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Adresse: Calwerstraße 14
72076 Tübingen


Personenprofil: 07071 29-82311


Faxnummer: 07071 29-4141


Sektion für Demenzforschung

Die Sektion für Demenzforschung ist in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung angesiedelt. Es besteht eine enge personelle und inhaltliche Kooperation mit der Memory Clinic des Geriatrischen Zentrums an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. In der Sektion für Demenzforschung werden Patienten mit unterschiedlichen Schweregraden von Gedächtnisstörungen multimodal untersucht und behandelt.

Ein wichtiges Forschungsziel ist die Entwicklung innovativer diagnostischer Instrumente zur Früherkennung kognitiver Störungen wie z.B. Tablet-basierte Tests, Blut-Tests, Riech-Testung, Farbseh-Testung, Geh-Testung und Hochfeld-MRT. Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit der Erforschung des Darm-Mikrobioms bei Alzheimer-Patienten und gesunden Kontrollen. Zusätzlich werden verschiedene klinische und pharmakologische Studien durchgeführt, wie z.B. die DIAN-Studie, die DELCODE-Studie, die AlzBiom-Studie u.s.w.

Kontakt

Sekretariat:
Silvia Klein

07071 29-87126

07071 29-25097


E-Mail-Adresse: silvia.klein@med.uni-tuebingen.de


Leitung:


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: Prof. Dr. Christoph Laske


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: 07071 29-83444


E-Mail-Adresse: christoph.laske@med.uni-tuebingen.de


Aktuelle Forschungsprojekte

AlzBiom-Studie
Die Darmflora des Menschen - das Darm-Mikrobiom - rückt immer mehr in den Fokus bei Krankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes. Erste Hinweise sprechen dafür, dass das Darm-Mikrobiom auch bei der Alzheimer-Krankheit eine wichtige Rolle spielen könnte. In der AlzBiom-Studie soll untersucht werden, ob sich Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in der Darmflora zwischen Gesunden und Menschen mit einer Gedächtnisbeeinträchtigung bzw. Demenz feststellen lassen. Die Forschungsergebnisse könnten Anhaltspunkte für neue Therapieansätze zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit ergeben.

An Studienteilnahme interessiert?

Der wissenschaftliche Hintergrund dieser Studie besteht darin, mittels der hochauflösenden Magnetresonanztomographie (MRT) zu untersuchen, ob sich charakteristische feinstrukturelle Veränderungen wie z.B. Eiweißablagerungen (sog. Amyloid-Plaques) im Gehirn von Alzheimer-Patienten im Vergleich zu Gesunden Kontrollen nachweisen lassen. Eine Besonderheit des hier eingesetzten Geräts ist seine ungewöhnlich große Magnetfeldstärke (9,4 Tesla). Damit gelingt es, z.B. die verschiedenen kortikalen Schichten des Gehirns genau darzustellen, was mit einem üblicherweise eingesetzten MRT-Gerät mit geringerer Feldstärke (z.B. 1,5 oder 3 Tesla) nicht möglich wäre.

Ein dominierendes Symptom der Alzheimer-Krankheit ist die zunehmende Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung und anderer kognitiver Funktionen. Einschränkungen in der geistigen Leistungskraft können jedoch auch im Rahmen anderer Erkrankungen auftreten (z.B. Depression) oder Zeichen des natürlichen Alterungsprozesses sein. Daher ist es von besonderer Bedeutung, verlässliche Indikatoren zu finden, die frühzeitig Hinweise auf das Vorliegen einer Alzheimer-Erkrankung liefern. Hierbei spielen motorische Funktionen eine wichtige Rolle. Dazu untersuchen wir die Bewegungskinematik während Handschrift- und Zeichnungsaufgaben bei Patienten in unterschiedlichen Stadien der Alzheimer-Krankheit und vergleichen diese mit gesunden Kontrollpersonen. Die Zeichnungen werden mit einem Tablet digitalisiert erfasst und ausgewertet und erlauben dadurch Aussagen über die Qualität, Grad der Automatisierung und Genauigkeit von Handschriftbewegungen und Zeichnungsfähigkeiten. Dabei können typische Ergebnismuster Hinweise auf das Vorliegen einer demenziellen Entwicklung liefern.

Seit vielen Jahrzehnten werden im Nervenwasser (Liquor) die Biomarker Amyloid-ß 1-42, gesamt-Tau und phospho-Tau bei Verdacht auf eine Alzheimer-Erkrankung bestimmt. Ein erniedrigter Amyloid-ß-Wert und erhöhte Tau- / phospho-Tau-Werte im Liquor sprechen für eine Alzheimerpathologie. Neben diesen Markern gibt es noch andere Biomarker im Liquor wie z.B. das Neurofilament, welches ein wichtiger Bestandteil des Zellskeletts der Neurone (insbesondere der Axone) ist. Die Neurofilament-Leichtkette (NfL) ist ein Bestandteil des Neurofilaments, NfL wird bei axonaler Schädigung und Neurodegeneration freigesetzt. NfL kann seit vielen Jahren im Liquor bestimmt werden, die Bestimmung von NfL im Blut hingegen ist bei vielfach niedrigerer Konzentration (Blutkompartiment) erst seit kurzer Zeit möglich, dank moderner Technologien (z.B. Single molecule array = Simoa-Plattform). Unsere Forschungsgruppe (um Prof. Dr. Mathias Jucker) beschäftigt sich mit der Erforschung von NfL im Blut (Tiermodell und auch humanes Modell). Das Ziel ist es, zusätzlich zu den oben genannten Liquorbiomarkern (Aß und Tau) neue, innovative Biomarker im Blut zu erforschen und zu etablieren, die z.B. bei Therapiestudien der Alzheimerdemenz eingesetzt werden können.

Kooperationsartner

  • Prof. Dr. Randall Bateman (Department of Neurology, Washington University School of Medicine, St. Louis, MO 63110, USA)
  • Dr. Adam M Brickman (Taub Institute for Research on Alzheimer’s Disease and the Aging Brain, College of Physicians and Surgeons, Columbia University, New York, NY)
  • Prof. Dr. Julia Frick (Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Universitätsklinikum Tübingen)
  • Dr. Jasmeer P. Chhatwal (Department of Neurology, Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston, MA 02114, USA)
  • Dr. Gisela Hagberg (Max Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Universität Tübingen)
  • Prof. Dr. Frank Jessen (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Köln)
  • PD Dr. Johannes Levin (Department of Neurology, Ludwig-Maximilians Universität, Postbox 701260, 81377 Munich, Germany)
  • Prof. Dr. Mathias Jucker (Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, DZNE, Universität Tübingen)
  • Prof. Dr. Christian la Fougère (Abteilung Nuklearmedizin und klinische Molekulare Bildgebung, Universität Tübingen)
  • Dr. Yen Ying Lim (The Florey Institute, The University of Melbourne, Parkville, Victoria, Australia)
  • Dr. Eric McDade (Department of Neurology, Washington University School of Medicine, St. Louis, MO 63110, USA)
  • Prof. Dr. John C Morris (Department of Neurology, Washington University School of Medicine, St. Louis, MO 63110, USA)
  • Prof. Dr. Klaus Scheffler (Max Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Universität Tübingen)
  • Dr. Hamid Sohrabi (Centre of Excellence for Alzheimer’s Disease Research, School of Medical Sciences, Edith Cowan University, Joondalup, WA 6027, Australia)
  • Prof. Dr. Konstantinos Stellos (Institute of Cardiovascular Regeneration, Centre of Molecular Medicine, Johann Wolfgang Goethe University, Frankfurt am Main)
  • Dr. Christoph Trautwein (Werner Siemens Imaging Center, Universität Tübingen)
  • Dr. Elisa Tuzzi (Max Planck-Institut für Biologische Kybernetik, Universität Tübingen)
  • Prof. Dr. Matthias Willmann (Eurofins, Medizinisches Labor, Gelsenkirchen)

Ausgewählte Publikationen

  • Wolfsgruber S, Kleineidam L, Guski J, Polcher A, Frommann I, Roeske S, Spruth EJ, Franke C, Priller J, Kilimann I, Teipel S, Buerger K, Janowitz D, Laske C, Buchmann M, Peters O, Menne F, Fuentes Casan M, Wiltfang J, Bartels C, Düzel E, Metzger C, Glanz W, Thelen M, Spottke A, Ramirez A, Kofler B, Fließbach K, Schneider A, Heneka MT, Brosseron F, Meiberth D, Jessen F, Wagner M; DELCODE Study Group. Minor neuropsychological deficits in patients with subjective cognitive decline. Neurology. 2020 Sep 1;95(9):e1134-e1143. doi: 10.1212/WNL.0000000000010142. Epub 2020 Jul 7. PMID: 32636322
  • Barthélemy NR, Li Y, Joseph-Mathurin N, Gordon BA, Hassenstab J, Benzinger TLS, Buckles V, Fagan AM, Perrin RJ, Goate AM, Morris JC, Karch CM, Xiong C, Allegri R, Mendez PC, Berman SB, Ikeuchi T, Mori H, Shimada H, Shoji M, Suzuki K, Noble J, Farlow M, Chhatwal J, Graff-Radford NR, Salloway S, Schofield PR, Masters CL, Martins RN, O'Connor A, Fox NC, Levin J, Jucker M, Gabelle A, Lehmann S, Sato C, Bateman RJ, McDade E; Dominantly Inherited Alzheimer Network. A soluble phosphorylated tau signature links tau, amyloid and the evolution of stages of dominantly inherited Alzheimer's disease. Nat Med. 2020 Mar;26(3):398-407. doi: 10.1038/s41591-020-0781-z. Epub 2020 Mar 11. PMID: 32161412
  • Tuzzi E, Balla DZ, Loureiro JRA, Neumann M, Laske C, Pohmann R, Preische O, Scheffler K, Hagberg GE. Ultra-High Field MRI in Alzheimer's Disease: Effective Transverse Relaxation Rate and Quantitative Susceptibility Mapping of Human Brain In Vivo and Ex Vivo compared to Histology. J Alzheimers Dis. 2020;73(4):1481-1499. doi: 10.3233/JAD-190424. PMID: 31958079
  • Preische O, Schultz SA, Apel A, Kuhle J, Kaeser SA, Barro C, Gräber S, Kuder-Buletta E, LaFougere C, Laske C, Vöglein J, Levin J, Masters CL, Martins R, Schofield PR, Rossor MN, Graff-Radford NR, Salloway S, Ghetti B, Ringman JM, Noble JM, Chhatwal J, Goate AM, Benzinger TLS, Morris JC, Bateman RJ, Wang G, Fagan AM, McDade EM, Gordon BA, Jucker M; Dominantly Inherited Alzheimer Network. Serum neurofilament dynamics predicts neurodegeneration and clinical progression in presymptomatic Alzheimer's disease. Nat Med 2019; 25(2):277-283. doi: 10.1038/s41591-018-0304-3. Epub 2019 Jan 21.
  • Müller S, Herde L, Preische O, Zeller A, Heymann P, Robens S, Elbing U, Laske C. Diagnostic value of digital clock drawing test in comparison with CERAD neuropsychological battery total score for discrimination of patients in the early course of Alzheimer's disease from healthy individuals. Sci Rep 2019; 9(1):3543. doi: 10.1038/s41598-019-40010-0.
  • Stoynova N, Laske C, Plewnia C. Combining electrical stimulation and cognitive control training to reduce concerns about subjective cognitive decline. Brain Stimul 2019; 12(4):1083-1085. doi: 10.1016/j.brs.2019.04.008.



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