GESU-KARD
Geschlechtssensible Risikoberatung für kardiovaskuläre Erkrankungen:
Über die Studie
Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Erkrankungen und weisen eine hohe Sterblichkeitsrate auf – sowohl bei Männern als auch bei Frauen. In Westeuropa sind die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren bei Frauen arterieller Bluthochdruck und bei Männern die Hyperlipidämie, eine Störung des Fettstoffwechsels, die zu erhöhten Blutfettwerten führt. Darüber hinaus sind zwar weitere geschlechts- und genderbezogene kardiovaskuläre Risikofaktoren bekannt, jedoch werden diese in der bestehenden Versorgung nicht ausreichend berücksichtigt. Das Projekt GESU-KARD setzt hier an und untersucht die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einem geschlechts- und genderbezogenen erhöhten kardiovaskulären Risiko. Das Projekt verfolgt dabei einen multimethodischen Ansatz: Einerseits werden Krankenkassendaten ausgewertet, andererseits werden Experten- sowie Patientenbefragungen durchgeführt. Auf dieser Grundlage werden Handlungsempfehlungen und Qualitätsindikatoren für die Versorgung dieser Zielgruppe abgeleitet. Die Effizienz der Versorgungspfade wird mithilfe einer gesundheitsökonomischen Analyse bewertet.
Im Erfolgsfall kann das Projekt dazu beitragen die geschlechts- und genderbezogene Versorgung sowie deren Steuerung zu verbessern und Versorgungsungleichheiten zu verringern.
Kooperationspartner:
- Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Frankfurt
- Universitätsklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Halle
- Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Tübingen
- AOK Baden-Württemberg
Kontakt
Dr. med. Hannah Haumann
Förderung
Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,8 Millionen Euro gefördert.
Gefördert durch den Innovationsfonds und den Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss.
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