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Individuelle Behandlung der akuten Leukämie ermöglicht
Erfolg für Förderprojekt der Ludwig Hiermaier StiftungDie Therapie der akuten Leukämie ist verbesserungsfähig. Hoffnung machen neue molekulargenetische Behandlungsansätze. Dr. Marcus Schittenhelm, Arzt der Abt. Innere Medizin II der Medizinischen Universitätsklinik, konnte in den letzen beiden Jahren molekulargenetische Methoden etablieren, um bei Patienten mit einer akuten Leukämie individuelle krankheitsverursachende Mutationen aufzufinden und damit eine passgenaue Behandlung der Patienten zu ermöglichen.
Realisiert werden konnte das Projekt durch die Förderung der Ludwig Hiermaier Stiftung für angewandte Krebsforschung, die am Südwestdeutschen Tumorzentrum - Comprehensive Cancer Center Tübingen angesiedelt ist. Der Forschungsvorstand des Tumorzentrums, Prof. Dr. Klaus Schulze-Osthoff freut sich über den Erfolg: "Die Förderung hat sich in der Tat gelohnt und entspricht genau der Zielsetzung der Hiermaier Stiftung. Dr. Schittenhelm hat Mutationsanalysen für zwei wichtige Proteinkinasen in der Akuten Myeloischen Leukämie eingeführt, welche die Diagnostik erweitern und individualisierte Therapieentscheidungen möglich machen".
Für einige Mutationen existieren bereits speziell entwickelte Inhibitoren, die die ungezügelte Teilung der Tumorzellen verlangsamen oder sogar stoppen können. Bei Vorliegen einer entsprechenden Mutation können diese relativ nebenwirkungsarmen Inhibitoren Leukämiepatienten passgenau in der Therapie angeboten werden. Voraussetzung dafür ist allerdings die Kenntnis des Mutationsspektrums des einzelnen Patienten. Auf dieser Basis setzten Schittenhelm und seine Arbeitsgruppe mit dem von der Hiermaier Stiftung mit 24.000 Euro geförderten Projekt an und bauten ein Routinescreening der therapeutisch wichtigsten Mutationen auf. Durch systematische Analysen konnten sie mehrere Patienten identifizieren, die therapeutisch relevante Mutationen tragen. Für sie kann jetzt eine individualisierte, molekulare Therapie angeboten werden. Mittelfristig soll das Spektrum der Mutationsanalysen kontinuierlich ausgebaut werden.
Die 2003 ins Leben gerufene Ludwig Hiermaier Stiftung für angewandte Krebsforschung ist am Südwestdeutschen Tumorzentrum - Comprehensive Cancer Center Tübingen angesiedelt. Sie geht auf den 2002 verstorbenen Ludwig Hiermaier zurück, der sein Vermögen der Krebsforschung in Tübingen vermachte. Die Stiftung unterstützt seit 2005 interdisziplinäre Forschungsvorhaben, die dazu beitragen, die stationäre und ambulante Versorgung von Krebspatienten zu verbessern.
Ansprechpartner für nähere Informationen:
Universitätsklinikum Tübingen
Ludwig Hiermaier Stiftung für angewandte Krebsforschung
c/o Südwestdeutsches Tumorzentrum - CCC Tübingen
Herrenberger Straße 23, 72070 Tübingen
Tel. 07071/29-8 70 58, Fax 07071/29-52 25
Medizinische Universitätsklinik
Abteilung für Hämatologie, Onkologie, Immunologie, Rheumatologie und Pulmologie
Labor für experimentelle Hämatologie/Onkologie-Signaltransduktion
Otfried-Müller-Straße 10, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 06 76
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen
Calwerstr. 7/1, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 01 12, -8 10 20, -8 36 59, Fax 07071/29 45 45
E-Mail:
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