Universitätsklinikum Tübingen PULS
Ich am Klinikum

Carmen Renz: Patientenservice ist mehr als „Essen ausgeben“

Mehrere Tausend Mahlzeiten werden täglich an die stationären Patientinnen und Patienten des Uniklinikums Tübingen ausgegeben. Als Leiterin des Patientenservices sorgt Carmen Renz dafür, dass alle Zahnräder ineinandergreifen. Ihr Ziel: Patientinnen und Patienten während ihres Aufenthaltes bestmöglich zu versorgen.
02.03.2026
Carmen Renz
4 Minuten
Carmen Renz, eine lächelnde Frau mit glatten dunkelblondem Haar, steht vor ihrem Team an Servicekräften (verschwommen im Hintergrund). Sie trägt einen rosanen Blazer über einer weißen Bluse.
Beate Armbruster

2018 habe ich die Gesamtleitung des Patientenservices übernommen, nachdem ich schon viele Jahre in diesem Bereich gearbeitet habe. Ich bin Diätassistentin und Betriebswirtin. Eine vielseitigere und interessantere Kombination kann ich mir nicht vorstellen. Effizienz und Koordination sind gefragt, denn alle Prozesse sollen auf den mehr als 90 Stationen und in den 17 Kliniken des Universitätsklinikums reibungslos ablaufen.

Damit die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Berufsgruppen gut funktioniert, optimiere und verbessere ich kontinuierlich die Prozesse. Mit meinen vier Teamkoordinatorinnen und -koordinatoren und den rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Patientenservice stellen wir die bestmögliche Versorgung und Betreuung sicher. Ich arbeite mit fast allen Berufsgruppen des Klinikums zusammen, das macht meine Tätigkeit jeden Tag aufs Neue so spannend und abwechslungsreich.

Krankenhausessen nach individuellen Bedürfnissen

Am Universitätsklinikum legen wir großen Wert auf die Speiseversorgung und den Patientenservice, um den Aufenthalt für die Patientinnen und Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten und die Pflege zu unterstützen. Das Angebot umfasst eine vielfältige Auswahl an gesunden und schmackhaften Gerichten, die ich auf die individuellen Wünsche und Ernährungsbedürfnisse abstimme. Auch spezielle und individuelle Diäten werden berücksichtigt: Patientinnen und Patienten nach einer Magenoperation erhalten zum Beispiel zunächst leicht verdauliche und bekömmliche Speisen. Für Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus werden hingegen viele Vollkornprodukte sowie Gemüse und Obst auf den Teller gepackt.

Wichtig ist, dass das Essen zur richtigen Zeit am richtigen Ort ausgeliefert wird. Das geht nur, wenn die Küche genügend Vorlaufzeit hat und die Speisen in den richtigen Zeitfenstern bestellt werden. Wird jemand entlassen, organisiert mein Team, dass ein neuer Patient oder eine neue Patientin das Essen erhält.

Auch zu Hause dreht sich vieles ums Essen

Um mehrere Tausend Menschen täglich versorgen zu können, muss der Speiseplan Wochen zuvor geplant werden: Menüs werden entworfen, Nährwerte berechnet, Rezepturen erstellt und im digitalen Menübestellsystem eingepflegt. Bei jedem Gericht sind die Ernährungsleitlinien zu berücksichtigen, welche mit den einzelnen Fachabteilungen abgestimmt sind.

Zusätzlich zum Standard-Service bietet das Klinikum auch Wahlleistungen an. Gegen einen Aufpreis wird man in einem Einzelzimmer mit gehobener Ausstattung untergebracht. Buchbar sind auch spezielle Serviceleistungen wie die zusätzliche Betreuung durch Fachpersonal und erhöhter Komfort bei der Speiseversorgung.

Wir haben hier am Klinikum gute Arbeitsbedingungen. Jeder und jede Einzelne trägt etwas zur Patientenversorgung bei. Ich bin zielstrebig und organisiere mich selbst so, dass ich meine Aufgaben zuverlässig und termingerecht erledigen kann. Aber ich bin auch hilfsbereit, und ein wertschätzender Umgang miteinander sowie ein offenes Ohr für meine Teammitglieder sind mir außerordentlich wichtig.

Bei mir zu Hause dreht sich auch vieles ums Essen. Ich freue mich, Erntefrisches aus meinem Kräuter- und Gemüsegarten für Familie und Freunde zu kochen und gemeinsam zu genießen. Mein Sohn hat früh gelernt, wie man mit einem scharfen Messer Petersilie hackt und wie man mit dem Schneebesen locker und ausdauernd Soßen aufschlägt.

Montagabends ist meine Zeit

Ich setze mir gerne anspruchsvolle Ziele und frage, wie man Abläufe noch besser machen könnte. Das gilt auch für mein Ehrenamt im Stiftungsrat des Sankt-Meinrad-Gymnasiums und der Carl-Joseph-Leiprecht-Schule (Grund- und Gemeinschaftsschule) in Rottenburg. Meine Selbstorganisation muss also auch privat funktionieren.

Montags zwischen 18 und 19 Uhr bin ich schwer zu erreichen. Denn das ist meine Zeit: Yoga beim Betriebssport „UKfiT“. Hier schalte ich ab, genauso wie beim Radfahren (natürlich ohne Motor) oder beim Segeln mit meiner Familie. Beim regelmäßigen Joggen wird der Kopf frei, dabei kommen mir wieder neue Ideen für meine tägliche Arbeit, beispielsweise wie wir Prozesse nachhaltiger gestalten oder Bestellvorgänge verbessern können.

Was mich täglich aufs Neue antreibt: einer sinnvollen Aufgabe nachgehen, neue Herausforderungen annehmen – und die Zusammenarbeit mit meinem tollen Team!

Experten

Carmen Renz
Carmen Renz
Gesamtleitung Patientenversorgung
UKT - Speiseversorgung | Patientenservice | Wahlleistung
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