Psychose - Erwachsene

Inside UKT Psychose - Erwachsene Station 11 I Station 21

Mit Herz, Haltung und Struktur

Der Bereich Psychose an der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen bündelt die Expertise zahlreicher Berufsgruppen in der Behandlung und Begleitung von Menschen mit psychotischen Erkrankungen. Von der Akutversorgung über strukturierte Therapiesettings bis hin zur ambulanten und aufsuchenden Behandlung stellen wir sicher, dass Patient:innen kontinuierlich, verlässlich und nach aktuellen fachlichen Standards betreut werden. Unsere Arbeit ist multiprofessionell, beziehungsorientiert und stets auf individuelle Entwicklungswege ausgerichtet. Pflege, Medizin, Psychologie, Sozialdienst und verschiedene Therapieberufe wirken dabei eng zusammen, um eine Versorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Mit diesem Auftritt möchten wir einen transparenten Einblick in unsere Haltung, unsere Arbeitsweise und die Vielfalt unserer Versorgungsstrukturen geben. Der Pflegebereich Psychose der Uniklinik Tübingen begleitet Menschen mit psychotischen Erkrankungen durch alle Phasen ihrer Behandlung – von der akuten Krise über die therapeutische Stabilisierung bis hin zur ambulanten Weiterbetreuung. Die beschützende Akutstation 11, die offene Therapiestation 21, die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) und das Psychose StäB arbeiten eng vernetzt und verfolgen ein gemeinsames Ziel: verlässliche, beziehungsorientierte und professionelle Pflege auf höchstem Niveau. Unsere pflegerische Haltung ist geprägt von Klarheit, Respekt und dem Bestreben, individuelle Entwicklungswege zu ermöglichen. Im multiprofessionellen Miteinander schaffen wir Strukturen, die Sicherheit geben und zugleich Selbstbestimmung fördern.

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Unsere Stationen im Überblick

Auf Station 11 begegnen wir Menschen in psychischen Krisen mit Respekt, Klarheit und professioneller Zugewandtheit. Als beschützende Akutstation versorgen wir Patientinnen und Patienten mit schweren psychiatrischen Erkrankungen – häufig in besonders belastenden und instabilen Lebensphasen. Unser multiprofessionelles Team arbeitet eng und lösungsorientiert zusammen, um rasche Stabilisierung, Sicherheit und erste Schritte in Richtung Genesung zu ermöglichen. Dabei setzen wir auf zeitgemäße Konzepte wie Safewards und ein aktives Deeskalationsmanagement, um Beziehungsarbeit und Schutz bestmöglich zu verbinden. Wir begreifen Krisen als Wendepunkte – nicht als Sackgassen.

Unsere Arbeitsweise ist strukturiert, reflexiv und getragen von gegenseitigem Vertrauen. Fachliche Entwicklung und interprofessioneller Austausch haben bei uns ebenso Platz wie Humor, Selbstfürsorge und Teamgeist. Wer in einem fordernden, aber sinnstiftenden Umfeld etwas bewegen möchte, ist bei uns genau richtig. Was uns trägt, ist ein reflektiertes Miteinander, gegenseitiges Vertrauen und der Anspruch, psychiatrische Akutversorgung bestmöglich zu gestalten

Station 21 ist die offene Therapiestation der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen – spezialisiert auf die Behandlung von Menschen mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Unser strukturierter, multimodaler Behandlungsansatz verbindet medizinische Stabilisierung, psychotherapeutische Angebote, aktivierende Milieugestaltung und gezielte psychosoziale Förderung.

Im Mittelpunkt steht die therapeutische Beziehung: Wir arbeiten beziehungsorientiert, ressourcenfokussiert und mit einem klaren Wochenstrukturkonzept, das Sicherheit, Orientierung und Teilhabe schafft. Die Bezugspflege spielt dabei eine zentrale Rolle – sie schafft Kontinuität, Verlässlichkeit und Raum für individuelle Entwicklung.

Unser multiprofessionelles Team begegnet Patientinnen und Patienten mit Offenheit, Professionalität und echter therapeutischer Haltung. Gleichzeitig fördern wir fachlichen Austausch, Weiterentwicklung und gelebte Teamkultur. Wer psychiatrische Therapie mit Struktur, Tiefe und Verantwortung mitgestalten will, findet auf Station 21 ein engagiertes und wertschätzendes Umfeld.

Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) der Uniklinik Tübingen ist Teil des Pflegebereichs Psychose und bietet ambulante, multiprofessionelle Behandlung für Menschen mit unterschiedlichsten psychiatrischen Erkrankungen. Unsere Schwerpunkte liegen in der Begleitung von Menschen mit schizophrenen Psychosen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und psychischen Problemen im Alter.

Wir verstehen ambulante psychiatrische Pflege als Beziehungsarbeit über längere Zeiträume – individuell, verbindlich und alltagsnah. Grundlage unseres Handelns ist ein Bezugspflegekonzept, das Orientierung und Kontinuität schafft. Gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, dem Sozialdienst und Therapeutinnen und Therapeuten entwickeln wir tragfähige, maßgeschneiderte Behandlungspfade. Neben Einzelgesprächen, medikamentöser Behandlung und Sozialberatung bieten wir körperorientierte und alltagspraktische Unterstützung – von Ergotherapie bis Haushaltstraining. In besonderen Fällen führen wir auch Hausbesuche durch.

Die PIA ist ein Ort, an dem psychiatrische Pflege Verantwortung übernimmt: für tragfähige Beziehungen, für passgenaue Versorgung und für Menschen, die ihren Weg im Alltag mit psychischer Erkrankung gestalten wollen. Wer psychiatrische Pflege mit Weitblick, Struktur und echtem Teamgeist gestalten möchte, findet hier ein vielseitiges und fachlich starkes Umfeld.

Die stationsäquivalente Behandlung für Psychose-Erkrankte (Psychose-StäB) ist ein integraler Teil des Pflegebereichs Psychose der Uniklinik Tübingen. Sie richtet sich an Menschen, für die eine vollstationäre Behandlung angezeigt, aber aus persönlichen, sozialen oder biografischen Gründen nicht realisierbar oder nicht gewünscht ist. Unser multiprofessionelles Team behandelt im häuslichen Umfeld – individuell, verbindlich und mindestens einmal täglich im persönlichen Kontakt.

StäB schafft Kliniknähe im Alltag: Symptome und Belastungen lassen sich dort oft authentischer erkennen und wirksamer angehen. Angehörige können einbezogen, Alltagsstrukturen gestärkt und Ressourcen im direkten Lebensumfeld aktiviert werden. Wer psychiatrische Pflege mit hoher Verantwortung, echter Beziehungsarbeit und viel Flexibilität gestalten will, findet in der Psychose-StäB ein einzigartiges und bewegendes Arbeitsfeld.

5 Fragen an...

Was genau passiert auf Station 11 und was bedeutet „akutpsychiatrisch“ eigentlich?

Bei uns kommen Menschen an, die sich in einer seelischen Krise befinden - sei es durch Depressionen, Psychosen, Angstzustände oder akute Belastungssituationen. Unsere Station ist rund um die Uhr offen, wenn schnelle, intensive Unterstützung gebraucht wird. Wir stabilisieren, begleiten und helfen, wieder Boden unter den Füßen zu finden. Wir arbeiten an einer grundlegenden Stabilisierung um eine weiterführende diagnosespezifische Therapie zu ermöglichen oder die Rückkehr in das gewohnte soziale Umfeld zu ermöglichen.

Mit welchen Herausforderungen kommen Patientinnen und Patienten zu euch und wie helft ihr konkret?

Oft geht es um starke emotionale Ausnahmezustände: tiefe Verzweiflung, Angst und auch Suizidgedanken. Wir arbeiten eng im Team aus Pflege, Ärzten, Psychologen und Sozialdienst, Ergotherapie und Physiotherapie zusammen. Es geht nicht nur um Medikamente - auch Gespräche, Struktur, Sicherheit und Beziehung spielen eine große Rolle.

Benedikt (stv. BL 2 & Praxisanleiter) auf Akutstation 11 und Psychosetherapiestation 21
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei euch auf der Station aus?

Routine gibt es - aber kein Tag ist wie der andere. Wir starten mit einer Übergabe im Team, dann folgen Visiten, Gespräche, Therapieangebote und ganz viel zwischenmenschlicher Kontakt. Manchmal sind wir Krisenmanagerinnen, manchmal einfach ein ruhiger Anker. Viel Teamarbeit, viel Einsatz aber immer auch wieder gemeinsam.

Was sind die größten Herausforderungen - und was motiviert euch trotz allem?

Die größte Herausforderung ist die Arbeit mit akuten Krisen, die oft sehr komplex und vielschichtig sind. Jede Patientin bringt individuelle Bedürfnisse mit, die eine flexible und interdisziplinäre Herangehensweise erfordern. Unsere Motivation zieht sich aus der fachlichen Kompetenz und dem Erfolg, wenn es gelingt, akute Symptome zu stabilisieren und eine Grundlage für die weitere Behandlung zu schaffen.

Welche Vorurteile über die Psychiatrie würdet ihr gerne aus der Welt schaffen?

Ein weit verbreitetes Vorurteil ist, dass Psychiatrie mit Zwangsmaßnahmen oder Isolation gleichzusetzen ist. Dabei geht es vor allem um gezielte, kurzfristige Hilfe in Krisen – auf Grundlage evidenzbasierter Methoden und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Wichtig ist uns auch, das Stigma gegenüber psychischen Erkrankungen abzubauen, denn psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie körperliche. Offenheit und Aufklärung sind dafür entscheidend.

Unsere Psychosetherapiestation 21

Eindrücke von Station

Unsere Arbeit

Bei uns haben Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, therapeutische Mitverantwortung zu übernehmen: Dazu gehören strukturierte Morgen- und Abendrunden, Achtsamkeits- und Kreativangebote wie Backen, Kochen oder Aktivitäten im Freien – dies sind nur Beispiele für die vielfältigen Möglichkeiten. Durch flache Hierarchien innerhalb unseres interdisziplinären Teams können eigene fachliche Kompetenzen gezielt weiterentwickelt und aktiv in den Therapieprozess eingebracht werden, sodass jede:r Mitarbeitende den Stationsalltag fachlich mitgestalten kann. Jährliche Prävalenz: Mehr als jeder vierte Erwachsene in Deutschland (über 25 %) leidet im Laufe eines Jahres an einer psychischen Erkrankung. Zu den häufigsten Diagnosen zählen Angststörungen, Depressionen sowie Störungen durch Alkohol- oder Medikamentengebrauch.

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Mehr Eindrücke und Informationen zur Station findest du auf unserer Website

Unsere Ansprechpartnerinnen

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Silvia Brand
Silvia Brand Pflegedienstleitung 07071 29-82323 Silvia.Brand@med.uni-tuebingen.de
Judith Strate
Judith Strate Stv. Pflegedienstleitung 07071 29-84564 Judith.Strate@med.uni-tuebingen.de