Impulsivität als transdiagnostisches Merkmal:
Effekte von tDCS-unterstützem Neurofeedback
In unserer Studie untersuchen wir drei verschiedene Formen von Neurofeedback, die helfen könnten, impulsive Verhaltensweisen zu reduzieren. Zudem wollen wir noch besser verstehen, wie Neurofeedback grundsätzlich wirkt. Gesucht werden Personen zwischen 18 und 60 Jahren mit erhöhter Impulsivität – das bedeutet z. B., häufig spontan zu handeln, Schwierigkeiten mit Selbstkontrolle zu haben oder Entscheidungen schnell und ohne langes Nachdenken zu treffen.
Worum geht es in der Studie?
Wir untersuchen drei verschiedene Formen von Neurofeedback bei impulsiven Personen. Neurofeedback ist ein Gehirntraining, mit dem Sie lernen können, Ihre Gehirnaktivierung zu steuern. Ihre Gehirnaktivierung wird mithilfe der funktionellen Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) gemessen und in Echtzeit über einen Computerbildschirm an Sie zurückgemeldet. In unserer Studie sollen Sie versuchen, die Aktivierung Ihres Frontalhirns zu beeinflussen. Das Frontalhirn ist eine Hirnregion, die eine besondere Rolle bei impulsiven Verhaltensweisen spielt. Zusätzlich erhalten Sie bei jedem Termin eine transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), die entweder eine aktivierende, oder eine Scheinstimulation ist. Außer einem Kribbeln auf der Haut, insbesondere beim Ein- und Ausschalten der Stimulation, sind hier keine Nebenwirkungen zu erwarten. Außerdem wird zu drei Zeitpunkten ein Elektroenzephalogramm (EEG) durchgeführt um die elektrische Aktivität des Gehirns erfassen.
Wer kann teilnehmen?
An unserer Studie können Sie unter folgenden Voraussetzungen teilnehmen:
18–60 Jahre
erhöhte Impulsivität (per Fragebogen ermittelt)
keine Schwangerschaft
keine akute oder chronische Erkrankung, die den Hirnstoffwechsel beeinflussen kann, insbesondere: psychiatrische oder neurologische (Vor-) Erkrankung (dazu zählt auch Migräne), Herzkreislauferkrankungen (z.B. Bluthochdruck), Diabetes oder Niereninsuffizienz, mittelschweres/schweres Schädelhirntrauma (auch in der Vergangenheit).