Zentrum für Chronisches Darmversagen und Intestinale Rehabilitation

Am Zentrum für Chronisches Darmversagen und Intestinale Rehabilitation (ZCDIR) des Universitätsklinikums Tübingen werden Kinder und Jugendliche mit chronischem Darmversagen betreut. Dies erfolgt in den führenden Zentren weltweit wie auch an der Universitätsklinik Tübingen nach der interdisziplinären Konzeption der „Intestinalen Rehabilitation“, welche sich als erfolgreichster Ansatz in der Behandlung betroffener Kinder herauskristallisiert hat.

Zusammen mit der Abteilung für Kinderchirurgie und -urologie ist die Abteilung für Pädiatrische Gastroenterologie und Hepatologie der zentrale Bestandteil des Zentrums für Intestinale Rehabilitation in Tübingen.

Informationsflyer zum Zentrum

Porträt Dr. Johannes Hilberath

Dr. Johannes Hilberath

Zentrumsleitung des ZCDIR
Oberarzt Kindergastroenterologie und -hepatologie

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Porträt Prof. Dr. Steven Warmann

Prof. Dr. Steven Warmann

Zentrumsleitung des ZCDIR
Oberarzt Kinderchirurgie

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Kontakt

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: Hoppe-Seyler-Straße 1  
72076 Tübingen


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: Mo - Fr 08.30 - 16.00 Uhr


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: +49 7071 29-85016


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: 07071 29-4461


E-mail address: intestinale.reha@med.uni-tuebingen.de


Schwerpunkte unserer klinischen Versorgung, Diagnostik und Behandlung

Seltene Erkrankungen bzw. Erkrankungsgruppen am ZCDIR

  • Angeborene Erkrankungen und Fehlbildungen des Magen-Darm-Traktes
  • Kurzdarmsyndrom (KDS), Ultrakurzdarmsyndrom (UKDS), no gut syndrome / near total enterectomy (NTE) (Atresien, Volvulus, Gastroschisis, nekrotisierende Enterocolitis, Gefäßthrombosen, …)
  • Pädiatrisch intestinale Pseudoobstruktion (PIPO), Motilitätsstörungen
  • Darmfunktionsstörungen, Malabsorption / Maldigestion
  • Aganglionose, Hypoganglionose, Zülzer Wilson
  • Megacystis Microcolon Intestinales Hypoperistalsis Syndrom (MMIHS)
  • Microvillus inclusion disease (MVID)
  • Tufting Enteropathie
  • Kongenitale Natriumdiarrhoe, kongenitale Chloriddiarrhoe
  • Darmtransplantation, kombinierte Leber-Darmtransplantation, Multiviszeraltransplantation

Schwerpunkte, Kennzeichen und Behandlungsspektrum

  • Intestinale Rehabilitation und Transplantation
  • Multidisziplinäre Evaluation und Therapie komplexer Ernährungsstörungen sowie möglicher Komplikationen und Begleiterkrankungen bei chronischem Darmversagen im Kindesalter
  • Individuelles Konzept aus konservativem, interventionellem und chirurgischem Spektrum
  • Heim-parenterale Ernährung und Sondenernährung
  • Chronisches Darmversagen und intestinale Rehabilitation
  • Ernährungsanalyse und -Beratung
  • Dauerhafte Sondenernährung
  • Heimparenterale Ernährung
  • Spezialisierte Katheterschulung und -pflege
  • Kinderradiologische Diagnostik und Intervention
  • Endoskopische Diagnostik und Intervention
  • Medikamentöse Therapie (inklusive Wachstumsfaktoren (z.B. GLP-2))
  • Kinderchirurgische- und kinderurologische Interventionen bei chronischem Darmversagen (sämtliche Verfahren inklusive Kurzdarmchirurgie, Stomachirurgie, Maßnahmen der Darmverlängerung, …)
  • Prävention und Behandlung von Komplikationen (cholestatische Hepatopathie (IFALD), Katheterassoziierte Infektionen, bakterielle Fehlbesiedelung, Mangelzustände, Nephropathie, Osteopathie, metabolische Störungen, Thrombosen, …)
  • Gemeinsame, ambulante wie stationäre interdisziplinäre Betreuung
  • Wöchentliche interdisziplinäre Konferenzen
  • Betreuung von Patienten vor und nach Darmtransplantation

Nach der Bündelung der bereits bestehenden langjährigen Expertise und der Erweiterung um spezifische Kenntnisse in den unterschiedlichen Kategorien, wurde vor einigen Jahren an der Universitätskinderklinik Tübingen ein Programm für Intestinale Rehabilitation gestartet. Dieses Programm erlangte rasch nationale und internationale Anerkennung und mündete ein in das Deutschland-weit erste „Zentrum für chronisches Darmversagen und Intestinale Rehabilitation bei Kindern“. Unser Zentrum kooperiert eng mit den entsprechenden internationalen Zentren, z.B. in Paris/Frankreich, Birmingham/England und Ann Arbor/USA. Die Einführung von Zentren für Intestinale Rehabilitation trug in den letzten Jahren weltweit zu einem deutlichen Absinken der Notwendigkeit für Darmtransplantationen bei Kindern bei.

Die Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie ist neben der Abteilung für Pädiatrische Gastroenterologie und Hepatologie zentraler Bestandteil des Zentrums für Intestinale Rehabilitation in Tübingen. Entscheidend ist der streng interdisziplinäre und ganzheitliche, schulmedizinische Ansatz bei der Behandlung unserer Patienten.

Hierdurch besteht - je nach den gegebenen Voraussetzungen und Grunderkrankung - die Chance im Verlauf ein Behandlungsziel der Intestinalen Rehabilitation zu erreichen: die Unabhängigkeit von unterstützenden, künstlichen Ernährungssystem durch eine Adaptation des Darmes mit zurückgewonnener enteraler Autonomie.

Die Darmtransplantation ist ein Teil des Behandlungsspektrums in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit chronischem Darmversagen und kann in ausgewählten Fällen eine lebensrettende Maßnahme darstellen.

Die Betreuung von Kindern vor, während und nach einer Darmtransplantation erfolgt mit den beteiligten Fachabteilungen des Zentrums für Chronisches Darmversagen und Intestinale Rehabilitation, insbesondere der Abteilung für Kinderchirurgie und Abteilung für Viszeral- und Transplantationschirurgie

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In dem französisch-sprachigen Film mit deutschem Untertitel werden Patienten - Kinder und Erwachsene - mit chronischem Darmversagen in Ihrem Alltag begleitet und interviewt. Die Patienten, welche entweder heim-parenteral ernährt werden oder darmtransplantiert wurden, schildern ihre Situation, geben Einblick in ihr Familienleben und richten das Wort auch direkt an andere betroffene Familien und Patienten. Auch Ärzte kommen zu Wort und erklären medizinische Hintergründe.

Logo Hilfe für Kranke Kinder

„Hilfe für kranke Kinder – Die Stiftung" hat die deutsche Untertitelung ermöglicht.

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