Institute of Health Sciences
Population-Based Medicine

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Physiotherapie im Therapiezentrum

Physiotherapie im Therapiezentrum

Physiotherapeuten und -therapeutinnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Behandlung stationärer Patientinnen und Patienten am Universitätsklinikum Tübingen. Ziel ist es, durch gezielte Maßnahmen die Genesung zu fördern, Komplikationen zu vermeiden und die Mobilität sowie Lebensqualität zu verbessern.

Chirurgisches Team

Die Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten des Chirurgischen Teams betreuen die Patienten und Patientinnen der folgenden chirurgischen Kliniken auf dem Schnarrenberg während ihres stationären Aufenthaltes:

Betreuung vor und nach chirurgischen Eingriffen, insbesondere in den Bereichen onkologische Chirurgie, Transplantationschirurgie, Adipositas- und endokrine Chirurgie sowie der Allgemeinen und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie).

Schwerpunkte sind:

  • Frühmobilisation und Aktivierung nach onkologischen Operationen, Transplantationen und Eingriffen im Bereich der Viszeralchirurgie

  • Gezielte Atemtherapie zur Unterstützung der Lungenfunktion

  • Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit nach Operationen

  • Wiederherstellung der Mobilität und Funktion

  • Prävention von Komplikationen wie Thrombosen und Kontrakturen

  • Training zur Förderung der Selbstständigkeit und Rückkehr zu alltäglichen Aktivitäten

Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden aus dem Bereich der Augenheilkunde. Dazu gehören unter anderem Augenoperationen, Sehstörungen, Glaukom, Katarakte, diabetische Retinopathie sowie neurologische Störungen der Augenmuskulatur.

Schwerpunkte sind:

  • Frühmobilisation und Aktivierung nach Augenoperationen

  • Individuelle Therapieprogramme zur Verbesserung der visuellen Wahrnehmung und Koordination

Betreuung von Patienten und Patientinnen mit einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden aus dem Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Dazu gehören unter anderem Erkrankungen der oberen Atemwege, Tumore im Kopf- und Halsbereich, Stimmstörungen, Hörstörungen, Lähmungen des Gesichtsnervs sowie postoperative Nachbehandlungen nach Operationen im Kopf-Hals-Bereich.

Schwerpunkte sind:

  • Frühmobilisierung und Aktivierung nach Operationen

  • Schwindelrehabilitation zur Behandlung von vestibulären Störungen und Gleichgewichtsstörungen

  • Individuelle Therapieprogramme, die auf die Bedürfnisse der Patient/-innen abgestimmt sind

  • Alltags- und Übungsempfehlungen bei einer bestehenden Gesichtslähmung zur Wiederherstellung der Mimik und Gesichtsbewegungen

  • Übungen zur Verbesserung der Muskelfunktion im Kopf-Hals-Bereich

  • Atemtherapie bei Patienten mit Atemwegsstörungen

Betreuung nach operativen Eingriffen im Bereich des Schädels, der Wirbelsäule und der Nerven.

Schwerpunkte sind:

  • Erstmobilisation und das Vermitteln von wundschonendem Verhalten nach den entsprechenden Eingriffen

  • Spezifische Behandlung von neurologischen Defiziten wie Paresen oder Ataxien

  • Erarbeiten von Aktivitäten des täglichen Lebens unter Berücksichtigung des operativen Eingriffes und ihren Limitationen

  • Anleitung zum Eigentraining

  • Prävention von Komplikationen wie beispielsweise Pneumonie, Thrombosen, Atrophie und Kontrakturen.

Betreuung während des stationären Aufenthaltes nach Operationen am Bewegungsapparat, z.B. nach Gelenkersatzoperationen, Wirrbelsäuleneingriffen oder operativ versorgten Frakturen.

Schwerpunkte sind: 

  • Frühmobilisation ab dem 1. postoperativen Tag

  • Gangschulung und Hilfsmittelanpassung

  • Funktionelle Bewegungstherapie zur Verbesserung von Beweglichkeit und Kraft

  • Prävention von Komplikationen: Atemtherapie und Thromboseprophylaxe

  • Anleitung zu Eigenübungen und ergonomischem Verhalten im Alltag

  • Maßnahmen zur Schmerzlinderung und Abschwellung wie Lymphdrainage

Betreuung während des stationären Aufenthaltes nach Eingriffen am Herzen, der Lunge oder den Gefäßen – z.B nach Bypass-Operationen, Lungenresektionen oder Implantationen von Herzunterstützungssystemen und Amputationen.

Schwerpunkte sind: 

  • Atemtherapie zur Sekretmobilisation und Pneumonieprophylaxe

  • Frühmobilisation zur Stabilisierung von Kreislauf und Atmung

  • Individuelles Kraft- und Ausdauertraining

  • Patientenedukation: Beratung zu Atemtechniken, körperlicher Belastbarkeit und Lebensstil.

Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einer Vielzahl urologischer Erkrankungen, darunter Tumore der Prostata, Blase, Niere, Hoden und Penis, sowie gutartige Prostatavergrößerungen, Nierensteine, sexuelle Dysfunktionen und Probleme der Kontinenz.

Schwerpunkte sind:

  • Frühmobilisation und Aktivierung nach Operationen (ab erstem postoperativem Tag)

  • Beckenbodentraining und Kontinenzförderung (Tübinger Beckenbodenprogramm)

  • Prävention von Komplikationen wie Thrombosen oder Kontrakturen

  • Individuelles Ausdauertraining

Betreuung auf der anästhesiologischen interdisziplinären Intensivstationen der Crona Kliniken und der Medizinischen Klinik.

Schwerpunkte sind:

  • Frühmobilisation auch bei Patient/-innen an der Beatmung und mit Organersatzverfahren wie Herz-Lungen-Maschine und Dialyse

  • Passive bis resistive Bewegungsübungen

  • Erarbeiten von motorischen Fähigkeiten, um tägliche Aktivitäten wie das Stehen und Gehen oder beispielsweise das Greifen eines Bechers wieder selbstständig durchführen zu können

  • Atemtherapie und Unterstützung bei der Entwöhnung vom Beatmungsgerät

  • Prävention von auf Intensivstation erworbenen Defiziten, wie beispielsweise funktionelle Defizite, Atrophien oder Kontrakturen.

  • Spezifische Lagerungstechniken

  • Behandlung von muskuloskelettalen Beschwerden wie Schmerzen

Konservatives Team

Die Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten des Konservativen Teams betreuen die Patientinnen und Patienten der folgenden Kliniken, in denen überwiegend die konservative (nicht – operative) Therapie im Vordergrund steht:

Das Physiotherapie-Team behandelt Patientinnen und Patienten mit kardialen, gastroenterologischen, hämatologischen, onkologischen und pulmonalen Erkrankungen sowie bei Diabetes und endokrinen Störungen auf der Normalstation und hämatologischen Intensivstation.

Schwerpunkte sind:

  • Frühmobilisation und Aktivierung unter Berücksichtigung der individuellen Belastbarkeit

  • Herz-Kreislaufstabilisierung und Belastungsaufbau

  • Wiederherstellung von Mobilität und Funktion

  • Atemtherapie zur Unterstützung der Lungenfunktion, Sekretmobilisation und Pneumonieprophylaxe

  • gezielte Hilfsmittelversorgung, sowie Schulung des Umgangs mit Hilfsmitteln wie Orthesen

  • Prävention von Komplikationen, insbesondere Thrombose- und Kontrakturprophylaxe

  • Übungen und Strategien zur Förderung der Eigenständigkeit

In der Klinik für Radioonkologie betreut das Physiotherapie-Team stationäre Tumorpatientinnen und -patienten während einer Strahlentherapie sowie bei kombinierten Bestrahlungs- und Chemotherapien und Menschen auf der Palliativstation.

Schwerpunkte sind:

  • Individuelles Kraft- und Ausdauertraining z.B. bei immungeschwächten und onkologischen Patient/-innen

  • Erhalt und Förderung der Selbstständigkeit und Mobilität im Alltag, sowie Anleitung zu Eigenübungen

  • Techniken zur Reduzierung von Muskelverspannungen und Gelenksteifigkeit, die durch Strahlentherapie oder Tumorerkrankung bedingt sind

  • Atemtherapie zur Optimierung der Atemmuster bei Patienten mit Tumoren in der Lunge oder im Brustbereich

  • Anwendung von Techniken zur Schmerzlinderung

Das physiotherapeutische Team der Neurologie betreut stationäre Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen neurologischen Erkrankungen – darunter Schlaganfälle, akute Neuritiden, Parkinson, Ataxien, Tumore oder Multiple Sklerose.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die aktive therapeutische Behandlung, die individuell auf den Gesundheitszustand und die Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt wird. Nach einer sorgfältigen Befunderhebung erfolgt die Therapie direkt im Patientenzimmer, in der Physiotherapieabteilung oder in der Turnhalle.

Ziel der physiotherapeutischen Maßnahmen ist es, die größtmögliche Selbstständigkeit und Teilhabe am Alltag so schnell wie möglich wiederherzustellen. Gleichzeitig werden Strategien zum Umgang mit bleibenden körperlichen Einschränkungen vermittelt. Bei Bedarf erfolgt eine gezielte Hilfsmittelversorgung, beispielsweise mit Rollator, Rollstuhl, Fuß- oder Armorthese.

Ein enger interdisziplinärer Austausch mit Ärzten und Ärztinnen sowie anderen therapeutischen Berufsgruppen – etwa im Rahmen von Visiten oder Teambesprechungen – trägt zu einer schnelleren Diagnostik und gezielteren Rehabilitation bei und stellt eine umfassende Versorgung sicher.

Das Team betreut Patientinnen und Patienten:

  • aller Altersstufen, vom Frühgeborenen bis zum jungen Erwachsenen

  • aller Fachabteilungen, beispielsweise der allgemeinen Pädiatrie, Neonatologie, Neuropädiatrie, Kardiologie, Onkologie, Stoffwechselabteilung sowie auf der pädiatrischen Intensivstation.

während ihres stationären Aufenthalts.

Im Mittelpunkt stehen das Kind und seine Eltern oder engste Bezugspersonen. Die Behandlung erfolgt immer nach ärztlicher Anweisung und wird ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt.

Das Ziel der Physiotherapie ist, die Kinder bestmöglich in ihrem Genesungs- und Entwicklungsprozess zu unterstützen, um eine größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu fördern. Bei dieser ganzheitlichen Entwicklungsförderung wird großen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt.

Wichtige Schwerpunkte sind:

  • Atemtherapie (Pneumonieprophylaxe)
  • Kontrakturprophylaxe
  • (Früh-)Mobilisation
  • Schmerzlinderung
  • Kräftigung
  • Hilfsmittelversorgung

Die Physiotherapeuten und -therapeutinnen, arbeiten mit verschiedenen therapeutischen Methoden um die Behandlungsziele zu erreichen, wie zum Beispiel:

  • Therapie nach Bobath
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Autogene Drainage
  • Fußreflextherapie
  • Manuelle Therapie
  • Massagen
  • Wärmeanwendungen 

Besonderheiten der Arbeit im Universitätsklinikum

Am UKT legen wir großen Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, weshalb Physiotherapeutinnen und -therapeuten hier eng mit Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Ergotherapeutinnen und anderen Berufsgruppen zusammenarbeiten. Die Betreuung komplexer und seltener Krankheitsbilder erfordert Fachwissen, Erfahrung und ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen – damit unsere Patienten und Patientinnen bestmöglich versorgt sind.

Leitung

Portraitfoto

Morten Meyer

Teamleiter Physiotherapie Chirurgisches Team

Phone number: +49 7071 29-68319

E-mail address: Morten.Meyer@med.uni-tuebingen.de

Portrait

Magdalena Schreiner

Bereichsexpertin Chirurgie

Portraitfoto

Franziska Oesterle

Teamleiterin Konservatives Team

Phone number: +49 7071 29-68376

E-mail address: Franziska.Oesterle@med.uni-tuebingen.de

Portrait

Ruth Elbeshausen

Bereichsexpertin Kinderklinik

Portrait

Marion Himmelbach

Bereichsexpertin Neurologie

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