Studium und Lehre
an der Medizinischen Fakultät
der Eberhard Karls Universität Tübingen

Sicher Medizin studieren

Sicher Medizin studieren

Beratung, Schutz und Meldung bei Grenzverletzungen, Diskriminierung, Machtmissbrauch und Fehlverhalten

Ein sicheres, respektvolles und diskriminierungsfreies Lernumfeld ist eine zentrale Voraussetzung für ein gutes Medizinstudium. Grenzverletzungen, Diskriminierung, Machtmissbrauch und Fehlverhalten sind dabei keine Randthemen und keine bloßen Einzelfälle. Sie können in Lehrveranstaltungen, Prüfungen, Praktika, im klinischen Alltag, in der Forschung oder im Umgang innerhalb von Teams auftreten.

Diese Website bietet Informationen, Orientierung und Unterstützung. Sie zeigt auf, was Grenzverletzungen, Diskriminierung, Machtmissbrauch und Fehlverhalten bedeuten können, welche Beratungs- und Schutzangebote zur Verfügung stehen und wie Vorfälle gemeldet werden können. Betroffene, Beobachtende und ratsuchende Personen sollen hier niedrigschwellig Hilfe finden — vertraulich, ernstnehmend und mit dem Ziel, ein sicheres Medizinstudium für alle zu fördern.

Sie müssen sich nicht sicher sein, wie das Erlebte rechtlich einzuordnen ist. Sie können sich auch melden, wenn Sie unsicher sind.

Aktuell laufen sowohl auf Universitätsebene als auch Fakultätsintern einige Initiativen an, um die entsprechenden Strukturen zu diesem wichtigen Thema aufzubauen. Daher gibt es auf dieser Seite auch noch ein paar Lücken. Wir sind bemüht, diese so schnell wie möglich zu schließen.

Soforthilfe und Schutz

Soforthilfe und Schutz

Notdienst: 112

Polizeinotruf: 110

Notfallambulanz des Universitätsklinikums Tübingen: 07071 29-82311

Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie mit Poliklinik, Calwerstr. 14, 72076 Tübingen

Wegweisersystem

Zentrale Anlaufstellen und Beratungsangebote bei Fragen, Problemen und Konflikten an der Universität Tübingen

Alle Angehörigen der Universität (Studierende, Beschäftigte, Doktorandinnen und Doktoranden, Internationals) sollen mit diesem Angebot in die Lage versetzt werden, schnell und ohne aufwändiges Suchen die richtige Ansprechperson für ihre jeweilige Frage- oder Problemstellung zu finden.

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Besonderheiten im Medizinstudium

Diskriminierung verletzt die Würde der betroffenen Menschen und kann nachhaltige seelische und körperliche Belastungen verursachen. Machtmissbrauch kann Lern- und Entwicklungschancen einschränken, Abhängigkeiten ausnutzen und das Vertrauen in Ausbildung, Betreuung und Zusammenarbeit erheblich beeinträchtigen. Gerade im Medizinstudium sind diese Themen besonders sensibel: Körperliche Nähe, praktische Übungen, Patient*innenkontakt und Untersuchungssituationen gehören zur Ausbildung. Gleichzeitig bestehen ausgeprägte Hierarchien und Abhängigkeiten, etwa durch Prüfungen, Benotungen, Empfehlungsschreiben, Promotionsbetreuung oder berufliche Perspektiven.

Hinzu kommt, dass angehende Medizinerinnen früh mit Leid, Tod, Verletzlichkeit und existenziellen Situationen konfrontiert werden. Diese emotionale Intensität erfordert besondere Achtsamkeit im Umgang miteinander und mit Patientinnen. Wer Medizin studiert, soll nicht nur fachlich gut ausgebildet werden, sondern auch lernen, Grenzen zu achten, Verantwortung zu übernehmen und Menschen in ihrer Vielfalt respektvoll zu begegnen.

Unsere Grundsätze

Wir fördern eine Lern- und Arbeitsumgebung,

      • die frei von Diskriminierung ist,
      • die Machtmissbrauch nicht toleriert,
      • die respektvolle Kommunikation erwartet,
      • die Studierende, Lehrende und Patientinnen gleichermaßen schützt.

    Jede Person trägt Verantwortung für ein sicheres Lernumfeld.

    Niemand darf benachteiligt werden, weil eine Beratung in Anspruch genommen wurde oder eine Meldung gemacht wurde.

Häufige Fragen