anerkennung für den Pflegeberuf. Gerade wenn viele Patienten/ Patientinnen sehr bedürftig sind und auch viele entsprechende Pflege benötigen, ist es eine Herausforderung, jedem Patienten in gleicher Intensität gerecht zu werden. Auch der Schichtdienst, insbesondere der Nachtdienst, ist körperlich belastend. Dennoch überwiegt für mich die Freude an meinem Beruf, weil ich spüre wie wichtig unsere Arbeit für die Patienten ist.
Fühlst du dich und dein Team ausreichend durch die Bereichsleitung unterstützt - und an welchen Beispielen machst du das fest?Ja, ich fühle mich durch unsere Bereichsleitung sehr gut unterstützt. Sie ist jederzeit ansprechbar, hat ein offenes Ohr für unsere Anliegen und findet schnell Lösungen, wenn es Probleme gibt. Besonders schätze ich, dass sie uns nicht alleine lässt, etwa wenn die Arbeitsbelastung sehr hoch ist – dann sorgt sie aktiv für Entlastung; zum Beispiel indem zusätzliche Unterstützung von einem Auszubildendem einer anderen Station organisiert wird. Dabei bleibt sie immer auf Augenhöhe, freundlich, professionell und sehr entspannt. Auch bei der Dienstplangestaltung achtet sie darauf, die Wünsche des Teams bestmöglich zu berücksichtigen, sei es bei freien Wochenenden rund um den Urlaub oder bei individuellen Anliegen. Dieses Verständnis und ihre verlässliche Art tragen viel dazu bei, dass wir uns im Team wohlfühlen und unsere Arbeit gut bewältigen können.
Fun Fact: So fühlen wir uns regelmäßig ;)
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Von Achtsamkeitsübungen bis zur Kletterwand: Bei uns ist für jeden etwas dabei. Und für die Extraportion Wohlbefinden sorgt unsere Therapiehündin Lucy.
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