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02.11.2026

Thema des Monats November

Teilnahme am Workshop und Micro Game Jam „AI & Co-Creation for Sustainable Futures”

 Teilnehmer/innen: Peter Dreischer, Thomas Wieder, Liyan Smeding (Hertie-Institut, Tübingen).

 Veranstalter/Einladender:
Luke West, PhD
Hochschuldidaktik / Center for Teaching and Learning in Higher Education
University of Tübingen - Div. III: Academic Affairs
Sigwartstr. 20, 72076 Tübingen.

Veranstaltungsort:
Institut culturel franco-allemand (ICFA) in der Doblerstraße 25, 72074 Tübingen.

 Der Workshop „ AI & Co-Creation for Sustainable Futures” fand am 20. Oktober 2026 statt. Nach der Ankunft im französisch-deutschen Kulturinstitut begannen ab 10 Uhr die Vorträge zum Thema des Workshops, wobei Dr. M. Hennig, Dr. T. Krampe und J. Hecktor (alle IZEW Tübingen) zunächst die ethischen Aspekte von Computer- bzw. Video-Spielen im Allgemeinen beleuchteten, u. a. auch unter dem Aspekt des Ressourcenverbrauchs. Danach stellte Frau S. Tichirra Mistral AI vor, die als einzige europäische Firma als Mitspieler auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz gelten kann. In einem weiteren Vortrag machte A. Mestrallet (Heretique) auf die latenten Gefahren der Beherrschung des Meinungsraums durch große KI Firmen aufmerksam und gab Einsicht in verschiedene Möglichkeiten, sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz kritisch auseinander zu setzen.

Ab 12 Uhr formten sich dann die verschiedenen Gruppen, die ein Computer-Spiel entwickeln wollten, und trafen sich nach ersten Diskussionen mit ihren Laptops an einem der vorbereiteten Arbeitstische. Insgesamt hatten die Gruppen 5 1/2 Stunden Zeit ein Spiel zu entwickeln, das dann ab 17.30 Uhr hochgeladen wurde und als spielbarer Link von den Gruppen zur Verfügung gestellt wurde. Die Spiele sollten schließlich von den Entwicklern dem Publikum am Laptop demonstriert werden, wobei das Publikum auch die Möglichkeit erhielt, das Spiel selbst zu spielen. Ab 19 Uhr wurden die von den einzelnen Gruppen entwickelten Spiele nochmals im Auditorium vorgestellt, und die Preise wurden in den unterschiedlichen Kategorien vergeben.

Der Workshop war sehr praxisorientiert: Am Ende sollte ein spielbares Computer-Spiel stehen. Ausgehend von dem Ansatz „Keep it simple“ und unserer ursprünglichen Spielidee eines Escape-Rooms für das Herz, einigten wir uns, das heißt ein Team aus Wissenschaftlern/innen vom Hertie-Institut (Liyan Smeding) und Physiologischen Institut (Peter Dreischer und Thomas Wieder), darauf ein Graveler-Spiel zu entwickeln mit dem Thema „Heart Rock: Ery´s Suche nach O2“. Zunächst musste ein Spielfeld designed werden, danach die Spielfigur (Ery, ein Sauerstoff-hungriger Erythrozyt) und schlussendlich die verschiedenen Charaktere, auf die die Spielfigur während ihrer „Wanderung“ durch das rechte Herz trifft. Die Charaktere (wie z. B. die Trikuspidalklappe, der Sinusknoten, der Herzmuskel etc.) stehen als Kontrollpunkte im Weg von Ery, weisen sich zunächst einmal gegenüber Ery aus und stellen eine entscheidende Single-Choice-Frage, die von Ery beantwortet werden muss. Sobald Ery die richtige Antwort klickt, verschwindet die Barriere und Ery kann weiter wandern. Am Ende der Wanderung haben wir mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz (Ask Alma von Kersta AG) noch ein Quiz eingebaut, in dem acht Fragen beantwortet werden müssen. In diesem Quiz konnte Ery einen Punktescore erreichen. Das Spiel endet dann in den Alveolen, wo sich Ery den wohlverdienten Sauerstoff abholt. Wichtig war, dass wir im Laufe der Co-Kreation immer mal wieder das Spiel selbst gespielt haben, das heißt Ery mit Hilfe der Bewegungstasten durch das Spielfeld geleitet haben, die Fragen beantwortet und schließlich noch das Quiz absolviert haben. Das Spiel haben wir auf zwei Challenges vorgestellt „Transform Learning“ und „Games with AI“. Völlig überraschend hat unser Team den Preis der Challenge „Games with AI“ gewonnen.

Der Workshop endete für uns also nicht nur mit einem tatsächlich spielbaren und auf Graveler basierenden Computer-Spiel sondern zusätzlich mit der Überreichung eines  Sachpreises für die Teammitglieder. Die Abteilung für Vegetative und Klinische Physiologie wird diesen Ansatz, d. h. Lehrinhalte auf spielerische und unterhaltsame Art zu vermitteln, weiter verfolgen und im Sinne unserer Studierenden umsetzen.

Der Weiterentwicklung des Spiels z. B. im Rahmen eines TüRex-Projektes sollte daher nichts mehr im Wege stehen.

Peter, Thomas und Liyang