meDIC – Medizinisches Datenintegrationszentrum
Das im Rahmen der Medizininformatik-Initiative entwickelte Medizinische Datenintegrationszentrum (Medical Data Integration Center, meDIC) am Universitätsklinikum Tübingen hat das Ziel, sowohl die biomedizinische Forschung als auch die Patientenversorgung durch innovative IT-Lösungen zu verbessern. Darüber hinaus strebt es auch an, soweit es der gesetzliche Rahmen zulässt, den Datenzugriff über die Grenzen von Instituten und Standorten hinweg zu ermöglichen.
Das meDIC in Tübingen ist Teil des Departments für Informationstechnologie und Angewandte Medizininformatik.
Kontakt
frontend.sr-only_#{element.icon}: IT-Campus, Hagellocher Weg 69-7172070 Tübingen
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Sekretariat |
+49 7071 29-84335 |
E-mail address: medic.info@medizin.uni-tuebingen.de
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Das meDIC wird im Rahmen von Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und Medizininformatikinitiative (MII) durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) primär gefördert. Das Ziel beider Initiativen ist die Vernetzung der deutschen Universitätsklinken, um klinische Forschung und Patientenversorgung voranzutreiben.
Was ist ein Datenintegrationszentrum (DIZ)?
Die Konsortien der Medizininformatik-Initiative (MII) haben an ihren universitätsmedizinischen Standorten Datenintegrationszentren (DIZ) eingerichtet. In diesen Einrichtungen werden Forschungs- und Versorgungsdaten eines Universitätsklinikums gesammelt, wobei Datenqualität und Datenschutz eine wesentliche Rolle spielen. Das DIZ ist meist eine Einrichtung im Klinikum und generell eng mit den klinischen Rechenzentren verbunden, womit eine enge Anbindung an die Systeme der Krankenversorgung gewährleistet ist. Zu den Aufgaben der DIZ gehört die Übernahme von Daten aus vielfältigen datenliefernden Systemen, die Zusammenführung und Aufbereitung dieser Daten sowie die Sicherstellung von Datenqualität und Datenschutz. Die aufbereiteten Daten werden dann zur Nutzung für die medizinische Forschung bereitgestellt und Forschungsergebnisse werden über die DIZ in die Versorgung zurückgeführt.
In den DIZ werden somit die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die standortübergreifende Datennutzung zwischen Krankenversorgung und medizinischer Forschung geschaffen. Die DIZ ermöglichen damit, medizinische Daten so zu erfassen, zusammenzuführen und auszutauschen, dass sie in Versorgung und Forschung – auch mehrfach – optimal genutzt werden können. Hierzu spielen Standardisierung, Wiederverwendbarkeit und Austauschbarkeit der Daten eine wichtige Rolle. Forschende können über die FDPG harmonisierte Daten aus allen deutschen Universitätskliniken in einem einheitlichen Prozess- und Vertragsrahmen beantragen. Die DIZ werden als dauerhafte, nachhaltige Infrastruktur erhalten bleiben und so die digitale, zielgerichtete Versorgung verbessern sowie die föderale Forschungslandschaft für die Zukunft fit machen. Die Förderung dieser Infrastruktur geht schrittweise auf NUM über und ist bis 2030 gesichert.
Leitung
Michaela Hardt (PhD)
Leitung
Prof. Dr. Carsten Eickhoff
Wissenschaftlicher Direktor
Dr. Eva-Maria Kobak
Teamleitung Informatik
Dr. Stephanie Biergans
Teamleitung Datenanalyse
Dr. Dieter Weichart
Teamleitung Koordination
Aufgaben und Dienstleistungen
Datenintegration zur Unterstützung von Versorgung und Forschung.
Unterstützung bei der Verbesserung von Prozessen in Forschung und Versorgung, verbunden mit einer Erhöhung der Datenqualität und -verfügbarkeit
Verfügbarmachung und Auswertung von Forschungs- und Versorgungsdaten zur wissenschaftlichen Weiternutzung (secondary use) und zur Verbesserung der Versorgung.
Entwicklung und Anwendung neuer Methoden der Datenverarbeitung und -analyse
Unterstützung der qualifizierten Aus-, Fort- und Weiterbildung am Universitätsklinikum Tübingen, der Medizinischen Fakultät und der Universität Tübingen im Bereich der Medizinischen Informatik.
Aktivitäten am Universitätsklinikum Tübingen
Um diese Ziele zu erreichen, trägt das meDIC auch zu folgenden Aktivitäten am Universitätsklinikum Tübingen bei
- Qualitätssicherung und Kuration der zugreifbaren Versorgungsdaten
- Einhaltung aller Datenschutzbestimmungen bei der Datennutzung
- Gewährleisten von Datensicherheit bei Speicherung, Verarbeitung und Kommunikation
- Erarbeiten, Verteilen und Begutachten von Projektvereinbarungen zur Datennutzung („Data Use Projects“)
- Verwaltung von standorteigenen und standortübergreifenden Nutzern und deren Datenzugriffsberechtigungen
- Betreuung und Schulung für Nutzer der Dienste des Datenintegrationszentrums
- Herstellung des Datenaustauschs und der verteilten Datennutzung mit externen Partnern und Datenregistern
- Unterstützung von Datenanalyse- und -verarbeitungsverfahren von Machbarkeitsanalysen bis hin zur patientenspezifischen klinischen Entscheidungsunterstützung
Datennutzung
Im meDIC werden Daten aus Versorgung und Forschung zusammengeführt, um Innovationen in Versorgung und Forschung zu unterstützen. Die Daten werden dabei soweit möglich pseudonymisiert oder anonymisiert verwendet. Die Sicherheit dieser Daten und die Wahrung der Patienteninteressen sind dabei oberstes Ziel. Daher unterliegt die Nutzung der Daten einem strengen Datenschutzkonzept, das die Herausgabe von personenbezogenen Daten nur in Ausnahmefällen (und mit der Einwilligung der Betroffenen) vorsieht. In aller Regel verlassen die Patientendaten dabei das meDIC nicht – die Auswertung erfolgt durch besonders geschultes Personal des meDIC. Die Weitergabe von bereits ausgewerteten und zusammengefassten Daten ermöglicht dabei keine Identifizierung einzelner Patienten.
Die Nutzung der Daten stützt sich in der Regel auf die Einwilligung der Patientinnen und Patienten oder auf gesetzliche Grundlagen zur Verwendung medizinischer Daten.
Beispielprojekte zur Datennutzung
Das meDIC erschließt Versorgungs- und Forschungsdaten zur Nutzung in Forschungsprojekten, die meist auch direkt einer Verbesserung der Patientenversorgung dienen. Für viele dieser Projekte ist die informierte Einwilligung der Patienten die Voraussetzung der Nutzung der Daten. Aus den vielen Projekten, die vom meDIC an der Universität Tübingen unterstützt und durchgeführt werden, haben wir einige aktuelle Projekte hier etwas näher dargestellt:
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CORD
Im CORD-Projekt der Medizininformatik‐Initiative (MI‐I) engagieren sich 20 Universitätsklinika und weitere Partner für die Verbesserung von Versorgung und Forschung für Menschen mit seltenen Erkrankungen durch Erhöhung der Verfügbarkeit von Daten über diese Erkrankungen.
The CORD project of the Medical informatics initiative (MI‐I) brings together 20 University Medical Centers, in an effort to significantly improve care and research regarding patients with rare diseases, through improving the availability of data on such diseases.
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POLAR (Konsortien übergreifender Use Case POLypharmacy – Drug interActions)
Das POLAR-Projekt der Medizininformatik‐Initiative (MI‐I), ein Zusammenschluss von 13 Deutschen Universitätskliniken, hat das Ziel, einen Beitrag zur Detektion von Gesundheitsrisiken bei Patienten mit Polymedikation zu leisten. Dazu soll das Wechselwirkungsrisiko bzw. das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen („Adverse Drug Events“) bei gleichzeitiger Einnahme verschiedener Medikamente bestimmt werden. Es wird also unmittelbar darauf hingearbeitet die Sicherheit der Patienten u erhöhen.
The POLAR project of the Medical informatics initiative (MI‐I) ), involving 13 German University hospital centers, aims to contribute to the detection of medication related health risks, in particular Polypharmacy.[OK1] By defining risk factors for adverse drug events and side-effects this study contributes to the improvement of patient safety.
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LOC-PD (Longitudinal cohort study of patients with Parkinson’s disease (LOC-PD) in early and late disease stages)
• Zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung
• > 1% der Menschen älter als 60 Jahre betroffen
• 300.000 Patienten in Deutschland haben die Diagnose Morbus Parkinson
• Verdopplung in der Prävalenz ist bis 2050 zu erwarten
• Klinisch und ätiologisch heterogen
Die Integration und Analyse aller relevanten klinischen und paraklinischen Daten ist nötig, um das Ansprechen auf die Therapie über den gesamten Krankheitsverlauf vorherzusagen. Wir hoffen Marker für das Ansprechen auf die Behandlung zu finden um das Fortschreiten der Erkrankung in frühen Krankheitsstadium vorherzusagen. Damit soll es möglich werden bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung personalisierte Therapieentscheidungen zu treffen und durch verbesserte Diagnose die Entwicklung neuer Therapiestrategien zu ermöglichen.
Mit dem Voranschreiten der Parkinson-Erkrankung werden höhere und häufigere Levodopa-Dosen benötigt. Dies liegt unter anderem an der Abnahme der Wirkungsdauer der dopaminergen Medikamente (sowohl aus kurzfristiger als auch langfristiger Sicht) als auch an der Tatsache, dass überschüssiges Dopamin vom Körper nicht gespeichert werden kann. In fortgeschrittenen Krankheitsstadien nehmen Parkinson-Patienten oftmals eine Vielzahl an Medikamenten pro Tag zur Behandlung der Symptome ein. Die Implantation eines Tiefenhirnstimulators bietet prinzipiell die Möglichkeit die Beweglichkeit der Patienten im Mittel um ca. 30% zu verbessern und als Folge die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen. Langzeitstudien in größeren Kohorten sind notwendig um den Einfluss der DBS Implantation auf die Kognition zu beurteilen.
Prospective study (LOC-PD) to define clinical markers which predict 36-month outcome in the early disease phase (part I) and treatment response to deep brain stimulation (part II) in late stages of Parkinson’s disease (PD).
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ProVal MS (Prospektive Studie zur Validierung eines multidimensionalen Entscheidungsscores zur Vorhersage des Therapieergebnis nach 24 Monaten bei unbehandelten Patienten mit einem klinisch isolierten Syndrom oder früher schubförmig-remittierender MS)
Multiple Sklerose ist eine nach wie vor schwer behandelbare neurodegenerative Erkrankung. Es stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die unterschiedlich aggressiv und mit tTitel Infotext / Autoren Multiple Sklerose ist eine nach wie vor schwer behandelbare neurodegenerative Erkrankung. Es stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die unterschiedlich aggressiv und mit teils schweren Nebenwirkungen verbunden sind. Ziel der Studie ist es, aufgrund klinischer und molekularer Daten (z.B. genetischer Merkmale) eine frühzeitige Erkennung einer optimalen Therapieoption zu ermöglichen. Dadurch würde den Patienten ein langwieriges Durchprobieren unterschiedlicher Therapien (und deren Nebenwirkungen) erspart. Link Verlinkter Texteils schweren Nebenwirkungen verbunden sind. Ziel der Studie ist es, aufgrund klinischer und molekularer Daten (z.B. genetischer Merkmale) eine frühzeitige Erkennung einer optimalen Therapieoption zu ermöglichen. Dadurch würde den Patienten ein langwieriges Durchprobieren unterschiedlicher Therapien (und deren Nebenwirkungen) erspart.
Prospective study to validate a multidimensional treatment decision score (DIFUTURE-MS-TDS) which predicts the 24-month outcome in untreated patients with Clinically Isolated Syndrome and early Relapsing-Remitting Multiple Sclerosis under specific treatment options.
Weitere Informationen
Datennutzungskommission (DUAC – Data Use & Access Committee)
Über die Verwendung der Daten entscheidet eine unabhängige Datennutzungskommission der medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums (DUAC – Data Use & Access Committee). Die Kommission stellt sicher, dass die Nutzung der Daten ethisch und datenschutzrechtlich einwandfrei ist und sicher für Forschende transparenten und fairen Zugang zu den vorhandenen Daten.
DUAC – Data Use & Access CommitteeNutzung von Gesundheitsdaten für medizinische Forschungszwecke
Medizinische Forschung hilft, Krankheiten besser zu erkennen, zu behandeln und ihnen vorzubeugen. Die Medizininformatik-Initiative informiert auf Ihrer Webseite für Patientinnen und Patienten verständlich und anschaulich über die Nutzung von Gesundheitsdaten für medizinische Forschungszwecke:
Vernetzen-Forschen-HeilenUnabhängige Treuhandstelle (THTU)
Unabhängige Treuhandstelle (THTU)
Die Identität einzelner Patienten wird durch eine unabhängige Treuhandstelle verwahrt und den Forschenden nicht direkt zugänglich gemacht.
REDCap
Das meDIC unterstützt die digitale Erfassung von Studiendaten mit Hilfe der Software REDCap und stellt die Software im Rahmen der Forschungsunterstützung zur allgemeinen Nutzung am UKT zur Verfügung.
Projekte
Datennutzungsanträge über FDPG mit meDIC Beteiligung können im Projektregister der FDPG abgerufen werden.
Das Universitätsklinikum Tübingen ist an den folgenden Projekten beteiligt:
Aktuelle Projekte
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NUM-DIZ
Im Rahmen des NUM-DIZ-Projekts bauen die bereits etablierten DIZ ihr Service-Portfolio kontinuierlich aus und erschließen neue Datenquellen.
NUM-DIZ -
DIFUTURE
Durch die Nutzung modernster Technologien und datengesteuerter Ansätze ermöglicht DIFUTURE eine präzisere und personalisierte Therapiegestaltung für MS-Patienten.
DIFUTURE -
PrivateAIM
Entwicklung maßgeschneiderter KI-Methoden, Risikomodelle und Föderationsmechanismen.
PrivateAIM -
PM4Onco
Das Verbundprojekt PM⁴Onco (Personalized Medicine for (4) Oncology) hat zum Ziel, die Datennutzung zwischen onkologischen Exzellenzzentren zu verbessern, um maßgeschneiderte Therapien zu fördern.
PM4Onco -
GemTeX
Im Rahmen von GeMTeX sammeln die sechs universitätsmedizinischen Standorte München, Leipzig, Essen, Berlin, Dresden und Erlangen mit Einwilligung der Patientinnen und Patienten Dokumente aus elektronischen Gesundheitsakten (ePA).
GemTeX -
PCOR-MII
Ziel ist es, die digitale Erfassung von PROs in Kliniken zu etablieren und diese in den nationalen Kerndatensatz der Medizininformatik-Initiative (MII) zu integrieren.
PCOR-MII -
NCT-SW
Das NCT SüdWest ist ein international führender Standort mit den klinischen Forschungsschwerpunkten Molekulare Therapien und akademische Wirkstoffentwicklung, Innovative Immuntherapien sowie Molekulare und multiparametrische Bildgebung.
NCT-SW -
DZPG
Als eines von acht Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung will das DZPG die psychische Gesundheit der Bevölkerung verbessern und das Stigma von psychischen Erkrankungen nehmen.
DZPG -
Modellvorhaben Genomsequenzierung
Im Rahmen des Modellvorhabens zur Genomsequenzierung (MV GenomSeq) werden Personen mit Seltenen Erkrankungen oder Krebserkrankungen untersucht. Es geht darum, genetische Veränderungen zu identifizieren, die diese Krankheiten potenziell verursachen könnten.
Modellvorhaben Genomsequenzierung -
INCAP
Versorgungsstudie für Betroffene mit Long COVID und anderen postinfektiösen Folgeerkrankungen INCAP – „Integrated Multiprofessional Primary Care based Model for Severely Affected Patients with Post Infection Syndrome“
INCAP -
PRIMA
Transformation von Hausarztpraxen zu multiprofessionellen Primärversorgungszentren mit Pflegefachpersonen
PRIMA -
FoPraNet
Das FoPraNet-BW ist ein regionaler Zusammenschluss von forschungsinteressierten hausärztlichen Praxen und den allgemeinmedizinischen Einrichtungen an den Universitätsklinika Tübingen, Heidelberg, Freiburg, Ulm sowie dem Reutlingen Research Institute der Hochschule Reutlingen.
FoPraNet -
FAIR4Rare
Begleitende Evaluation des Aufbauprozesses eines offenen Nationalen Registers für Seltene Erkrankungen (NARSE)
FAIR4Rare -
Jardin
To improve the accessibility of the ERNs for patients across Europe, the EU has funded a pioneering 3-year project involving all member states (MS) plus Norway and Ukraine, the Joint Action on Integration of ERNs into National Healthcare Systems
Jardin -
ALOA-R: Retrospektive Studie an OP-Arztbriefen zur Entwicklung eines allgemeinverständlichen OP-Arztbriefes
Allgemeinverständliche OP-Arztbriefe
Inhalt: meDIC und die Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie verfolgen im Projekt ALOA-R gemeinsam mit dem Comprehensive Cancer Center Südwest und dem CCC Patientenbeirat einen Ansatz zur Bereitstellung von schriftlichen Informationen an Patientinnen und Patienten in allgemeinverständlicher Sprache.
Ausgangslage: Patientinnen und Patienten erhalten vor, während und nach ihrem Aufenthalt am UKT Arztbriefe und weitere Dokumente, z.B. den Entlassbrief, in denen medizinische Sachverhalte festgehalten werden für behandelnde Ärzte und Einrichtungen und auch für Patienten und Patientinnen. Die medizinische Fachsprache ist für Menschen ohne Vorbildung zu schwer verständlich und erreicht damit wenig Aufklärung.
Methode: meDIC und AVTC entwickeln einen Piloten, der automatisiert die medizinische Fachsprache der Arztbriefe in allgemeinverständliche Sprache umwandelt. Der Pilot nutzt generative Sprachmodelle, das heißt eine Form der künstlichen Intelligenz, die anhand von vielen Textdaten gelernt hat, auch Text zu produzieren.
Ziel: Im Rahmen der retrospektiven ALOA-R Studie soll ein Pilotprojekt entwickelt und evaluiert werden. Am Beispiel des Entlassbriefs steht dabei nicht nur die verständliche Aufklärung über Anamnese und Operation im Fokus, sondern auch die klare Vermittlung der nächsten Schritte nach der Entlassung. Wenn Patientinnen und Patienten besser verstehen, wie ihre Behandlung weitergeht und was sie selbst beachten müssen, profitieren sowohl sie selbst als auch die behandelnden Fachkräfte.
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Retrospektive Auswertung der Tübinger Neurointensivpatienten mit Bestimmung epidemiologischer Parameter und klinischer Faktoren mit Einfluss auf den Verlauf ihrer Erkrankung
PIs: Prof. Dr. Katharina Feil und PD Dr. Annerose Mengel
Inhalt: Das meDIC und die Klinik für Neurologie mit Schwerpunkt für neurovaskuläre Erkrankungen Neurologische Intensivmedizin entwickelt Methoden zur Vorhersage des klinischen Verlaufs von Patient:innen, die am UKT eine neurointensivmedizinische Behandlung erhalten haben. Insbesondere ergründet die Studie die Bedeutung von Vitalparametern im klinischen Verlauf. Dazu werden pseudonymisierte Daten von Patientin:innen seit 2017 analysiert. Zur Vorhersage kommen Methoden des Maschinellen Lernens zum Einsatz. Das heißt auf Basis von historischen Daten werden die Parameter eines Models gelernt, sodass die möglichst genaue Voraussage des klinischen Verlaufs möglich ist. Dieses Trainieren und auch die Evaluation findet im UKT statt auf den pseudonymisierten Daten. Es verlassen keine Patientendaten das Klinikum.
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PeriMyo
Erklärbare maschinelle Lernmodelle zur Vorhersage perioperativer Myokardschäden bei nicht-kardialen Operationen
PI: Prof. Dr. Michael Köppen
Ausgangslage: In seltenen Fällen kommt es bei Operationen, die nicht das Herz betreffen („nicht-kardial“), trotzdem zu Herzproblemen („periooperative Mykoardschäden“). Diese Herzprobleme treten nicht mit den sonst typischen Symptomen (z.B. Atemnot, Engegefühl in der Brust) auf, was die Erkennung und Behandlung schwieriger macht.
Inhalt: Eine Künstliche Intelligenz („maschinelle Lernmodelle“) entdeckt Muster und Auffälligkeiten in großen Datenmengen und berechnet das Risiko für eine Person. Dazu zählt beispielsweise ein erhöhter Laborwert, der besonders häufig bei Patientinnen und Patienten mit Myokardschaden auftritt. Ein Fokus für die verwendete KI ist dabei die Erklärbarkeit. Die KI „erklärt“ dabei, wie sie zu ihrer Risikoeinschätzung kommt (z.B. ein bestimmter Laborwert ist erhöht). Damit erhalten Ärztinnen und Ärzte zusätzliche Sicherheit in die KI und können die Risikoeinschätzung besser für die weitere Behandlung berücksichtigen.
Abgeschlossene Projekte
Certificates and Associations
Focus: Top National Hospital 2026
Stern: Germany's Outstanding Employers in Nursing 24/25
Quality partnership with the PKV
Family as a success factor
Pension provision for the public sector