Stammzell- und Immunlabor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin & der Medizinischen Klinik II

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Eigene Herstellung

Genehmigungen / Herstellungserlaubnisse

Folgende Produkte können hergestellt und in Verkehr gebracht werden.

Herstellungstermine

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Fragen zu unseren Produkten beantwortet Ihnen gerne Prof. Lang oder Prof. Bethge (Ärztliche Leitung)


Ärztliche Leitung

Chimeric Antigen Receptor- (CAR-) T-Zellen werden durch genetische Modifikation patienteneigener T-Zellen hergestellt, um tumorspezifische Antigene gezielt zu erkennen und Krebszellen zu eliminieren. Sie zeigen vielversprechende Therapieerfolge bei hämatologischen Malignomen und verschiedenen Autoimmunerkrankungen. Momentan besitzt das Gemeinsame Stammzell- und Immunlabor die Herstellungserlaubnis für CAR-T Zellen gegen CD19 und gegen CD19/CD22 sowohl für die arztspezifische Herstellung als auch im Rahmen von Klinischen Studien (Prüfpräparate).

TcR-αβ/CD19-depletierte Stammzellen werden durch gezielte Entfernung alloreaktiver T-Zellen und B-Zellen gewonnen, um das Risiko von Graft versus Host Disease (GvHD, Transplantat gegen Wirt-Reaktion) und EBV-assoziierten Komplikationen nach Transplantation zu reduzieren. Antileukämische natürliche Killerzellen (NK-Zellen) und γδ-T Zellen werden im Transplantat erhalten. Es werden maßgeschneiderte Transplantate mit definierten Mengen von Stammzellen sowie T-Zellen, die entweder komplett entfernt oder auch dosiert zurückgemischt werden können, erzeugt. Solche Transplantate ermöglichen eine sichere Stammzelltransplantation, sowohl bei HLA nichtidentischen, haploidenten, wie auch bei HLA identischen Spendern.

CD34-angereicherte Stammzellen werden mittels immunomagnetischer Zellseparation isoliert. Damit werden indirekt alle anderen Zellarten entfernt und das Transplantat auf ein reines Stammzellprodukt reduziert

Das Risiko einer GvH-Reaktion kann damit wirkungsvoll reduziert werden. Die Transplantate eignen sich zur primären Stammzelltransplantation und besonders gut als zusätzliche Stammzellgaben (sog. Stammzellboosts) bei schlechter Funktion des Grafts.

Donor-Lymphozyten werden durch Leukapherese von gesunden Spendern gewonnen, aufbereitet und nach Stammzelltransplantationen zur Immunrekonstitution infundiert.

CD45RA‑depletierte Lymphozyten werden durch Entfernung von naiven CD45RA⁺‑T‑Zellen aus Spender‑Leukapheresen hergestellt, sodass überwiegend antigenspezifische Gedächtnis‑T‑Zellen verbleiben. Diese Zellfraktion kann zu einer schnellen Immunrekonstitution und effektiven Pathogen‑ bzw. Tumorabwehr nach allogener Transplantation beitragen, während das Risiko schwerer GvH‑Reaktionen signifikant reduziert wird.

Antigen‑spezifische T‑Zellen werden nach einer ex vivo Stimulation mit spezifischen Peptiden aus Spenderlymphozyten selektioniert. Sie werden anhand ihrer Gamma-Interferon-Sekretion identifiziert und dann immunomagnetisch aufgereinigt. Es werden spezifische T-Zellen hergestellt, die gezielt virale Antigene erkennen (CMV, EBV, ADV, BKV, HHV6). Nach Infusion vermitteln sie eine rasche, präzise Immunantwort und stärken die Viruskontrolle ohne dabei eine GvHD zu induzieren, da nur zielgerichtete Effektorzellen übertragen werden.

Erythrozytendepletiertes Knochenmark wird durch gezielte Entfernung von Erythrozyten aufbereitet, um Hämolyse und unerwünschte Immunreaktionen bei der Transplantation zu minimieren. Dies ist besonders wichtig für AB0-inkompatible Transplantationen.

Mesenchymale Stammzellen besitzen immunmodulatorische und regenerative Eigenschaften und werden zur Behandlung von GvHD sowie in der regenerativen Medizin eingesetzt. Sie können Entzündungsreaktionen dämpfen und Gewebereparatur fördern, ohne ein hohes Risiko für Abstoßungsreaktionen.


Ausgangsprodukt und Shipping/Receiving für folgende externe Produkte

  • Kymriah (Tisagenlecleucel): 
     lentiviral transduzierte autologe T Zellen mit einem chimären Antigenrezeptor gegen das Antigen CD19. (CD19 CAR-T-Zellen)
    Firma: Novartis
  • Yescarta (Axicabtagen Ciloleucel):
     lentiviral transduzierte autologe T Zellen mit einem chimären Antigenrezeptor gegen das Antigen CD19. (CD19 CAR-T-Zellen)    
    Firma: Kite Gilead
  • Tecartus (Brexucabtagene Autoleucel): 
     lentiviral transduzierte autologe T Zellen mit einem chimären Antigenrezeptor gegen das Antigen CD19. (CD19 CAR-T-Zellen)
    Firma: Kite Gilead
  • Breyanzi (Liso-Cel):
     lentiviral transduzierte autologe T Zellen mit einem chimären Antigenrezeptor gegen das Antigen CD19. (CD19 CAR-T-Zellen)
    Firma: Bristol Myers Squibb BMS
  • Abecma (Ide-Cel):
     lentiviral transduzierte autologe T Zellen mit einem chimären Antigenrezeptor gegen das Antigen BCMA. (BCMA CAR-T-Zellen)
    Firma: Bristol Myers Squibb BMS
  • Carvykti (Cilta-Cel):
     lentiviral transduzierte autologe T Zellen mit einem chimären Antigenrezeptor gegen das Antigen BCMA (BCMA CAR-T-Zellen).
    Firma: Janssen
  • Libmeldy (Atidarsagen Autotemcel)
     lentiviral transduzierte CD34+ Zellen mit dem Arylsulfatase a (ARSA) Gen zur Behandlung von Metachromatischer Leukodystrophie (MLD)
    Firma: Orchard Therapeutics
  • Casgevy (Exa-cel):
     gentherapeutisches Arzneimittel zur Behandlung der Sichelzellkrankheit und der β-Thalassämie
    Firma: Vertex
  • Ebvallo (Tabelecleucel):
     allogene, EBV‑spezifische zytotoxische T‑Zellen aus HLA‑kompatiblen gesunden Spendern, ex‑vivo expandiert, nicht genetisch modifiziert. Zugelassen zur Behandlung von rezidivierter oder refraktärer EBV‑positiver post‑transplantations‑Lymphoproliferativer Erkrankung (EBV+ PTLD).
    Firma: Atara Biotherapeutics