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Aktuelle Informationen zu unseren Studien

Wir führen regelmäßig wissenschaftliche Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen durch.

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Neuropsychiatrische Studienzentrale

Unterstützt die GCP-konforme Durchführung von Studien des Zentrums für Neurologie, der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie und der Klinik für Neurochirurgie durch zentrale Leistungen.

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Studien im Zentrum für Hirnstimulation

Studien im Zentrum für Hirnstimulation

Patienten mit Schizophrenie leiden häufig unter akustischen Halluzinationen (Stimmenhören). Bei einigen Patienten ist die übliche Behandlung mit Psychotherapie und Medikamenten nicht ausreichend wirksam. Es konnte festgestellt werden, dass akustische Halluzinationen mit erhöhter Aktivität in Hirnregionen einhergehen, die mit der Verarbeitung von Sprache verbunden sind. Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist ein neues Verfahren, mit dem diese Überaktivität gezielt gebremst werden kann. Erste Studienergebnisse belegen diese Effekt. Sie haben dadurch die Möglichkeit, eine neuartige Behandlungsform zu erhalten, die zu einer Linderung der akustischen Halluzinationen führen könnte.

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Bei Depressionen findet man häufig eine veränderte Aktivität bestimmter Regionen und Netzwerke des Gehirns, die für die Regulation von Gefühlen zuständig sind. Auf diese Aktivität kann man sowohl mittels Medikamenten als auch mit Methoden der Hirnstimulation therapeutisch einwirken. Die transkranielle Gleichstromstimulation (engl.: Transcranial Direct Current Stimulation – tDCS) ist ein besonders leicht anwendbares und nebenwirkungsarmes Verfahren. Die Stimulation ist nichtinvasiv, schmerzlos und ungefährlich. Mehrere Studien der letzten Jahre sprechen für einen günstigen Effekt dieser neuen Methode auf die klinische Symptomatik (u.a. auf Aufmerksamkeit und Konzentration) bei Depressionen.

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Während einer Depression funktioniert unser Gehirn anders als im gesunden Zustand. Betroffene fühlen sich oft von negativen Gefühlen wie Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit dominiert und es fällt ihnen schwer, diese Gefühlszustände zu regulieren. Dies zeigt sich in neurowissenschaftlichen Untersuchungen bei Depressiven u.a. in einer Unteraktivierung der Gehirnregionen, die für die Regulation von Gefühlen zuständig sind. Die Aktivität dieser Gehirnregionen lässt sich mithilfe von Gleichstromstimulation (tDCS) verstärken, wodurch eine Verbesserung Ihrer Depression erreicht werden kann. Um die Effekte genauer zu untersuchen, bieten wir ein innovatives Behandlungsprogramm an, das aus einer Kombination von tDCS und einer nachweislich wirksamen verhaltenstherapeutischen Gruppenpsychotherapie besteht.

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Studien in der Psychotherapieforschung

Studien in der Psychotherapieforschung

Diese multizentrische randomisierte und kontrollierte Therapiestudie (POSITIVE-Study; ISRCTN 29242879) wird von Prof Dr. Dipl. Psych. Stefan Klingberg der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen geleitet. Die Hauptzielsetzung der Studie besteht in der Überprüfung der Wirksamkeit der KVT auf überdauernde Positiv-Symptomatik. Dieses Studienziel war für die Wahl der Studienbezeichnung wegweisend. Die KVT wird hierbei als ambulante Einzeltherapie mit 20 Sitzungen über 9 Monate hinweg durchgeführt. Die Kontrollgruppe in Form einer Supportiven Therapie (ST) kontrolliert für spezifische Therapieeffekte. Die Patienten beider Therapiebedingungen erhalten zusätzlich die Standardbehandlung (Pharmakotherapie, klinisches Management) durch ambulante Psychiater. Insgesamt sollen 330 Patienten in die Studie eingeschlossen werden. Aufgrund der substanziellen Förderung können hohe methodologische Ansprüche realisiert werden.

Therapie:

Die allgemeinen Prinzipien kognitiver Verhaltenstherapie werden auf die Behandlung von psychotischen Symptomen angewandt. Die Patienten werden als aktive, selbstverantwortliche Individuen betrachtet. Während der gesamten Therapie sind die Patienten aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen und Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen. Der Therapieprozess baut auf Zusammenarbeit und gemeinsame Entscheidungen auf. 

In der Metaanalyse von Jones et al.(2004) finden sich folgende Kriterien für Kognitive Verhaltenstherapie:

  • Die Intervention regt den Patienten an, Zusammenhänge zwischen Denken, Fühlen und Handeln in Bezug auf das Zielsymptom zu entdecken.
  • Die Intervention zielt auf die Korrektur von Fehlwahrnehmungen, irrationalen Überzeugungen und kognitiven Verzerrungen in Bezug auf das Zielsymptom.
  • Die Intervention fördert beim Patienten die Suche nach einer angemesseneren Bewältigung der Zielsymptome.
Interventionen bei Wahn

Die Therapie wird vor dem Hintergrund kognitiver Modelle psychotischer Symtpome (z.B. Blackwood et al., 2001) als "kognitiv" bezeichnet. Im Rahmen solcher "kognitiven" Modelle wird postuliert, dass etwa ein Verfolgungswahn als Ergebnis dysfunktionaler Wahrnehmung und verzerrter kognitiver Verarbeitung sozialer Situationen resultiert. Kognitive Therapie bedeutet dementsprechend, diese Verarbeitungsprozesse zu modifizieren. Bei den Patienten soll die Bereitschaft gefördert werden, ihre (wahnhaften) Annahmen an Erfahrungen zu überprüfen. Dafür wird auf die Grundprinzipien der kognitiven Psychotherapie zurückgegriffen. Wahn wird als dimensionales Konstrukt verstanden. Das bedeutet, dass wahnhaftes Denken nur quantitativ, nicht aber qualitativ vom "gesunden" Denken unterscheidbar ist. Der gemeinsamen Suche nach der verfügbaren Evidenz für die Richtigkeit der wahnhaften Überzeugungen kommt in der Therapie zentrale Bedeutung zu. Es geht dabei im Kern um die Suche nach alternativen Erklärungshypothesen. Rationale Alternativen sollen mit Hilfe von Realitätsprüfungen, z.B. im Rahmen der Hausaufgaben, getestet werden. Aufgrund dieses realitätsprüfenden Therapieinhalts, der in verändertem Verhalten resultieren soll, wird die Therapie auch als "behavioral" bezeichnet.

Interventionen bei Halluzinationen

In Bezug auf Halluzinationen wird unter der Bezeichnung "coping strategy enhancement" (Tarrier et al., 1993) vorgeschlagen, die Bewältigungsstrategien, die die Patienten ohnehin anwenden, systematisch darauf hin zu überprüfen, wie erfolgreich sie sind und ob Verfeinerungen oder Ergänzungen möglich sind. Darüber hinaus geht es um die Identifikation von auslösenden Faktoren, da auch Halluzinationen teilweise als belastungsabhängig beschrieben werden. Nicht zuletzt geht es um die wahnhafte Verarbeitung von halluzinatorischem Erleben. Hier ist das Ziel, dass Patienten erkennen können, dass Halluzinationen Produkte des eigenen Gehirns sind

Hintergrund

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) zur Linderung psychotischer Symptomatik wird heute von international publizierten Leitlinien zur Anwendung in der Regelversorgung empfohlen. Damit wird anerkannt, was in einer Reihe von Wirksamkeitsstudien zur KVT entwickelt wurde. Dies ist von besonderer Bedeutung, da die Versorgungspraxis immer noch durch eine skeptische Haltung gegenüber der Psychotherapie geprägt ist. Diese skeptische Haltung wird vor dem Hintergrund einer nahezu ausschließlich biologischen Orientierung der Forschung zu psychotischen Störungen, der häufig allein auf die Pharmakotherapie reduzierten Behandlungsplanung sowie der Enttäuschung über die ausbleibenden Wirksamkeitsnachweise tiefenpsychologisch orientierter Therapieansätze verständlich. In den letzten 20 Jahren sind vor allem in Großbritannien Strategien zur Behandlung der Positiv-Symptomatik der Schizophrenie entwickelt und erfolgreich überprüft worden, die die ursprüngliche Skepsis gegenüber der psychotherapeutischen Behandlung psychotischer Symptome in Frage stellen. Lange Zeit wurde befürchtet, dass die Beschäftigung mit dem Wahninhalt die Symptomatik sogar verfestigen könnte. Nicht zuletzt auch deshalb standen die Bemühungen um Rezidivprophylaxe im Vordergrund.

Förderung

Der Forschungsverbund wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Forschungsverbünde für die Psychotherapieforschung" gefördert (Förderkennzeichen 01GV0618). In diesem Programm werden Studien zur Wirksamkeit und Wirkungsweise von Psychotherapie bei verschiedenen psychischen Störungen gefördert, die in einem hochkompetitiven, internationalen Begutachtungsverfahren ausgewählt wurden.





Seit Anfang 2007 wird der Forschungsverbund zur Psychotherapie psychotischer Syndrome vom BMBF gefördert. Er besteht aus einer zentralen multizentrischen klinischen Studie und verschiedenen damit assoziierten Forschungsprojekten. Die Projekte des Verbundes sollen Aufschluss geben über die Wirksamkeit und Wirkungsweise der durchgeführten Psychotherapie, über neurobiologische und neuropsychologische Korrelate der Symptomatik und der Therapiewirkung sowie die gesundheitsökonomische Bewertung. Der Verbund wird von Prof. Dr. Klingberg geleitet.

Psychotherapie Verbund bei psychotischen Positiv-Syndromen

Zentrales Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob Kognitive Verhaltenstherapie eine Reduktion der Negativ-Symptomatik bei schizophrenen Störungen bewirkt. Das Studiendesign ist multizentrisch (Universitätskliniken Tübingen, Frankfurt und Düsseldorf), prospektiv, einfach-blind, randomisiert und kontrolliert. Die klinische Studie vergleicht Kognitive Verhaltenstherapie (Experimentalbedingung) und Kognitive Remediation (Kontrollbedingung) auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Negativ-Symptomatik der Schizophrenie.

Poster "Kognitive VT von Negativsymptomatik"

Kognitive Verhaltenstherapie

In der kognitiven Verhaltenstherapie werden Beschwerden wie Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, emotionaler Rückzug, Gefühlsleere und Reduktion der sprachlichen Äußerungen (=Minussymptomatik) therapeutisch bearbeitet. Die Therapie besteht aus drei Schritten:

Der Patient und der Therapeut besprechen die momentan bestehenden Probleme, setzen sie in Zusammenhang mit der Erkrankung und der individuellen Geschichte. Der Patient wird dabei über grundlegende biologische und psychologische Mechanismen der Erkrankung informiert. Am Ende des ersten Blocks sollte der Patient für sich geklärt haben wie er stressauslösende Situationen vorhersehen kann, wie er psychotische Krise vorhersehen kann und wie er auf sie reagieren will. Parallel zur Einzeltherapie mit dem Patienten werden die Angehörigen zu einer Gruppe eingeladen, die ähnliche Inhalte bietet.
Patient und Therapeut suchen gemeinsam aus den obengenannten Bereichen der sogenannten Minussymptomatik zwei Bereiche aus. Gemeinsam wird nach Erklärungen für die Beschwerden gesucht und erarbeitet, wie die Therapie helfen kann, den eigenen Zielen näher zu kommen.
Individuell abgestimmt auf den jeweiligen Patienten werden die entsprechenden Bereiche mit Techniken der kognitiven Therapie (z.B: Arbeit an Gedanken) und mit Mitteln der Verhaltenstherapie (z.B. Rollenspiele) angegangen.

Kognitive Remediation

Die Funktionsbereiche Konzentration und Aufmerksamkeit, Gedächtnis und des Planens und komplexen Problemlösens sind Gegenstand des vorliegenden rehabilitativen Trainingsprogramms. Im hier vorliegenden Programm werden die neuropsychologischen Rehabilitationsprinzipien der Restitution und Kompensation in der Weise verfolgt, dass das Trainieren, im Sinne von wiederholtem Üben, der kognitiven Funktionen (Restitution) kombiniert mit Methoden zum Etablieren von Umwegstrategien (Kompensation) eingesetzt wird. Die Strategien sollen bei der Bearbeitung der Aufgaben am Computer umgesetzt und geübt werden. Der Einsatz von Computeraufgaben, die einen gewissen spielerischen Charakter aufweisen, soll die Motivation der Patienten erhöhen, durch das direkte Feedback wird das Erleben von Erfolg vermittelt.

Insbesondere durch spezifische Arbeitsblätter und durch die Konzeption der Hausaufgaben soll Alltagsrelevanz geschaffen und ein Transfer der Trainingsinhalte in den Alltag angeregt werden. Es ist intendiert, dass die Teilnehmer ein Problembewusstsein für ihre spezifischen, persönlichen kognitiven Defizite und deren Auswirkungen im Alltag entwickeln. Der Therapeut erarbeitet mit dem Patienten sowohl Möglichkeiten, wie der Patient auch in seinem Alltag schwache Funktionen trainieren kann, als auch wie er spezifische Strategien bei kognitiven Defiziten im Alltag einsetzt und letztlich auch, wie Hilfsmittel und kompensatorische Techniken bei der Bewältigung der spezifischen Schwierigkeiten eingesetzt werden können.

Hintergrund

Die Negativ-Symptomatik (Affektverflachung, Antriebsstörungen, sozialer Rückzug, Verarmung der Sprache) stellt ein ernstes und bislang noch nicht gelöstes Problem in der Behandlung schizophrener Psychosen dar. Die Behandlungsleitlinien (z.B. American Psychiatric Association) konstatieren, dass es bislang keine nachgewiesenermaßen wirksamen Behandlungen für die primäre Negativ-Symptomatik gibt. Diese Feststellung bezieht sich dabei sowohl auf pharmakologische als auch auf psychotherapeutische Interventionen. Es ist aber gerade die Negativ-Symptomatik, welche häufig institutionelle Langzeitbehandlungen erforderlich macht und damit auch enorme Kosten für das Gesundheitssystem nach sich zieht. Vor diesem Hintergrund wird ersichtlich, welche Bedeutung die Erforschung von Behandlungen hat, die potenziell zu einer Reduktion der Negativ-Symptomatik führen. Die Reduktion von Negativ-Symptomatik kann dazu beitragen, Patienten und ihre Angehörigen zumindest von einem Teil der Last zu befreien, welche schizophrene Psychosen mit sich bringen. Auch eine bessere soziale Integration der Patienten und eine finanzielle Entlastung des Gesundheitssystems könnten die Folge sein. In der Literatur werden z.T. beträchtliche Effektgrößen für die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) bei der Reduktion von Negativ-Symptomatik berichtet. Diese Berichte beziehen sich allerdings nur auf drei Studien zur KVT, welche die Negativ-Symptomatik als Nebenzielkriterium untersuchten. Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass die aktuelle Befundlage charakterisiert wird durch einen Mangel an wirksamen Behandlungsstrategien für die Negativ-Symptomatik. Diese Situation stellt die Begründung für die Durchführung der hier dargestellten klinischen Studie dar.

Förderung

Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Förderprogramms "Klinische Studien" gefördert (Förderkennzeichen: KL 1179/3-1). Mit diesem Programm sollen methodisch anspruchsvolle, wissenschaftsinitiierte, randomisierte klinische Studien gefördert werden. Die Studie wurde in der ersten Runde des Förderprogramms unter mehr als 400 Anträgen als eine von 13 Studien ausgewählt.


Studien in der Psychophysiologie und Optischen Bildgebung

Studien in der Psychophysiologie und Optischen Bildgebung

In dieser Studie wollen wir untersuchen, wie sich ein NIRS- und ein EMG-basiertes Biofeedbacktraining auf Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) , die schulische Leistungsfähigkeit und exekutive Funktionen (z.B. Impulskontrolle, Arbeitsgedächtnis) auswirken. Das Training wird entweder in einem 2D oder einem 3D Klassenzimmer (virtuelle Realität) stattfinden.

Voraussetzungen:

  • Alter 1.-4. Klasse der Grundschule
  • Verdacht auf oder Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • keine weiteren schwerwiegenden körperlichen, neurologischen oder psychischen Störungen bzw. Erkrankungen
  • keine bisherige Teilnahme an einem Neuro- oder Biofeedbacktraining

Kontakt:

Sollten wir Ihr Interesse für eine Studienteilnahme geweckt haben und wünschen Sie weitere Informationen, so melden Sie sich bitte bei Friederike Blume und Justin Hudak (Graduiertenschule LEAD).

07071 29-75633

biofeedback@psycho.uni-tuebingen.de

Das Suchtgedächtnis bei Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit wird in bestimmten Situationen automatisch aktiviert und kann damit ein sehr starkes Verlangen, Alkohol zu konsumieren auslösen. Auslöser können äußere Reize (z.B. das Alkoholregal im Supermarkt) sowie innere Zustände (z.B. Angst) sein. Da diese Situationen sehr unangenehm sind, ist das Rückfallrisiko dabei besonders hoch. Ein Konsum in solchen Situationen hält das Suchtgedächtnis aufrecht; jede abstinente Erfahrung schwächt hingegen das Suchtgedächtnis und bietet damit einen therapeutischen Ansatzpunkt, der in der Reizkonfrontationstherapie verfolgt wird. Dabei wird zunächst ein Trinkverlangen ausgelöst, indem individuelle Risikosituationen für den Alkoholkonsum erarbeitet werden und danach eine direkte Konfrontation mit dem eigenen bevorzugten alkoholischen Getränk erfolgt. Dies bietet dem Patienten die Gelegenheit, die Erfahrung zu machen, dass das Trink­verlangen auch ohne Konsum abnehmen kann. Der therapeutische Rahmen erlaubt das Erproben neuer Bewältigungsstrategien. Um die Lernerfahrung in dieser Situation zu stabilisieren soll zusätzlich eine stimulierende transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) von Kontrollarealen des Gehirns bei der Reizkonfrontation erfolgen. Die Reaktion auf das bevorzugte alkoholische Getränk unterscheidet sich zwischen alkoholabhängigen Patienten. Es soll untersucht werden, ob die Reizreaktivitätsmaße vorhersagen können, wer von der Reizkonfrontationstherapie besonders profitieren kann.

Voraussetzungen:

  • Alter mind. 18 Jahre
  • diagnostizierte Alkoholabhängigkeit
  • Abstinenzmotivation
  • keine Herzschrittmacher oder Implantate im Kopfbereich
  • keine Epilepsie

Kontakt:

Sollten Sie Interesse haben, an dieser Studie teilzunehmen, dann melden Sie sich bitte bei Dipl.-Psych. Agnes Kroczek:

07071 29-82627

agnes.kroczek@med.uni-tuebingen.de

Studien in der Sektion für Suchtmedizin und Suchtforschung

Studien in der Sektion für Suchtmedizin und Suchtforschung

Internetsucht ist als Sammelbezeichnung zu verstehen und beinhaltet eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten im Internet, die vom Anwender unkontrolliert bzw. exzessiv genutzt werden. Haupterscheinungsformen beziehen sich beispielsweise auf das Spielen von  Online-Spielen, die Nutzung sozialer Netzwerke und Chats, das Surfen auf Erotik- und Glücksspielseiten aber auch auf das ziellose Recherchieren und Sammeln von Informationen gleich welcher Art. 

Die Therapie der Computerspiel- und Internetsucht selbst, ist noch ein sehr junges Behandlungsfeld. Die Ambulanz für Internet- und Computerspielabhängigkeit der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen bietet seit 2008 eine speziell auf das Problemfeld ausgelegte Therapie an. Die genauen Wirkmechanismen dieser verhaltenstherapeutischen Behandlung sollen nun in einer wissenschaftlichen Studie unter Federführung der Universitätsklinik Mainz untersucht werden. Teilnehmende Behandlungszentren sind die Mainzer Ambulanz für Spielsucht, das Universitätsklinikum Tübingen, das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und das Wiener Anton Proksch Institut. Diese Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, wodurch die Behandlungskosten gedeckt sind.

Behandlungsangebot

Störungsspezifische ambulante Therapie auf kognitiv-verhaltenstherapeutischer Basis bestehend aus:

  • 15 Gruppensitzungen und 
  • 8 Einzelsitzungen.

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STICA-Homepage            

Anmeldung
über Termin in der Suchtambulanz:

07071 29-86140

Studienleitung:
  • Prof. Dr. Anil Batra

Trotz der Warnungen vor den gesundheitlichen Risiken des Tabakkonsums raucht weiterhin mehr als ein Viertel der bundesdeutschen erwachsenen Bevölkerung. Insbesondere starke Raucherinnen und Raucher erleben sich selbst als abhängig. Vielen gelingt es nicht, aus eigener Kraft den Zigarettenkonsum aufzugeben und nehmen therapeutische Unterstützung in Anspruch.

Die derzeit wirkungsvollste Therapieform zur Tabakentwöhnung ist die verhaltenstherapeutische „Raucherentwöhnungsgruppe“ in Verbindung mit einer medikamentösen Unterstützung. Allerdings besteht selbst nach einer solchen Behandlung noch ein hohes Rückfallrisiko. Die Erfolgsquoten (Abstinenz) ein Jahr nach Ende der Behandlung liegen bei maximal 30-40%.

Hier setzt die seit 2018 bis voraussichtlich 2021 laufende Vergleichsstudie mit dem Kurztitel „ViReTa“ an. Dabei handelt es sich um eine Kooperationsstudie der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen (Prof. Dr. A. Batra, Dr. A.C. Ehlis) und dem Psychologischen Institut der Universität Regensburg (Prof. Dr. A. Mühlberger). Mit dieser Studie soll untersucht werden, wie hoch der Nutzen von zusätzlichen therapeutischen Komponenten für die Behandlung ist. Verglichen werden – jeweils in Verbindung mit einer klassischen verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie zur Tabakentwöhnung – ein spezifisches Entspannungstraining, das den Einsatz des Rauchens zur Reduktion von Anspannung aufgreift, und ein virtuelles Abstinenz-Training. Beim Abstinenz-Training wird mit einer Datenbrille in einer virtuellen Umgebung mit rauchbezogenen, rückfallgefährlichen Reizen geübt, ein aufkommendes Rauchbedürfnis auszuhalten, ohne ihm nachzugeben.

Unsere Methoden

Virtuelles Expositionstraining und Progressive Muskelrelaxation werden in Ergänzung zu einer verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie eingesetzt, um die Bewältigung von Risikosituationen zu trainieren und den Rückfall abzuwenden. 

Das Unterstützungsangebot

6 wöchentlich abgehaltene Gruppensitzungen (je 90 Minuten Dauer). Zudem 4 Sitzungen (à 40 Minuten) mit spezifischem Training der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson (PMR) odervirtuellem Expositionstraining – durchgeführt direkt vor / nach den Gruppensitzungen.

Ablauf
  • Telefonkontakt zur Überprüfung der Eignung zur Teilnahme (Ein- und Ausschlusskriterien) und Terminvergabe; regelmäßig bieten wir auch Informationsabende an
  • Messung 1 der Gehirnaktivität bei Rauchreizen (EEG)
  • 6 Gruppentermine: Raucherentwöhnung mit Zusatzkomponente
  • Messung 2 der Gehirnaktivität bei Rauchreizen (EEG)
  • Messung 3 der Gehirnaktivität bei Rauchreizen (EEG) nach 6 Monaten
Anmeldung

07071 29-85370

Telefonisch erreichen Sie meist unseren Anrufbeantworter. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht und Ihre Telefonnummer. Wir rufen gerne zurück!

vireta@med.uni-tuebingen.de


Förderung

Gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, Förderkennzeichen: 70111871. Das Projekt findet statt in Kooperation mit der Universität Regensburg.

Studienleitung:
  • Prof. Dr. Anil Batra
  • Dipl.-Psych. Dr. phil. Ann-Christine Ehlis

Für manche Menschen ist es einfach, mit dem Rauchen aufzuhören, sobald sie es sich vorgenommen haben. Viele andere benötigen zusätzliche Hilfe, um die Sucht nach Zigaretten zu bekämpfen. Wenn Sie dazu bereit sind, das Rauchen aufzugeben, könnte diese Forschungsstudie für Sie interessant sein, in deren Rahmen untersucht werden soll, ob sich die Studienmedikamente als Hilfe bei der Raucherentwöhnung eignen. Um Ihnen beim Aufhören zu helfen, sind Beratungsgespräche zur Raucherentwöhnung Teil der Studie. 

Informationen zur Studie
  • Geeignete Studienteilnehmer erhalten verschiedene Studienmedikamente, ein transdermales Nikotinpflaster oder ein Placebo und Beratungsgespräche zur Raucherentwöhnung.
  • Auf die 12-wöchige Behandlungsphase folgt eine 12-wöchige Nachbeobachtungsphase ohne Behandlung.
  • Alle Kosten für studienbedingte Maßnahmen werden vom Auftraggeber der Studie übernommen. Ihr Zeitaufwand und Ihre Fahrtkosten im Rahmen der Studie können nach Absprache in angemessenem Umfang erstattet werden. 
Voraussetzungen für die Studienteilnahme
  • Sie leiden an einer psychischen Erkrankung (z. B. Depression, Panik-/Angststörungen, Schizophrenie, etc.)
  • Sie sind zwischen 18 und 75 Jahren alt
  • Sie rauchen mindestens 10 Zigaretten pro Tag
  • Für Frauen sollte kein aktueller Kinderwunsch bestehen.

Bei Interesse können Sie Frau Rometsch gerne kontaktieren und von unseren Ärzten unverbindlich beraten lassen.

Anmeldung:

07071 29-87205

sylvia.rometsch@med.uni-tuebingen.de

Studienleitung:
  • Prof. Dr. Anil Batra 

Im Fokus von AERIAL steht die Frage nach den zentralen Mechanismen, die zur Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit beitragen, mit besonderer Berücksichtigung von Komorbiditäten wie zum Beispiel depressiver Erkrankungen. 

AERIAL Homepage

Studien der Sektion für Demenzforschung

Studien in der Sektion für Demenzforschung

Die Darmflora des Menschen - das Darm-Mikrobiom - rückt immer mehr in den Fokus bei Krankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes. Erste Hinweise sprechen dafür, daß das Darm-Mikrobiom auch bei der Alzheimer-Krankheit eine wichtige Rolle spielen könnte. In der AlzBiom-Studie soll untersucht werden, ob sich Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in der Darmflora zwischen Gesunden und Menschen mit einer Gedächtnisbeeinträchtigung bzw. Demenz feststellen lassen. Die Forschungsergebnisse könnten Anhaltspunkte für neue Therapieansätze zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit ergeben. Interessierte, die sich vorstellen können, an der Studie mitzuwirken, können sich unter den untenstehenden Kontaktdaten melden.

Informationen für interessierte Teilnehmer
In der Studie sollen insgesamt 300 Personen im Alter ab 55 Jahren untersucht werden. Teilnehmen können sowohl gesunde ältere Menschen ohne Gedächtnisbeeinträchtigung als auch Personen mit einer leichten Gedächtnisbeeinträchtigung oder auch mit gesicherter leichtgradiger Alzheimer-Demenz.
Die Untersuchung findet in der Studienambulanz der Memory Clinic an der Tübinger Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie statt. Die Teilnehmer werden dort im Abstand eines Jahres an zwei Terminen untersucht, der Zeitaufwand beträgt ca. 45 Minuten. Es erfolgt eine gründliche Anamnese zum Gesundheitszustand, mit Fragen beispielsweise nach Vorerkrankungen, Lebensführung, Ernährung, Impfungen. Zusätzlich wird eine geringe Menge Blut abgenommen. Danach erhalten die Teilnehmer ein gut erklärtes, einfach durchzuführendes Probenentnahme-Set mit nach Hause, um dort in Ruhe eine Stuhlprobe zu gewinnen und in einem vorfrankierten Umschlag zu versenden.
Nach erfolgter Messung werden den Studienteilnehmern die Untersuchungsergebnisse zum Darm-Mikrobiom in übersichtlicher Form zur Verfügung gestellt.

Interessenten an der Studie können sich melden bei:
Iris Honold, Studienassistentin

07071 29-85408

iris.honold@med.uni-tuebingen.de

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