Rheumatologie, klinische Immunologie, Immundefizienz

Rheumatologie, klinische Immunologie,
Immundefizienz

Die Rheumatologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, welches sich mit (meist) autoimmunen Entzündungserkrankungen beschäftigt. Die internistische Rheumatologie umfasst hierbei ein großes Spektrum von Erkrankungen, mittlerweile werden rund 400 Erkrankungen zum Rheumatischen Formenkreis gezählt. Beispielsweise gehören hierzu die entzündlichen Gelenkerkrankungen oder Arthritiden (z.B. die Rheumatoide Arthritis, reaktive Arthritis, Spondyloarthritiden (z.B. M. Bechterew), die entzündlichen Bindegewebserkrankungen oder Kollagenosen (z.B. Systemischer Lupus erythematodes, Myositiden, Systemische Sklerose, Sjögren-Syndrom) sowie die Gefäßentzündlichen Erkrankungen oder Vaskulitiden (z.B. Granulomatose mit Polyangiitis (Morbus Wegener), Panarteriitis nodosa, mikroskopische Polyangiitis, Purpura Schönlein-Henoch, Kryoglobulinämie, Takayasu-Arteriitis, Arteriitis temporalis/Polymyalgia rheumatica oder Behçet-Syndrom). Neu hinzugekommen sind die genetisch bedingten periodischen Fiebersyndrome (z.B. Familiäres Mittelmeerfieber), welche auch im Erwachsenenalter auftreten können und unter dem Begriff Autoinflammatorische Erkrankungen in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Wissenschaft getreten sind. Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen können in den meisten Fällen ambulant erfolgen, so dass die Patienten und Patientinnen durch die Rheumatologisch-Immunologische Hochschulambulanz betreut werden.

Studie Progressive Systemsklerose

Ein besonderer Schwerpunkt in unserer Abteilung ist die Behandlung der Progressiven Systemischen Sklerose. Wir bieten verschiedene Therapieoptionen bis hin zur autologen Stammzelltransplantationen oder CAR-T-Zell-Therapie bei dieser schweren Erkrankung im Rahmen von Studien an.

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Behçet-Syndrom

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Behçet-Syndrom.Seit vielen Jahren besteht hier eine fest etablierte interdisziplinäre Sprechstundemit der hiesigen Universitätsaugenklinik.

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Diagnostik

Spezielle Rheumatologische Diagnostik

Im Rahmen ambulanter und stationärer Behandlungen stehen folgende diagnostische Methoden zur Verfügung:

Kapillarmikroskopie

Die Kapillarmikroskopie untersucht die kleinsten Gefäße des Körpers. Entzündliche Veränderungen der Blutgefäße und des Bindegewebes können durch dies nicht invasive Methode dargestellt werden. Die Untersuchung kann unter ambulanten Bedingungen schmerzlos durchgeführt werden.

Gelenksonographie

Entzündliche Veränderungen, wie zum Beispiel Gelenkergüsse können durch Sonographie (Ultraschall) sichtbar gemacht werden. Gegebenenfalls kann direkt eine Punktion erfolgen, die weitere Untersuchungen des Ergusses möglich macht.

Kristalldiagnostik

Gelenkflüssigkeit kann direkt vor Ort auf Gicht- und Pseudogichtkristalle untersucht werden.

Gelenkinfiltrationen

Bei entzündlichen Prozessen im Bereich der Gelenke kann eine Infiltrationstherapie – auch sonographiegesteuert – erfolgen.

Immunpathologisches Labor

Unsere Immunpathologisches Labor unter Leitung von Frau Prof. Klein, bietet alle gängigen Autoantikörperdiagnostiken an.

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Foto: Ultraschall Henes/Stäbler

Interdisziplinäre Klinische Immunologie, Rheumatologie und Autoimmunerkrankungen

Interdisziplinäre Klinische Immunologie, Rheumatologie
und Autoimmunerkrankungen

Zentrum für Interdisziplinäre Klinische
Immunologie, Rheumatologie und
Autoimmunerkrankungen (INDIRA)

Das Zentrum für Interdisziplinäre Klinische Immunologie, Rheumatologie und Autoimmunerkrankungen (INDIRA) ist ein Zusammenschluss verschiedener Bereiche am Universitätsklinikum Tübingen, in denen Patienten und Patientinnen mit auto-immunologischen Krankheitsbildern betreut werden. Interdisziplinäre Sprechstunden und eine fächerübergreifende Zusammenarbeit der Spezialistinnen und Spezialisten in diesem Zentrum ermöglichen eine Optimierung der Patientenbetreuung gerade im Bereich der Autoimmun-Erkrankungen, die fast immer mehrere Körperbereiche und Organsysteme betreffen und damit eine fächerübergreifende Diagnostik und Behandlung notwendig machen. So werden Patienten und Patientinnen mit Autoimmunerkrankungen in der Ophthalmologie und Dermatologie auf Anfrage von dem internistisch-rheumatologischen Fachpersonal interdisziplinär mitbetreut. Im Rahmen der Transition von jugendlichen Rheuma-Patienten erfolgt die Überführung in die Erwachsenen-Rheumatologie auch über unser Zentrum. Eine interdisziplinäre Kinderwunsch- und Schwangerenbetreuung für Betroffene mit Rheumatologischen Erkrankungen ist ebenfalls Teil unseres INDIRA Zusammenschlusses.

Wir gehören zusammen mit der Kinderklinik dem European Reference Network (ERN) für seltene entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Autoinflammation und Immundefekte (ERN RITA) an.

Zum Rheumazentrum INDIRA

Autoinflammation Reference
Center Tübingen (arcT)

Das Autoinflammation Reference Center Tübingen (arcT) stellt einen interdisziplinären Zusammenschluss der Kliniken und Bereiche pädiatrische und internistische Rheumatologie, Augenklinik , HNO und Dermatologie des Universitätsklinikum Tübingen (UKT) dar. Die autoinflammatorischen Erkrankungen sind eine heterogene Gruppe von meist genetisch bedingten Störungen. Die vielfältigen Beschwerden reichen von leichten Symptomen wie Fieberschübe, Haut- und Augenmanifestationen, Gelenkbeschwerden, Abgeschlagenheit, Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu schwerwiegenden Folgeschäden wie Taubheit, Blindheit und Niereninsuffizienz.

Zum Autoinflammation Reference Center


Vaskulitiszentrum Süd

Das VZS ist ein Zusammenschluss der Universitätsklinik Tübingen und unserem Lehrkrankenhaus in Kirchheim (Leitung Prof. Hellmich) mit dem Ziel die Versorgung von Patienten mit Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) zu verbessern.

Vaskulitiszentrum Süd

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